FINANZPLATZ FRANKFURT & FINANZPLATZ SCHWEIZ: Uetliberg, Frauen und Sicherheit – Technologie, Community, Stiftungen & Drinkschutzdeckel (INTERVIEW – Jacqueline Lehmann, CEO – P3ACH)

Der Finanzplatz Schweiz bringt eine Vielfalt von interessanten Personen in den Dialog. Auch dieses Jahr ergab sich bei dem THE FINANCE & FUTURE-Summitt (Thomas Caduff)  am Uetliberg die Gelegenheit zum Kennenlernen von verschiedenen „Out-of-the-Box“-Themen, Frauen & Sicherheit. Wie kann ein persönliches Erlebnis den Blick auf dieses gesellschaftliche Problem grundlegend verändern? Bei Jacqueline Lehmann (P3DACH) war es die Belästigung durch einen Taxifahrer auf dem Weg zum Flughafen. Aus der eigenen Erfahrung entstand die Frage: Wie lässt sich Frauen im Alltag mehr Sicherheit geben – praktisch, digital und getragen von einer Gemeinschaft?

Im Gespräch mit Markus Hill & Mary Daute für FINANZPLATZ FRANKFURT erläutert Frau. Lehmann, CEO von  P3ACH warum Sicherheit nicht mit Angst kommuniziert werden sollte, welche Rolle die Community spielt und weshalb wirtschaftlicher Erfolg und soziale Wirkung zusammengehören.

Hill & Daute: Wir haben uns am 17. Juni 2026 beim „The Finance & Future“-Summit auf dem Uetliberg kennengelernt. Womit beschäftigen Sie sich derzeit intensiv?

Lehmann: Aktuell beschäftige ich mich sehr intensiv mit dem Thema Sicherheit im Alltag – insbesondere mit Frauensicherheit, Gewaltprävention und dem Schutz vor Übergriffen. Leider erleben wir, dass Frauen sich an vielen Orten zunehmend unsicher fühlen: auf dem Nachhauseweg, am Bahnhof, beim Ausgehen, beim Joggen oder ganz einfach im Alltag. Dabei sollte sich niemand in unserer Gesellschaft ständig Gedanken darüber machen müssen, ob der eigene Weg nach Hause sicher ist.

Hill & Daute: Das Thema Sicherheit von Frauen steht aktuell stark im Fokus bei Ihnen. Was war der Auslöser, sich intensiver damit auseinanderzusetzen?

Lehmann: Zum einen gab es ein persönliches Erlebnis: Ich wurde auf dem Weg zum Flughafen von einem Taxifahrer belästigt. Dieses Erlebnis hat mich dazu gebracht, mich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Sehr schnell wurde mir bewusst, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt. Belästigung, Übergriffe und Gewalt können Frauen an ganz unterschiedlichen Orten und in ganz unterschiedlichen Situationen begegnen. Daraus entstand der Wunsch, nicht nur über das Problem zu sprechen, sondern konkret etwas zu entwickeln, das Frauen mehr Sicherheit und ein stärkeres Gefühl von Selbstbestimmung gibt.

Hill & Daute: Welche besonderen Funktionen oder Ansätze bietet Ihr Unternehmen beziehungsweise Ihre App, um die Sicherheit von Frauen zu verbessern?

Mary Daute, Finanzplatz Frankfurt Am Main, Jacqueline Lehmann, CEO P3ACH – Uetliberg, Fundplat.com

Lehmann: Wir entwickeln derzeit eine App, die Frauen miteinander verbindet und einen sicheren Raum für Austausch, Unterstützung und Prävention schafft. Ein zentraler Gedanke ist, Frauen auf ihren Wegen begleiten zu können – beispielsweise auf dem Nachhauseweg oder beim Joggen. Wir möchten eine digitale Sicherheitsebene schaffen, die Frauen im Alltag unterstützt und ihnen ein Stück Sicherheit zurückgibt. Dabei setzen wir sehr stark auf Community. Gleichzeitig möchten wir sichere Fahrdienste integrieren und einen digitalen „Bodyguard“ entwickeln: eine intelligente Sicherheitsebene, die im Ernstfall unterstützen kann und zugleich von der Community mitgetragen wird. Unser Ziel ist es, Sicherheit nicht als etwas Bedrohliches oder Einschränkendes zu vermitteln, sondern als selbstverständlichen Bestandteil des modernen Alltags.

Hill & Daute: Welche anderen Maßnahmen werden derzeit ergriffen, um dieses Problem zu lösen? Wo kann Ihr Ansatz dazu beitragen, Frauen mehr Sicherheit zu geben?

Lehmann: Wir haben uns zunächst bewusst mit einer Lösung beschäftigt, die sofort eingesetzt werden kann – noch bevor unsere App vollständig verfügbar ist. Die App befindet sich aktuell in der Beta-Testphase. Bei der sofort einsetzbaren Lösung handelt es sich um unsere Drinkschutzdeckel, die insbesondere Frauen vor K.-o.-Tropfen schützen sollen. Sie bieten eine einfache Möglichkeit, das eigene Getränk beim Ausgehen besser zu schützen. Für uns ist das ein erster konkreter Schritt. Langfristig möchten wir mit P3ACH jedoch deutlich weiter gehen und verschiedene Sicherheitslösungen miteinander verbinden: physisch, digital und vor allem über eine starke Community.

Hill & Daute: Sie verbinden auch den Stiftungsgedanken mit Ihrer Kommunikation. Wie kam es zu dieser Idee?

Markus Hill, Monika Kirse-Wenzel, Jacqueline Lehmann & Mary Daute

Lehmann: Der Gedanke war von Anfang an Teil von P3ACH. Wir wollten kein Unternehmen aufbauen, das ausschließlich kommerziell denkt, sondern eines, das zugleich eine echte gesellschaftliche Wirkung erzielt. Deshalb haben wir in diesem Jahr den P3ACH Verein gegründet, den Monika Kirse-Wenzel als Geschäftsführerin führt. So verbinden wir unser Sicherheitskonzept mit sozialem Engagement. Bei jedem verkauften Drinkschutzdeckel wird ein Teil des Erlöses an eine Brustkrebs-Stiftung in Deutschland gespendet. Damit möchten wir zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung kein Widerspruch sein müssen. Für uns bedeutet P3ACH deshalb nicht nur Sicherheit, sondern auch Solidarität – und die Idee, gemeinsam etwas zu bewegen.

Hill & Daute: Was sind Ihre nächsten Aktivitäten in der DACH-Region?

Lehmann: Unser nächster Schritt ist der erste große Auftritt beim Abschlusskonzert der Hamburger Goldkehlchen im Volksparkstadion in Hamburg. Dort werden unsere Drinkschutzdeckel erhältlich sein. Gleichzeitig treten wir gemeinsam mit der Brustkrebs-Stiftung auf, um ihre wertvolle Arbeit sichtbar zu machen und Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen. Das ist für uns ein wichtiger nächster Schritt, weil wir P3ACH nicht nur als Produkt präsentieren möchten, sondern als Bewegung, die Sicherheit, Community und gesellschaftliches Engagement miteinander verbindet.

Hill & Daute: Vielen Dank für das Gespräch.

INFORMATION:

P3ach

Fundplat

Dialog & Information:

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – KANAL

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – GRUPPE

FONDSBOUTIQUEN auf LINKEDIN – KANAL

FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI-Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Themen, Interessen, Dialog (Auswahl & „Snapshots“)

25.2.2026, Frankfurt – „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement“

(Markus Hill – Moderation: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

26.2.2026, Frankfurt – „Forum für Digitale Vermögenswerte (FDV)“

Redaktion – Themenspecial „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement & Digital Assets“

(Interviews / Gastbeiträge, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)

17.3.2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – „Private Markets, Family Offices & Stiftungen – Due Diligence & Ausblick 2026”

(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Geschäftsführer, VIRATIO GmbH)

Interview mit Christian Hommens  SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Frühjahr 2026Investorenstudie „Präferenzen institutioneller Investoren bei Immobilien & Alternative Investments“

(Markus Hill – Moderation, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Beispiel 2025)

16.4.2026 – „köln let’s talk“ – Bettina Timmler – Immobilien & Dialog

(Medienpartnerschaft)

12.5.2026, Frankfurt: „Value Investing & Rohstoffe & MORE“

(Markus Hill – Moderation & Kurzintro „Fondsboutiquen & USA-Formel“ – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANZPLATZ SCHWEIZ)

17.6.2026, Zürich: Insights – “Family Offices & Fondsboutiquen” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Vortrag – Markus Hill)

24.9.2026, Luzern: „Swiss Digital Finance Conference 2026“ – Markus Hill (PARTNER) spricht mit Jan Carlos Janke, Dozent im Themenfeld Digital Business & Innovation der Hochschule Luzern – Informatik

10.11.2026, Frankfurt: „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Finanzplatz Liechtenstein“

(Markus Hill – Moderation – LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband: Panel & Vorträge)

Input, Ideen & Anregungen zu den oben genannten Themen sind willkommen:

info@markus-hill.com / +49 (0) 163 4616 179

Photo: Pixabay & Finanzplatz Frankfurt

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