FINANZPLATZ FRANKFURT & FINANZPLATZ SCHWEIZ: Uetliberg, Frauen und Sicherheit – Technologie, Community, Stiftungen & Drinkschutzdeckel (INTERVIEW – Jacqueline Lehmann, CEO – P3ACH)

Der Finanzplatz Schweiz bringt eine Vielfalt von interessanten Personen in den Dialog. Auch dieses Jahr ergab sich bei dem THE FINANCE & FUTURE-Summit (Thomas Caduff)  am Uetliberg die Gelegenheit zum Kennenlernen von verschiedenen „Out-of-the-Box“-Themen, Frauen & Sicherheit. Wie kann ein persönliches Erlebnis den Blick auf dieses gesellschaftliche Problem grundlegend verändern? Bei Jacqueline Lehmann, CEO (P3ACH) war es die Belästigung durch einen Taxifahrer auf dem Weg zum Flughafen. Aus der eigenen Erfahrung entstand die Frage: Wie lässt sich Frauen im Alltag mehr Sicherheit geben – praktisch, digital und getragen von einer Gemeinschaft?

Im Gespräch mit Markus Hill & Mary Daute für FINANZPLATZ FRANKFURT erläutert Frau. Lehmann, CEO von  P3ACH warum Sicherheit nicht mit Angst kommuniziert werden sollte, welche Rolle die Community spielt und weshalb wirtschaftlicher Erfolg und soziale Wirkung zusammengehören.

Hill & Daute: Wir haben uns am 17. Juni 2026 beim „The Finance & Future“-Summit auf dem Uetliberg kennengelernt. Womit beschäftigen Sie sich derzeit intensiv?

Lehmann: Aktuell beschäftige ich mich sehr intensiv mit dem Thema Sicherheit im Alltag – insbesondere mit Frauensicherheit, Gewaltprävention und dem Schutz vor Übergriffen. Leider erleben wir, dass Frauen sich an vielen Orten zunehmend unsicher fühlen: auf dem Nachhauseweg, am Bahnhof, beim Ausgehen, beim Joggen oder ganz einfach im Alltag. Dabei sollte sich niemand in unserer Gesellschaft ständig Gedanken darüber machen müssen, ob der eigene Weg nach Hause sicher ist.

Hill & Daute: Das Thema Sicherheit von Frauen steht aktuell stark im Fokus bei Ihnen. Was war der Auslöser, sich intensiver damit auseinanderzusetzen?

Lehmann: Zum einen gab es ein persönliches Erlebnis: Ich wurde auf dem Weg zum Flughafen von einem Taxifahrer belästigt. Dieses Erlebnis hat mich dazu gebracht, mich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Sehr schnell wurde mir bewusst, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt. Belästigung, Übergriffe und Gewalt können Frauen an ganz unterschiedlichen Orten und in ganz unterschiedlichen Situationen begegnen. Daraus entstand der Wunsch, nicht nur über das Problem zu sprechen, sondern konkret etwas zu entwickeln, das Frauen mehr Sicherheit und ein stärkeres Gefühl von Selbstbestimmung gibt.

Hill & Daute: Welche besonderen Funktionen oder Ansätze bietet Ihr Unternehmen beziehungsweise Ihre App, um die Sicherheit von Frauen zu verbessern?

Mary Daute, Finanzplatz Frankfurt Am Main, Jacqueline Lehmann, CEO P3ACH – Uetliberg, Fundplat.com

Lehmann: Wir entwickeln derzeit eine App, die Frauen miteinander verbindet und einen sicheren Raum für Austausch, Unterstützung und Prävention schafft. Ein zentraler Gedanke ist, Frauen auf ihren Wegen begleiten zu können – beispielsweise auf dem Nachhauseweg oder beim Joggen. Wir möchten eine digitale Sicherheitsebene schaffen, die Frauen im Alltag unterstützt und ihnen ein Stück Sicherheit zurückgibt. Dabei setzen wir sehr stark auf Community. Gleichzeitig möchten wir sichere Fahrdienste integrieren und einen digitalen „Bodyguard“ entwickeln: eine intelligente Sicherheitsebene, die im Ernstfall unterstützen kann und zugleich von der Community mitgetragen wird. Unser Ziel ist es, Sicherheit nicht als etwas Bedrohliches oder Einschränkendes zu vermitteln, sondern als selbstverständlichen Bestandteil des modernen Alltags.

Hill & Daute: Welche anderen Maßnahmen werden derzeit ergriffen, um dieses Problem zu lösen? Wo kann Ihr Ansatz dazu beitragen, Frauen mehr Sicherheit zu geben?

Lehmann: Wir haben uns zunächst bewusst mit einer Lösung beschäftigt, die sofort eingesetzt werden kann – noch bevor unsere App vollständig verfügbar ist. Die App befindet sich aktuell in der Beta-Testphase. Bei der sofort einsetzbaren Lösung handelt es sich um unsere Drinkschutzdeckel, die insbesondere Frauen vor K.-o.-Tropfen schützen sollen. Sie bieten eine einfache Möglichkeit, das eigene Getränk beim Ausgehen besser zu schützen. Für uns ist das ein erster konkreter Schritt. Langfristig möchten wir mit P3ACH jedoch deutlich weiter gehen und verschiedene Sicherheitslösungen miteinander verbinden: physisch, digital und vor allem über eine starke Community.

Hill & Daute: Sie verbinden auch den Stiftungsgedanken mit Ihrer Kommunikation. Wie kam es zu dieser Idee?

Monika Kirse-Wenzel, Verein Geschäftsführerin

Lehmann: Der Gedanke war von Anfang an Teil von P3ACH. Wir wollten kein Unternehmen aufbauen, das ausschließlich kommerziell denkt, sondern eines, das zugleich eine echte gesellschaftliche Wirkung erzielt. Deshalb haben wir in diesem Jahr den P3ACH Verein gegründet, den Monika Kirse-Wenzel als Geschäftsführerin führt. So verbinden wir unser Sicherheitskonzept mit sozialem Engagement. Bei jedem verkauften Drinkschutzdeckel wird ein Teil des Erlöses an eine Brustkrebs-Stiftung in Deutschland gespendet. Damit möchten wir zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung kein Widerspruch sein müssen. Für uns bedeutet P3ACH deshalb nicht nur Sicherheit, sondern auch Solidarität – und die Idee, gemeinsam etwas zu bewegen.

Hill & Daute: Was sind Ihre nächsten Aktivitäten in der DACH-Region?

Lehmann: Unser nächster Schritt ist der erste große Auftritt beim Abschlusskonzert der Hamburger Goldkehlchen im Volksparkstadion in Hamburg. Dort werden unsere Drinkschutzdeckel erhältlich sein. Gleichzeitig treten wir gemeinsam mit der Brustkrebs-Stiftung auf, um ihre wertvolle Arbeit sichtbar zu machen und Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen. Das ist für uns ein wichtiger nächster Schritt, weil wir P3ACH nicht nur als Produkt präsentieren möchten, sondern als Bewegung, die Sicherheit, Community und gesellschaftliches Engagement miteinander verbindet.

Hill & Daute: Vielen Dank für das Gespräch.

INFORMATION:

P3ach

Fundplat

Dialog & Information:

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – KANAL

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – GRUPPE

FONDSBOUTIQUEN auf LINKEDIN – KANAL

FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI-Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Themen, Interessen, Dialog (Auswahl & „Snapshots“)

25.2.2026, Frankfurt – „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement“

(Markus Hill – Moderation: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

26.2.2026, Frankfurt – „Forum für Digitale Vermögenswerte (FDV)“

Redaktion – Themenspecial „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement & Digital Assets“

(Interviews / Gastbeiträge, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)

17.3.2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – „Private Markets, Family Offices & Stiftungen – Due Diligence & Ausblick 2026”

(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Geschäftsführer, VIRATIO GmbH)

Interview mit Christian Hommens  SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Frühjahr 2026Investorenstudie „Präferenzen institutioneller Investoren bei Immobilien & Alternative Investments“

(Markus Hill – Moderation, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Beispiel 2025)

16.4.2026 – „köln let’s talk“ – Bettina Timmler – Immobilien & Dialog

(Medienpartnerschaft)

12.5.2026, Frankfurt: „Value Investing & Rohstoffe & MORE“

(Markus Hill – Moderation & Kurzintro „Fondsboutiquen & USA-Formel“ – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANZPLATZ SCHWEIZ)

17.6.2026, Zürich: Insights – “Family Offices & Fondsboutiquen” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Vortrag – Markus Hill)

24.9.2026, Luzern: „Swiss Digital Finance Conference 2026“ – Markus Hill (PARTNER) spricht mit Jan Carlos Janke, Dozent im Themenfeld Digital Business & Innovation der Hochschule Luzern – Informatik

10.11.2026, Frankfurt: „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Finanzplatz Liechtenstein“

(Markus Hill – Moderation – LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband: Panel & Vorträge)

Input, Ideen & Anregungen zu den oben genannten Themen sind willkommen:

info@markus-hill.com / +49 (0) 163 4616 179

Photo: Pixabay & Finanzplatz Frankfurt

FRANKFURT AS A FINANCIAL CENTER & SWITZERLAND AS A FINANCIAL CENTER: Artificial Intelligence, Quantum Computing, Blockchain—Technology Convergence, Digital Sovereignty, and the Restructuring of  the Financial Architecture—September 24, 2026 (INTERVIEW—Jan Carlos Janke, Lucerne University of Applied Sciences and Arts)

Swiss Digital Finance Conference 2026, Digital Sovereignty Index, E-ID, and Digital Trust: Artificial intelligence, blockchain, digital identities, quantum computing, and new data infrastructures are often viewed as separate technological trends. In practice, however, these developments are increasingly beginning to converge.

This is precisely where the Swiss Digital Finance Conference 2026, hosted by Lucerne University of Applied Sciences and Arts on September 24, 2026, in Rotkreuz, comes in.

Under the theme “Technology Convergence – Redefining the Financial Architecture,” representatives from the financial sector, technology, academia, and the professional world will discuss what happens when individual innovations give rise to a new digital architecture.

But as technological interconnectivity increases, another question takes center stage:

To what extent do companies still retain sovereignty within these new digital structures?

This question leads directly to the next initiative from the Lucerne University of Applied Sciences and Arts: the Digital Sovereignty Index 2026, whose results will be presented on October 6, 2026, in Rotkreuz and discussed with representatives from business, technology, and academia.

Markus Hill discusses the connection between these topics with Jan Carlos Janke, a lecturer in the Digital Business & Innovation program at Lucerne University of Applied Sciences and Arts – Computer Science, project manager of the Swiss Digital Finance Conference, co-director of the Digital Sovereignty Index, and co-program director of the new CAS Digital Identity & Trust program.

Jan Carlos Janke, Hochschule Luzern

Hill: Mr. Janke, why do you think we need a Swiss Digital Finance Conference at all? There are already numerous banking, fintech, and technology conferences.Janke: That’s precisely why. Many events focus on individual aspects: AI, blockchain, digital assets, cybersecurity, fintech, or regulation. Our basic premise is different: The truly relevant changes are increasingly emerging at the intersections of these technologies. The financial industry isn’t simply experiencing another wave of digitization. We’re seeing a combination of artificial intelligence, highly automated processes, blockchain and distributed ledger infrastructures, digital identities, new forms of digital assets, and, looking ahead, quantum computing. The crucial question, therefore, is no longer just: Which technology will prevail? Rather: What happens when these technologies interact with one another and, through “ ,” enable new business models, processes, and market structures? This is precisely the perspective we aim to facilitate with the Swiss Digital Finance Conference.

Hill: Is that why the theme for 2026 is “Technology Convergence – Redefining the Financial Architecture”?

Janke: Exactly. We don’t want to discuss technology as an end in itself. AI, for example, can automate processes, analyze information, and prepare decisions. Blockchain and distributed ledger technologies can create new transaction and ownership structures. Digital identities and verifiable proofs, in turn, can clarify who or what is actually acting within digital processes and with what authorization. If, in the future, autonomous AI agents also trigger transactions or carry out business processes independently, these questions will become even more important. This quickly takes us from individual technologies to architecture: How do we design financial systems in which data, identities, assets, and automated actors can interact securely and trustworthily with one another?

Markus Hill, Finanzplatz Frankfurt am Main & Jan Carlos Janke, Hochschule Luzern

Hill: With Damir Bogdan, you’ve secured an expert in business transformation, AI, and quantum computing as a keynote speaker. What do you expect from his presentation?

Janke: His keynote, “Technology Convergence – AI, Quantum Computing, and the Race for Execution,” offers a perspective that’s important to us: Technological capabilities alone do not create a competitive advantage. What’s becoming increasingly crucial is the ability of organizations to meaningfully combine different technologies and translate them into scalable business models and processes. In my view, this also shifts the focus of management. It’s not enough to know which technologies might become relevant. Companies must be able to decide where to invest, which capabilities they want to control themselves, which ecosystems to leverage, and where dependencies are acceptable. And that brings us right to the topic of digital sovereignty.

Hill: Is that the connection to the Digital Sovereignty Index?

Janke: Yes—and that’s exactly why I don’t view the two events in isolation from one another. The Swiss Digital Finance Conference first asks: How is technological convergence changing the architecture of the financial system? A few days later, the Digital Sovereignty Index poses the follow-up question: How capable of acting and how self-determined are companies within this increasingly complex digital architecture? Together with our industry partner ti&m, the Lucerne University of Applied Sciences and Arts is using the Digital Sovereignty Index to examine how Swiss organizations assess digital sovereignty and what capabilities are necessary to achieve it. Among other things, this involves strategic and technological dependencies, data, infrastructure, governance, and the ability of organizations to shape their digital transformation in a self-determined manner. On October 6, 2026, we will present the results to the public for the first time and discuss them with experts from the fields of business, technology, and academia. Our goal is not to engage in an abstract debate about technological independence. Companies will continue to use international technology providers, cloud infrastructures, platforms, and specialized software in the future. The crucial question is rather: Where does an efficient division of labor give rise to a strategically problematic dependency—and does an organization still have sufficient options, expertise, and control to act autonomously?

Hill: What role do digital identities play in this context?

Janke: A very central one. We’re moving toward digital ecosystems where it’s no longer just people interacting with one another. Companies, government agencies, platforms, machines, and—increasingly—AI agents must all have roles, permissions, and credentials. Digital identity therefore means far more than just logging in or authenticating. With the Swiss e-ID, the swiyu Wallet, the federal government’s trust infrastructure, and verifiable credentials, an infrastructure is currently emerging that will make trustworthy digital interactions significantly easier and more automated. We are engaged with this development both in research and across various ecosystems, including within the context of DIDAS—theDigital Identity and Data Sovereignty Association—and the DIDAS Launchpad for the swiyu Ecosystem. The fundamental idea behind this is important: People and organizations should be able to use digital credentials reliably without having to exchange complete data sets with every interaction or rely on central platforms as the sole authority of trust. For me, this is a good example of how digital sovereignty does not mean isolating oneself technologically. On the contrary: sovereignty arises through choice, interoperability, and thoughtfully designed digital ecosystems.

Hill: You’re now incorporating these topics into continuing education programs at Lucerne University of Applied Sciences and Arts.

Janke: Yes. For me, this is exactly where the circle closes between research, practice, and continuing education. In the Digital Business & Innovation program at the Lucerne University of Applied Sciences and Arts, we explore how digital technologies are transforming business models, processes, and entire organizations—and how companies can actively shape this transformation. We deliberately focus on more than just individual technologies. We examine the interplay between technology, business models, innovation, organization, and digital ecosystems. A new component within this field is the CAS in Digital Identity & Trust, which I co-direct with Prof. Dr. Oliver Gilbert. Here, we examine digital identities, e-IDs, wallets, and verifiable credentials from more than just a technological perspective. Equally important are business models, governance, trust frameworks, interoperability, digital ecosystems, and digital sovereignty. After all, companies will need specialists and executives in the future who can bring these different perspectives together. Ultimately, this follows the same logic as the Swiss Digital Finance Conference: technology, business, and governance can be viewed less and less in isolation from one another.

Hill: Why is the financial sector particularly interesting in light of this development?

Janke: The financial industry is probably one of the sectors where this convergence is particularly evident. Banks already have complex identity, compliance, and transaction infrastructures in place. At the same time, new opportunities are emerging through AI, tokenization, digital assets, automated business processes, and digital credentials. Imagine, for example, a more highly automated financial process in which not only a customer’s identity is verified, but also their affiliation with a company, authority to act on behalf of the company, or regulatory documentation can be verified digitally and in a machine-readable format. If such documentation is available in an interoperable format, processes can be fundamentally reimagined. If we look ahead and combine this with AI agents, another dimension emerges. Then we must not only know who a person is, but also: On whose behalf is a digital agent acting? What powers does it have? And on what basis is it authorized to initiate a specific transaction? These are questions that touch on technology, governance, liability, regulation, cybersecurity, and trust all at once.

Hill: Frankfurt and Switzerland are two major financial and innovation hubs. Where do you see opportunities for greater collaboration?

Janke: Plenty. I worked in Frankfurt for several years myself and find the two ecosystems to be highly complementary. Frankfurt boasts an enormous concentration of banks, asset managers, regulatory bodies, infrastructure companies, and institutional investors. Switzerland, on the other hand, has a strong innovation ecosystem centered on fintech, blockchain, digital assets, digital identities, and new digital trust infrastructures. That’s why, especially when it comes to topics like tokenization, AI in the financial sector, digital identity, or digital sovereignty, it’s worthwhile to exchange ideas across national and ecosystem boundaries. Technological transformation doesn’t stop at national borders anyway. In my view, the Swiss Digital Finance Conference on September 24 offers an ideal platform for this.

Hill: What should participants take away from the Swiss Digital Finance Conference?

Janke: Ideally, not just a list of new technologies. I want them to recognize the connections. Which technologies are beginning to reinforce one another? What new business models are emerging from this? What infrastructure is needed for this? Where are new dependencies arising? And what capabilities does my organization need to build today so that it can still make autonomous decisions tomorrow? If, the next morning, someone in the company doesn’t ask: “Do we need AI, blockchain, or quantum computing now, too?” but instead: “How does the combination of these developments change our future architecture and our strategic options?” then we’ve achieved a great deal. And the discussion doesn’t end on September 24. On the contrary. I see the Swiss Digital Finance Conference on September 24 and the presentation of the Digital Sovereignty Index on October 6 as two stages of the same discussion. The first event focuses more on the technological future of financial architecture. The second provides a data-driven assessment of where we stand: How well are Swiss organizations prepared for precisely this future—and how sovereignly can they actually shape their digital transformation? In between lie topics such as e-ID, digital identities, verifiable credentials, swiyu, AI, the cloud, blockchain, and new digital ecosystems. It is precisely this connection between technology, business, and transformation that also defines the Digital Business & Innovation program at Lucerne University of Applied Sciences and Arts and the new CAS in Digital Identity & Trust. What ultimately ties all these topics together is a central management question: How do we leverage the opportunities of an increasingly interconnected digital world without losing control over our own ability to act? This is exactly what the financial sector, technology companies, academia, and policymakers should be discussing together right now.

About Jan Carlos Janke

Jan Carlos Janke is a lecturer in the Digital Business & Innovation program at Lucerne University of Applied Sciences and Arts – Computer Science.

He is the project manager of the Swiss Digital Finance Conference, co-director of the Digital Sovereignty Index 2026, and co-program director of the CAS Digital Identity & Trust program.

His work lies at the intersection of digital finance, technological innovation, digital identities, blockchain, digital assets, digital ecosystems, and digital sovereignty.

About Markus Hill (Swiss Digital Finance Conference 2026)

Markus Hill is an independent asset management consultant and has been active for many years as a specialist author, moderator, and interviewer at the intersection of asset management, the fund industry, and the financial sector.

Further Information

Swiss Digital Finance Conference 2026 – September 24, 2026

Swiss Digital Finance Conference

Digital Sovereignty Index – Presentation and Discussion on October 6, 2026

www.hslu.ch

HSLU Research Area: Digital Business & Innovation

www.hslu.ch.de-ch.informatik

Dialogue & Information:

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN on LINKEDIN – CHANNEL

FRANKFURT AM MAIN FINANCIAL CENTER on LINKEDIN – GROUP

FUND BOUTIQUES on LINKEDIN – CHANNEL

FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Topics, Interests, Dialogue (Selection & “Snapshots”)

February 25, 2026, Frankfurt – “Frankfurt am Main Financial Center Meets Wealth Management”

(Markus Hill – Moderators: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

February 26, 2026, Frankfurt – “Forum for Digital Assets (FDV)”

Editorial Team – Special Feature “Frankfurt am Main Financial Center Meets Wealth Management & Digital Assets”

(Interviews / Guest Contributions, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)

March 17, 2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – “Private Markets, Family Offices & Foundations – Due Diligence & Outlook 2026”

(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Managing Director, VIRATIO GmbH)

Interview with Christian Hommens – SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Spring 2026Investor Study “Preferences of Institutional Investors in Real Estate & Alternative Investments”

(Markus Hill – Moderator, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Example 2025)

April 16, 2026 – “köln let’s talk” – Bettina Timmler – Real Estate & Dialogue

(Media Partnership)

May 12, 2026, Frankfurt: “Value Investing & Commodities & MORE”

(Markus Hill – Moderator & brief introduction “Fund Boutiques & the U.S. Formula” – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANCIAL CENTER SWITZERLAND)

June 17, 2026, Zurich: Insights – “Family Offices & Fund Boutiques” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Presentation – Markus Hill)

September 24, 2026, Lucerne: “Swiss Digital Finance Conference 2026” – Markus Hill (PARTNER) speaks with Jan Carlos Janke, lecturer in Digital Business & Innovation at Lucerne University of Applied Sciences and Arts – Computer Science

November 10, 2026, Frankfurt: “Frankfurt am Main Financial Center Meets Liechtenstein Financial Center”

(Markus Hill – Moderator – LAFV Liechtenstein Investment Fund Association: Panel & Presentations)

Input, ideas, and suggestions on the topics mentioned above are welcome:

info@markus-hill.com / +49 (0) 163 4616 179

Photo: Pixabay

FINANCIAL CENTER FRANKFURT & FINANCIAL CENTER LIECHTENSTEIN: “Independent wealth managers, family offices, banks, and specialized asset managers in particular benefit from this unique positioning of Liechtenstein as a fund center.” (INTERVIEW – David Gamper, LAFV Liechtenstein Investment Fund Association)

Published 

Liechtenstein’s fund industry is growing—Markus Hill spoke with David Gamper, Managing Director of the Liechtenstein Investment Fund Association (LAFV), on behalf of FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN, about the specialization in private-label funds, the role of dialogue-oriented supervision, and the biggest obstacle to growth: international recognition. Other topics include the recent roadshow in London and the question of why the British market is particularly interesting for Liechtenstein in the long term. On November 10, 2026, the LAFV will continue the dialogue in Frankfurt.

Hill: How is the Liechtenstein fund industry performing this year?
Gamper: We can be very satisfied with the first half of the year. Assets under management have risen by about 9%. Slightly more than a third of this growth is attributable to net inflows, with the remainder coming from price and currency gains. The number of new fund launches is also above last year’s level. This came as quite a surprise to us, as many of our members were simultaneously heavily occupied with implementing AIFMD II. These regulatory adjustments tied up significant personnel and organizational resources. It is therefore all the more gratifying that the industry was nevertheless able to maintain its growth momentum.

David Gamper, LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband

Hill: You were just on a roadshow in London—not for the first time. Do you sense a change in the UK now?
Gamper: Yes, we’re seeing a very encouraging trend. Until a few years ago, Liechtenstein as a fund domicile was virtually unknown in the UK . We therefore had to lay the groundwork first and build awareness of the location in the first place. We only began targeted market development a few years ago; relative to the size of the UK market, we’re still operating on a comparatively modest budget. This makes it all the more gratifying that our efforts are increasingly bearing fruit. The number of participants in our roadshows is growing with each event. We’re having significantly more in-depth discussions with asset managers and service providers and are receiving more concrete inquiries. This is now also reflected in a growing number of funds being established in Liechtenstein by British asset managers. The British market is one of the largest and most international fund and asset management markets in Europe. Awareness and trust do not develop overnight there. However, developments to date show that Liechtenstein—with its short decision-making processes, high regulatory standards, and access to the European single market—is attracting increasing interest. We are convinced that in the UK, we are only at the beginning and still have considerable growth potential.

Hill: Liechtenstein is considered an important location for private-label funds. What is its particular strength?
Gamper: In recent years, Liechtenstein has deliberately positioned itself as a center of excellence for private-label funds. While major fund domiciles such as Luxembourg or Ireland primarily cater to international asset managers with very large fund volumes and structure their operations around economies of scale, Liechtenstein focuses on a different market segment. Here, private-label funds are not a niche product, but rather the core of the fund market. That is why all stakeholders—fund managers, custodian banks, specialized service providers, and the financial market supervisory authority—share a common interest in continuously improving the framework conditions for fund initiators and designing efficient processes. Independent asset managers, family offices, banks, and specialized asset managers in particular benefit from this unique positioning of Liechtenstein as a fund center. They find contacts who understand their business model, short decision-making paths, and a regulatory environment that enables innovation while ensuring high quality and compliance standards. This specialization is a genuine competitive advantage: In Liechtenstein, fund initiators are not just one of many clients—they are the focus of attention. This enables close collaboration, customized solutions, and a high quality of service—factors that are crucial in the private-label business.

Markus Hill, FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN

Hill: What role does the Financial Market Authority play in the location’s attractiveness?
Gamper: The Financial Market Authority is a key factor in our success. An attractive fund center requires high regulatory standards and legal certainty, but also a regulator that seeks dialogue with market participants and facilitates efficient processes. It is precisely this combination that sets Liechtenstein apart. A particular advantage is the close and direct communication. Every fund company has a personal point of contact at the Financial Market Authority. Regular communication is not only possible but expressly encouraged. This is particularly helpful when dealing with more complex fund structures or innovative asset classes: early dialogue clarifies regulatory issues and efficiently prepares the approval process. The division of roles remains clear throughout. The Financial Market Authority does not act in an advisory capacity, but sees itself as an accessible and dialogue-oriented authority. Verena Schlömer of the Financial Market Authority recently put this aptly before fund sponsors: “We are not advisors, but we are happy to consult with you.” This statement sums up the Liechtenstein approach very well: talking to one another early on, fostering mutual understanding, and finding solutions within the regulatory framework. Short decision-making paths, dedicated points of contact, and constructive dialogue provide planning certainty. This allows even challenging fund projects to be implemented efficiently. Many market participants particularly appreciate this distinction when comparing Liechtenstein to other international markets.

Hill: How does European regulation affect a small fund center like Liechtenstein?
Gamper: European regulation naturally has a noticeable impact on a small fund center. For small and medium-sized companies—which are typical here—implementing new requirements often entails considerable effort and additional resources. At the same time, Liechtenstein has an important advantage: The regulator implements European requirements in a targeted manner and—unlike some other fund centers—avoids imposing additional restrictions beyond those set by Brussels. This pragmatic approach strikes a balance between necessary regulation and competitiveness. Both local companies and fund sponsors benefit from this. They receive a reliable regulatory framework without unnecessary additional hurdles. For a small fund center, it is crucial to remain efficient while meeting high European standards.

Hill: What is currently the biggest obstacle to further growth?
Gamper: In our view, the biggest obstacle is not the quality of the location, but its visibility. Anyone who gets to know Liechtenstein as a fund location more closely is generally convinced by the framework conditions and the ecosystem’s capabilities. Many then wonder why growth isn’t even stronger—and usually reach the same conclusion: Liechtenstein’s strengths are still not well known internationally. Luxembourg and Ireland have been established as fund domiciles for decades and invest significant resources in their international marketing. Our association is working with a comparatively limited budget to gradually increase awareness—through roadshows, social media, and direct engagement with fund sponsors such as asset managers, wealth managers, and family offices. I am convinced that the more potential fund sponsors get to know Liechtenstein, the stronger the growth will be. Our task, therefore, is to further increase visibility and promote the location’s strengths even more effectively in international markets.

Hill: When will you be in Germany next?
Gamper: We’ll be in Frankfurt on November 10, 2026. Joining us will be the Deputy Ambassador in Berlin, H.E. Ulrich von Liechtenstein; Klaus Deng, Senior Partner at Brehmer & CIE. Family Office; Verena Schlömer from the Liechtenstein Financial Market Authority ( ); Florian Steiger, CEO and founder of Icosa Investments AG; Thomas Marte, President of the LAFV; and myself. Those interested can find more information and register on our website.

Hill: Thank you very much for the interview.

Frankfurt as a Financial Center Meets Liechtenstein as a Fund Center” – Event Announcement & Registration:

Information and Registration

Dialogue & Information:

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN on LINKEDIN – CHANNEL

FRANKFURT AM MAIN FINANCIAL CENTER on LINKEDIN – GROUP

FUND BOUTIQUES on LINKEDIN – CHANNEL

FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Topics, Interests, Dialogue (Selection & “Snapshots”)

February 25, 2026, Frankfurt – “Frankfurt am Main Financial Center Meets Wealth Management”

(Markus Hill – Moderators: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

February 26, 2026, Frankfurt – “Forum for Digital Assets (FDV)”

Editorial Team – Special Feature “Frankfurt am Main Financial Center Meets Wealth Management & Digital Assets”

(Interviews / Guest Contributions, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)

March 17, 2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – “Private Markets, Family Offices & Foundations – Due Diligence & Outlook 2026”

(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Managing Director, VIRATIO GmbH)

Interview with Christian Hommens – SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Spring 2026Investor Study “Preferences of Institutional Investors in Real Estate & Alternative Investments”

(Markus Hill – Moderator, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Example 2025)

April 16, 2026 – “köln let’s talk” – Bettina Timmler – Real Estate & Dialogue

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May 12, 2026, Frankfurt: “Value Investing & Commodities & MORE”

(Markus Hill – Moderator & brief introduction “Fund Boutiques & the U.S. Formula” – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANCIAL CENTER SWITZERLAND)

June 17, 2026, Zurich: Insights – “Family Offices & Fund Boutiques” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Presentation – Markus Hill)

September 24, 2026, Lucerne: “Swiss Digital Finance Conference 2026” – Markus Hill (PARTNER) speaks with Jan Carlos Janke, lecturer in Digital Business & Innovation at Lucerne University of Applied Sciences and Arts – Computer Science

November 10, 2026, Frankfurt: “Frankfurt am Main Financial Center Meets Liechtenstein Financial Center”

(Markus Hill – Moderator – LAFV Liechtenstein Investment Fund Association: Panel & Presentations)

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Source: IPE D.A.CH

FINANZPLATZ FRANKFURT & FINANZPLATZ LIECHTENSTEIN: „Gerade unabhängige Vermögensverwalter, Family Offices, Banken und spezialisierte Asset Manager profitieren von dieser besonderen Positionierung des Fondsplatzes Liechtenstein“ (INTERVIEW – David Gamper, LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband)

Der Fondsplatz Liechtenstein wächst – Markus Hill sprach für FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN mit David Gamper, Geschäftsführer des Liechtensteinischen Anlagefondsverbands (LAFV), über die Spezialisierung auf Private-Label-Fonds, die Rolle einer dialogorientierten Aufsicht und die noch immer größte Wachstumsbremse: die internationale Bekanntheit. Weitere Themen sind die jüngste Roadshow in London und die Frage, weshalb der britische Markt für Liechtenstein langfristig besonders interessant ist. Am 10. November 2026 setzt der LAFV den Dialog in Frankfurt fort.

Hill: Wie entwickelt sich die liechtensteinische Fondsbranche in diesem Jahr?
Gamper: Wir können mit dem ersten Halbjahr sehr zufrieden sein. Die Assets under Management sind um rund 9% gestiegen. Etwas mehr als ein Drittel dieses Wachstums ist auf Nettomittelzuflüsse zurückzuführen, der übrige Anstieg auf Kurs- und Währungsgewinne. Auch die Zahl der Fondsneugründungen liegt über dem Vorjahresniveau. Das hat uns durchaus überrascht, denn viele unserer Mitglieder waren gleichzeitig stark mit der Umsetzung der AIFMD II beschäftigt. Diese regulatorischen Anpassungen haben erhebliche personelle und organisatorische Ressourcen gebunden. Umso erfreulicher ist es, dass die Branche ihre Wachstumsdynamik dennoch beibehalten konnte.

David Gamper, LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband

Hill: Sie waren gerade auf Roadshow in London – nicht zum ersten Mal. Spüren Sie in Großbritannien inzwischen eine Veränderung?
Gamper: Ja, wir sehen eine sehr erfreuliche Entwicklung. Das Fondsdomizil Liechtenstein war in Großbritannien bis vor wenigen Jahren praktisch unbekannt. Wir mussten daher zunächst Grundlagenarbeit leisten und überhaupt ein Bewusstsein für den Standort schaffen. Die gezielte Marktbearbeitung haben wir erst vor wenigen Jahren aufgenommen; gemessen an der Größe des britischen Marktes arbeiten wir nach wie vor mit einem vergleichsweise bescheidenen Budget. Umso erfreulicher ist es, dass unsere Aktivitäten zunehmend Früchte tragen. Die Zahl der Teilnehmenden an unseren Roadshows wächst von Veranstaltung zu Veranstaltung. Wir führen deutlich mehr vertiefte Gespräche mit Asset Managern und Dienstleistern und verzeichnen mehr konkrete Anfragen. Inzwischen zeigt sich das auch in einer wachsenden Zahl von Fondsgründungen britischer Asset Manager in Liechtenstein. Der britische Markt gehört zu den größten und internationalsten Fonds- und Asset-Management-Märkten Europas. Bekanntheit und Vertrauen entstehen dort nicht über Nacht. Die bisherige Entwicklung zeigt jedoch, dass Liechtenstein mit kurzen Entscheidungswegen, hoher regulatorischer Qualität und Zugang zum europäischen Binnenmarkt auf ein zunehmendes Interesse stößt. Wir sind überzeugt: In Großbritannien stehen wir erst am Anfang und verfügen noch über erhebliches Wachstumspotenzial.

Hill: Liechtenstein gilt als wichtiger Standort für Private-Label-Fonds. Worin liegt die besondere Stärke?
Gamper: Liechtenstein hat sich in den vergangenen Jahren ganz bewusst als Kompetenzzentrum für Private-Label-Fonds positioniert. Während große Fondsdomizile wie Luxemburg oder Irland vor allem internationale Asset Manager mit sehr hohen Fondsvolumina adressieren und ihre Strukturen auf Skaleneffekte ausrichten, konzentriert sich Liechtenstein auf ein anderes Marktsegment. Private-Label-Fonds sind bei uns kein Nischenprodukt, sondern der Kern des Fondsmarktes. Deshalb haben alle Beteiligten – Fondsleitungen, Depotbanken, spezialisierte Dienstleister und Finanzmarktaufsicht – ein gemeinsames Interesse daran, die Rahmenbedingungen für Fondsinitiatoren kontinuierlich zu verbessern und Prozesse effizient zu gestalten. Gerade unabhängige Vermögensverwalter, Family Offices, Banken und spezialisierte Asset Manager profitieren von dieser besonderen Positionierung des Fondsplatzes Liechtenstein. Sie finden Ansprechpartner, die ihr Geschäftsmodell verstehen, kurze Entscheidungswege sowie ein regulatorisches Umfeld, das Innovation ermöglicht und zugleich hohe Qualitäts- und Compliance-Standards gewährleistet. Diese Spezialisierung ist ein echter Wettbewerbsvorteil: Fondsinitiatoren sind in Liechtenstein nicht einer von vielen Kunden, sondern stehen im Mittelpunkt. Das ermöglicht eine enge Zusammenarbeit, individuelle Lösungen und eine hohe Servicequalität – Faktoren, die im Private-Label-Geschäft entscheidend sind.

Hill: Welche Rolle spielt die Finanzmarktaufsicht für die Attraktivität des Standorts?
Gamper: Die Finanzmarktaufsicht ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Ein attraktiver Fondsplatz braucht hohe regulatorische Standards und Rechtssicherheit, aber ebenso eine Aufsicht, die den Dialog mit den Marktteilnehmern sucht und effiziente Prozesse ermöglicht. Genau diese Kombination zeichnet Liechtenstein aus. Ein besonderer Vorteil ist die enge und direkte Kommunikation. Jede Fondsgesellschaft verfügt über einen persönlichen Ansprechpartner bei der Finanzmarktaufsicht. Der regelmäßige Austausch ist nicht nur möglich, sondern ausdrücklich erwünscht. Das ist vor allem bei komplexeren Fondsstrukturen oder innovativen Anlageklassen hilfreich: Ein frühzeitiger Dialog klärt regulatorische Fragen und bereitet den Bewilligungsprozess effizient vor. Die Rollenverteilung bleibt dabei klar. Die Finanzmarktaufsicht übernimmt keine Beratungsfunktion, versteht sich aber als zugängliche und dialogorientierte Behörde. Verena Schlömer von der Finanzmarktaufsicht hat dies kürzlich vor Fondsinitiatoren treffend formuliert: «Wir sind keine Berater, beraten aber gerne mit Ihnen.» Dieser Satz bringt den liechtensteinischen Ansatz sehr gut auf den Punkt: frühzeitig miteinander sprechen, gegenseitiges Verständnis schaffen und Lösungen innerhalb des regulatorischen Rahmens finden. Kurze Wege, feste Ansprechpartner und ein konstruktiver Austausch schaffen Planungssicherheit. So lassen sich auch anspruchsvolle Fondsprojekte effizient umsetzen. Diesen Unterschied schätzen viele Marktteilnehmer im internationalen Vergleich besonders.

Hill: Wie wirkt sich die europäische Regulierung auf einen kleinen Fondsstandort wie Liechtenstein aus?
Gamper: Die europäische Regulierung hat für einen kleinen Fondsstandort natürlich spürbare Auswirkungen. Für kleine und mittelgroße Unternehmen, wie sie hierzulande typisch sind, bedeutet die Umsetzung neuer Anforderungen häufig erheblichen Aufwand und zusätzliche Ressourcen. Gleichzeitig besitzt Liechtenstein einen wichtigen Vorteil: Der Regulator setzt die europäischen Vorgaben zielgerichtet um und vermeidet – anders als manche andere Fondsstandorte – zusätzliche Verschärfungen über die Brüsseler Vorgaben hinaus. Diese pragmatische Herangehensweise schafft ein ausgewogenes Verhältnis zwischen notwendiger Regulierung und Wettbewerbsfähigkeit. Davon profitieren die ansässigen Unternehmen ebenso wie die Fondsinitiatoren. Sie erhalten einen verlässlichen regulatorischen Rahmen, ohne unnötige zusätzliche Hürden. Für einen kleinen Fondsstandort ist es entscheidend, effizient zu bleiben und gleichzeitig die hohen europäischen Standards zu erfüllen.

Markus Hill, FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN

Hill: Was ist derzeit das größte Hemmnis für weiteres Wachstum?
Gamper: Das größte Hemmnis ist aus unserer Sicht nicht die Qualität des Standorts, sondern seine Bekanntheit. Wer den Fondsstandort Liechtenstein näher kennenlernt, ist in der Regel von den Rahmenbedingungen und der Leistungsfähigkeit des Ökosystems überzeugt. Viele fragen sich dann, weshalb das Wachstum nicht noch stärker ausfällt – und gelangen meist zum gleichen Schluss: Die Stärken Liechtensteins sind international noch immer zu wenig bekannt. Luxemburg und Irland sind seit Jahrzehnten als Fondsdomizile etabliert und investieren erhebliche Mittel in ihre internationale Vermarktung. Unser Verband arbeitet mit einem vergleichsweise begrenzten Budget daran, die Bekanntheit Schritt für Schritt zu erhöhen – mit Roadshows, Social Media und dem direkten Austausch mit Fondsinitiatoren wie Asset Managern, Vermögensverwaltern und Family Offices. Ich bin überzeugt: Je mehr potenzielle Fondsinitiatoren Liechtenstein kennenlernen, desto stärker wird das Wachstum ausfallen. Unsere Aufgabe besteht daher darin, die Sichtbarkeit weiter zu erhöhen und die Stärken des Standorts noch gezielter in die internationalen Märkte zu tragen.

Hill: Wann sind Sie das nächste Mal in Deutschland?
Gamper: Wir werden am 10. November 2026 in Frankfurt sein. Mit dabei sind der stellvertretende Botschafter in Berlin, S.D. Ulrich von Liechtenstein, Klaus Deng, Senior Partner bei Brehmer & CIE. Family Office, Verena Schlömer von der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein, Florian Steiger, CEO und Gründer der Icosa Investments AG, Thomas Marte, Präsident des LAFV, und ich selbst. Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessierte auf unserer Website.

Hill: Vielen Dank für das Gespräch.

Finanzplatz Frankfurt trifft Fondsplatz Liechtenstein“ – Veranstaltungshinweis & Anmeldung:

Informationen und Anmeldung

Dialog & Information:

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – KANAL

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – GRUPPE

FONDSBOUTIQUEN auf LINKEDIN – KANAL

FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI-Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Themen, Interessen, Dialog (Auswahl & „Snapshots“)

25.2.2026, Frankfurt – „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement“

(Markus Hill – Moderation: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

26.2.2026, Frankfurt – „Forum für Digitale Vermögenswerte (FDV)“

Redaktion – Themenspecial „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement & Digital Assets“

(Interviews / Gastbeiträge, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)

17.3.2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – „Private Markets, Family Offices & Stiftungen – Due Diligence & Ausblick 2026”

(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Geschäftsführer, VIRATIO GmbH)

Interview mit Christian Hommens  SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Frühjahr 2026Investorenstudie „Präferenzen institutioneller Investoren bei Immobilien & Alternative Investments“

(Markus Hill – Moderation, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Beispiel 2025)

16.4.2026 – „köln let’s talk“ – Bettina Timmler – Immobilien & Dialog

(Medienpartnerschaft)

12.5.2026, Frankfurt: „Value Investing & Rohstoffe & MORE“

(Markus Hill – Moderation & Kurzintro „Fondsboutiquen & USA-Formel“ – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANZPLATZ SCHWEIZ)

17.6.2026, Zürich: Insights – “Family Offices & Fondsboutiquen” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Vortrag – Markus Hill)

24.9.2026, Luzern: „Swiss Digital Finance Conference 2026“ – Markus Hill (PARTNER) spricht mit Jan Carlos Janke, Dozent im Themenfeld Digital Business & Innovation der Hochschule Luzern – Informatik

10.11.2026, Frankfurt: „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Finanzplatz Liechtenstein“

(Markus Hill – Moderation – LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband: Panel & Vorträge)

Input, Ideen & Anregungen zu den oben genannten Themen sind willkommen:

info@markus-hill.com / +49 (0) 163 4616 179

Photo: Pixabay

Quelle: IPE D.A.CH

FINANZPLATZ FRANKFURT & FINANZPLATZ SCHWEIZ: Künstliche Intelligenz, Quantum Computing, Blockchain – Technologiekonvergenz, digitale Souveränität & Neuordnung der  Finanzarchitektur – 24.9.2026 (INTERVIEW – Jan Carlos Janke, Hochschule Luzern)

Swiss Digital Finance Conference 2026, Digital Sovereignty Index, E-ID und Digital Trust: Künstliche Intelligenz, Blockchain, digitale Identitäten, Quantencomputing und neue Dateninfrastrukturen werden häufig als voneinander getrennte Technologietrends betrachtet. In der Praxis beginnen diese Entwicklungen jedoch zunehmend miteinander zu verschmelzen.

Genau hier setzt die Swiss Digital Finance Conference 2026 der Hochschule Luzern am 24. September 2026 in Rotkreuz an.

Unter dem Leitthema «Technology Convergence – Redefining the Financial Architecture» diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Finanzwirtschaft, Technologie, Wissenschaft und Praxis, was passiert, wenn aus einzelnen Innovationen eine neue digitale Architektur entsteht.

Doch mit zunehmender technologischer Vernetzung rückt eine weitere Frage in den Mittelpunkt:

Wie souverän sind Unternehmen innerhalb dieser neuen digitalen Strukturen überhaupt noch?

Diese Frage führt direkt zur nächsten Initiative der Hochschule Luzern: dem Digital Sovereignty Index 2026, dessen Ergebnisse am 6. Oktober 2026 in Rotkreuz vorgestellt und mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Technologie und Wissenschaft diskutiert werden.

Über die Verbindung dieser Themen spricht Markus Hill mit Jan Carlos Janke, Dozent im Themenfeld Digital Business & Innovation der Hochschule Luzern – Informatik, Projektleiter der Swiss Digital Finance Conference, Co-Leiter des Digital Sovereignty Index sowie Co-Programmleiter des neuen CAS Digital Identity & Trust.

Jan Carlos Janke, Hochschule Luzern

Hill: Herr Janke, warum braucht es aus Ihrer Sicht überhaupt eine Swiss Digital Finance Conference? Es gibt doch bereits zahlreiche Banking-, FinTech- und Technologiekonferenzen.

Janke: Gerade deshalb. Viele Veranstaltungen betrachten einzelne Ausschnitte: AI, Blockchain, Digital Assets, Cyber Security, FinTech oder Regulierung. Unsere Grundannahme ist eine andere: Die eigentlich relevanten Veränderungen entstehen zunehmend an den Schnittstellen dieser Technologien. Die Finanzbranche befindet sich nicht einfach in einer weiteren Digitalisierungswelle. Wir sehen eine Kombination aus künstlicher Intelligenz, hochautomatisierten Prozessen, Blockchain- und Distributed-Ledger-Infrastrukturen, digitalen Identitäten, neuen Formen digitaler Assets und perspektivisch Quantum Computing. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr nur: Welche Technologie setzt sich durch? Sondern: Was geschieht, wenn diese Technologien miteinander interagieren und dadurch neue Geschäftsmodelle, Prozesse und Marktstrukturen ermöglichen? Genau diesen Blick möchten wir mit der Swiss Digital Finance Conference ermöglichen.

Hill: Deshalb lautet das Thema 2026 «Technology Convergence – Redefining the Financial Architecture»?

Janke: Genau. Wir möchten Technologie nicht als Selbstzweck diskutieren. AI kann beispielsweise Prozesse automatisieren, Informationen analysieren und Entscheidungen vorbereiten. Blockchain und Distributed-Ledger-Technologien können neue Transaktions- und Eigentumsstrukturen schaffen. Digitale Identitäten und verifizierbare Nachweise können wiederum klären, wer oder was innerhalb digitaler Prozesse tatsächlich handelt und mit welcher Berechtigung. Wenn künftig zusätzlich autonome AI Agents Transaktionen auslösen oder Geschäftsprozesse eigenständig durchführen, werden diese Fragen noch wichtiger. Damit kommen wir sehr schnell von der einzelnen Technologie zur Architektur: Wie gestalten wir Finanzsysteme, in denen Daten, Identitäten, Assets und automatisierte Akteure sicher und vertrauenswürdig miteinander interagieren können?

Markus Hill, Finanzplatz Frankfurt am Main & Jan Carlos Janke, Hochschule Luzern

Hill: Mit Damir Bogdan haben Sie einen Experten für Business Transformation, AI und Quantum Computing als Keynote Speaker gewonnen. Was erwarten Sie von seinem Beitrag?

Janke: Seine Keynote «Technology Convergence – AI, Quantum Computing and the Race for Execution» bringt eine für uns wichtige Perspektive ein: Technologische Möglichkeiten allein schaffen noch keinen Wettbewerbsvorteil. Entscheidend wird zunehmend die Fähigkeit von Organisationen, unterschiedliche Technologien sinnvoll miteinander zu verbinden und in skalierbare Geschäftsmodelle und Prozesse zu übersetzen. Aus meiner Sicht verschiebt sich damit auch die Managementfrage. Es reicht nicht, zu wissen, welche Technologien relevant werden könnten. Unternehmen müssen entscheiden können, wo sie investieren, welche Fähigkeiten sie selbst kontrollieren möchten, welche Ökosysteme sie nutzen und an welchen Stellen Abhängigkeiten vertretbar sind. Und damit sind wir bereits beim Thema digitale Souveränität.

Hill: Ist das die Verbindung zum Digital Sovereignty Index?

Janke: Ja – und genau deshalb sehe ich die beiden Veranstaltungen nicht isoliert voneinander. Die Swiss Digital Finance Conference fragt zunächst: Wie verändert technologische Konvergenz die Architektur des Finanzsystems? Der Digital Sovereignty Index stellt wenige Tage später die Anschlussfrage: Wie handlungsfähig und selbstbestimmt sind Unternehmen innerhalb dieser zunehmend komplexen digitalen Architektur? Gemeinsam mit unserem Praxispartner ti&m untersucht die Hochschule Luzern mit dem Digital Sovereignty Index, wie Schweizer Organisationen digitale Souveränität einschätzen und welche Fähigkeiten dafür notwendig sind. Dabei geht es unter anderem um strategische und technologische Abhängigkeiten, Daten, Infrastruktur, Governance und die Fähigkeit von Organisationen, ihre digitale Transformation selbstbestimmt zu gestalten. Am 6. Oktober 2026 werden wir die Ergebnisse erstmals öffentlich vorstellen und gemeinsam mit Fachpersonen aus Wirtschaft, Technologie und Wissenschaft diskutieren. Unser Ziel ist dabei keine abstrakte Debatte über technologische Unabhängigkeit. Unternehmen werden auch künftig internationale Technologieanbieter, Cloud-Infrastrukturen, Plattformen und spezialisierte Software nutzen. Die entscheidende Frage ist vielmehr: Wo entsteht aus effizienter Arbeitsteilung eine strategisch problematische Abhängigkeit – und besitzt eine Organisation noch ausreichend Wahlmöglichkeiten, Kompetenzen und Steuerungsfähigkeit, um selbstbestimmt handeln zu können?

Hill: Welche Rolle spielen digitale Identitäten dabei?

Janke: Eine sehr zentrale. Wir bewegen uns in Richtung digitaler Ökosysteme, in denen nicht mehr nur Menschen miteinander interagieren. Unternehmen, Behörden, Plattformen, Maschinen und zunehmend auch AI Agents müssen Rollen, Berechtigungen und Nachweise besitzen. Digitale Identität bedeutet deshalb weit mehr als Login oder Authentifizierung. Mit der Schweizer E-ID, der swiyu Wallet, der Vertrauensinfrastruktur des Bundes und Verifiable Credentials entsteht gerade eine Infrastruktur, auf deren Basis vertrauenswürdige digitale Interaktionen wesentlich einfacher und stärker automatisiert werden können. Diese Entwicklung beschäftigt uns sowohl in der Forschung als auch in verschiedenen Ökosystemen, unter anderem im Umfeld von DIDAS – Digital Identity and Data Sovereignty Association und dem DIDAS Launchpad for the swiyu Ecosystem. Die grundlegende Idee dahinter ist wichtig: Menschen und Organisationen sollen digitale Nachweise vertrauenswürdig nutzen können, ohne bei jeder Interaktion wieder vollständige Datenbestände austauschen oder zentrale Plattformen als alleinige Vertrauensinstanz benötigen zu müssen. Für mich ist das ein gutes Beispiel dafür, dass digitale Souveränität nicht bedeutet, sich technologisch abzuschotten. Im Gegenteil: Souveränität entsteht durch Wahlmöglichkeiten, Interoperabilität und bewusst gestaltete digitale Ökosysteme.

Hill: Sie übertragen diese Themen inzwischen auch in die Weiterbildung der Hochschule Luzern.

Janke: Ja. Genau hier schliesst sich für mich der Kreis zwischen Forschung, Praxis und Weiterbildung. Im Themenfeld Digital Business & Innovation der Hochschule Luzern beschäftigen wir uns mit der Frage, wie digitale Technologien Geschäftsmodelle, Prozesse und ganze Organisationen verändern – und wie Unternehmen diese Transformation aktiv gestalten können. Dabei geht es bewusst nicht nur um einzelne Technologien. Wir betrachten das Zusammenspiel von Technologie, Geschäftsmodellen, Innovation, Organisation und digitalen Ökosystemen. Ein neuer Baustein innerhalb dieses Themenfelds ist der CAS Digital Identity & Trust, den ich gemeinsam mit Prof. Dr. Oliver Gilbert leite. Hier betrachten wir digitale Identitäten, E-ID, Wallets und Verifiable Credentials nicht nur technologisch. Ebenso wichtig sind Geschäftsmodelle, Governance, Trust Frameworks, Interoperabilität, digitale Ökosysteme und digitale Souveränität. Denn Unternehmen benötigen künftig Fach- und Führungskräfte, die diese unterschiedlichen Perspektiven zusammenbringen können. Das ist letztlich dieselbe Logik wie bei der Swiss Digital Finance Conference: Technologie, Business und Governance lassen sich immer weniger getrennt voneinander betrachten.

Hill: Warum ist gerade der Finanzsektor für diese Entwicklung interessant?

Janke: Die Finanzindustrie ist wahrscheinlich einer der Bereiche, in denen diese Konvergenz besonders deutlich wird. Banken verfügen bereits über komplexe Identitäts-, Compliance- und Transaktionsinfrastrukturen. Gleichzeitig entstehen neue Möglichkeiten durch AI, Tokenisierung, digitale Assets, automatisierte Geschäftsprozesse und digitale Credentials. Stellen Sie sich beispielsweise einen stärker automatisierten Finanzprozess vor, in dem nicht nur die Identität eines Kunden geprüft wird, sondern auch Unternehmenszugehörigkeit, Vertretungsberechtigung oder regulatorisch relevante Nachweise digital und maschinenlesbar überprüft werden können. Wenn solche Nachweise interoperabel verfügbar sind, können Prozesse fundamental neu gedacht werden. Verbindet man dies perspektivisch mit AI Agents, entsteht eine weitere Dimension. Dann müssen wir nicht nur wissen, wer ein Mensch ist, sondern auch: Für wen handelt ein digitaler Agent? Welche Befugnisse besitzt er? Und auf welcher Grundlage darf er eine bestimmte Transaktion auslösen? Das sind gleichzeitig Fragen von Technologie, Governance, Haftung, Regulierung, Cyber Security und Vertrauen.

Hill: Frankfurt und die Schweiz sind zwei wichtige Finanz- und Innovationsstandorte. Wo sehen Sie Möglichkeiten für einen stärkeren Austausch?

Janke: Sehr viele. Ich habe selbst mehrere Jahre in Frankfurt gearbeitet und erlebe die beiden Ökosysteme als sehr komplementär. Frankfurt besitzt eine enorme Konzentration von Banken, Asset Managern, Regulierung, Infrastrukturunternehmen und institutionellen Investoren. Die Schweiz wiederum verfügt über ein starkes Innovationsökosystem rund um FinTech, Blockchain, Digital Assets, digitale Identitäten und neue digitale Vertrauensinfrastrukturen. Gerade bei Themen wie Tokenisierung, AI im Finanzsektor, Digital Identity oder digitaler Souveränität lohnt sich deshalb der Austausch über Länder- und Ökosystemgrenzen hinweg. Technologische Transformation hält sich ohnehin nicht an Landesgrenzen. Die Swiss Digital Finance Conference am 24. September bietet dafür aus meiner Sicht eine ideale Plattform.

Hill: Was sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende der Swiss Digital Finance Conference mitnehmen?

Janke: Im Idealfall nicht einfach eine Liste neuer Technologien. Ich möchte, dass sie Zusammenhänge erkennen. Welche Technologien beginnen sich gegenseitig zu verstärken? Welche neuen Geschäftsmodelle entstehen daraus? Welche Infrastruktur benötigt man dafür? Wo entstehen neue Abhängigkeiten? Und welche Fähigkeiten muss meine Organisation heute aufbauen, um morgen noch selbstbestimmt entscheiden zu können? Wenn jemand am nächsten Morgen im Unternehmen nicht fragt: «Brauchen wir jetzt auch AI, Blockchain oder Quantum?» sondern stattdessen: «Wie verändert die Kombination dieser Entwicklungen unsere zukünftige Architektur und unsere strategischen Handlungsmöglichkeiten?» dann haben wir viel erreicht. Und damit endet die Diskussion am 24. September nicht. Im Gegenteil. Ich sehe die Swiss Digital Finance Conference am 24. September und die Präsentation des Digital Sovereignty Index am 6. Oktober als zwei Stationen derselben Diskussion. Die erste Veranstaltung blickt stärker auf die technologische Zukunft der Finanzarchitektur. Die zweite schafft eine datenbasierte Standortbestimmung: Wie gut sind Schweizer Organisationen auf genau diese Zukunft vorbereitet – und wie souverän können sie ihre digitale Transformation tatsächlich gestalten? Dazwischen liegen Themen wie E-ID, digitale Identitäten, Verifiable Credentials, swiyu, AI, Cloud, Blockchain und neue digitale Ökosysteme. Genau diese Verbindung von Technologie, Business und Transformation prägt auch das Themenfeld Digital Business & Innovation der Hochschule Luzern und den neuen CAS Digital Identity & Trust. Was all diese Themen verbindet, ist letztlich eine zentrale Managementfrage: Wie nutzen wir die Möglichkeiten einer immer stärker vernetzten digitalen Welt, ohne dabei die Kontrolle über unsere eigene Handlungsfähigkeit zu verlieren? Genau darüber sollten Finanzwirtschaft, Technologieunternehmen, Wissenschaft und Politik jetzt gemeinsam diskutieren.

Über Jan Carlos Janke

Jan Carlos Janke ist Dozent im Themenfeld Digital Business & Innovation an der Hochschule Luzern – Informatik.

Er ist Projektleiter der Swiss Digital Finance Conference, Co-Leiter des Digital Sovereignty Index 2026 und Co-Programmleiter des CAS Digital Identity & Trust.

Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Digital Finance, technologischer Innovation, digitalen Identitäten, Blockchain, Digital Assets, digitalen Ökosystemen und digitaler Souveränität.

Über Markus Hill (PARTNER: Swiss Digital Finance Conference 2026)

Markus Hill ist unabhängiger Asset-Management-Consultant und seit vielen Jahren als Fachautor, Moderator und Interviewer an der Schnittstelle von Asset Management, Fondsindustrie und Finanzwirtschaft tätig.

Weiterführende Informationen

Swiss Digital Finance Conference 2026 – 24. September 2026

Swiss Digital Finance Conference

Digital Sovereignty Index – Präsentation und Diskussion am 6. Oktober 2026

www.hslu.ch

HSLU Themenfeld Digital Business & Innovation

www.hslu.ch.de-ch.informatik

Dialog & Information:

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25.2.2026, Frankfurt – „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement“

(Markus Hill – Moderation: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

26.2.2026, Frankfurt – „Forum für Digitale Vermögenswerte (FDV)“

Redaktion – Themenspecial „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement & Digital Assets“

(Interviews / Gastbeiträge, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)

17.3.2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – „Private Markets, Family Offices & Stiftungen – Due Diligence & Ausblick 2026”

(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Geschäftsführer, VIRATIO GmbH)

Interview mit Christian Hommens  SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Frühjahr 2026Investorenstudie „Präferenzen institutioneller Investoren bei Immobilien & Alternative Investments“

(Markus Hill – Moderation, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Beispiel 2025)

16.4.2026 – „köln let’s talk“ – Bettina Timmler – Immobilien & Dialog

(Medienpartnerschaft)

12.5.2026, Frankfurt: „Value Investing & Rohstoffe & MORE“

(Markus Hill – Moderation & Kurzintro „Fondsboutiquen & USA-Formel“ – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANZPLATZ SCHWEIZ)

17.6.2026, Zürich: Insights – “Family Offices & Fondsboutiquen” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Vortrag – Markus Hill)

24.9.2026, Luzern: „Swiss Digital Finance Conference 2026“ – Markus Hill (PARTNER) spricht mit Jan Carlos Janke, Dozent im Themenfeld Digital Business & Innovation der Hochschule Luzern – Informatik

10.11.2026, Frankfurt: „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Finanzplatz Liechtenstein“

(Markus Hill – Moderation – LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband: Panel & Vorträge)

Input, Ideen & Anregungen zu den oben genannten Themen sind willkommen:

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Photo: Pixabay

Frankfurt Financial Center & Swiss Financial Center: “While ‘US direct lending’ and ‘European private debt’ fall under the same umbrella term, they are structurally two different markets” (Interview – Mario Almer & Florian Wegmann, DANEO Partners AG)

Private debt has long ceased to be a niche topic in institutional investing. However, especially in the current market environment, investors are taking a closer look: Which segments still offer attractive risk-adjusted returns? Where are late-cycle signals emerging? And how do US direct lending and European corporate credit strategies differ in terms of structure, competition, covenants, and proximity to the borrower? Markus Hill spoke with Mario Almer and Florian Wegmann of DANEO Partners AG for FINANZPLATZ FRANKFURT about the increasing differentiation within the asset class, opportunities in the European and DACH-focused SME sector, and the questions currently of particular concern to institutional investors in Germany and Switzerland. The focus here is not on marketing buzzwords, but on credit quality, selection, collateralization, monitoring, and the question of where private debt can be meaningfully deployed in a portfolio over the long term.

Hill: The topic of “US direct lending versus private debt in Europe” is currently the subject of critical discussion in the trade press. What should be kept in mind here, and what are the key differences in this comparison from your perspective?

Florian Wegmann, DANEO Partners AG

Wegmann: While US direct lending and European private debt fall under the same umbrella term, they are structurally two different markets. Many investors are only now truly recognizing this. The US market is deeper, more mature, and more standardized. But that is precisely its problem today: competition has increased massively, spreads have compressed, covenants have been weakened, and leverage levels have risen. A large portion of the capital is flowing into large, sponsor-driven transactions (i.e., companies held by private equity funds) with aggressive EBITDA adjustments and increasing payment-in-kind structures—mechanisms that can mask economic weakness on the part of the borrower. If default rates are adjusted for these instruments, the so-called “shadow default rate” in the U.S. market now stands at around 5–6%—significantly higher than the officially reported figures and a classic sign of late-cycle credit conditions.
Europe is more fragmented, less efficient—and precisely for that reason, in our view, more attractive today. Banks still dominate a large portion of corporate financing but are increasingly pulling back due to regulation—Basel IV is accelerating this trend. In Switzerland, another structural factor comes into play: with the departure of Credit Suisse, a major lender in the middle market segment has disappeared. Companies and intermediaries in the market are feeling this directly, creating room for specialized private credit providers, particularly in the lower mid-market segment. European transactions typically feature more conservative leverage levels, stronger covenants, and more attractive risk-adjusted spreads—and for euro-denominated investors, the currency hedging issue that often neutralizes a supposed U.S. yield advantage is eliminated. This is precisely where we find opportunities that we can negotiate directly with owners and entrepreneurs and structure on a tailor-made basis—usually senior-secured, with strong covenants and attractive pricing, away from the crowd in the U.S.-dominated direct lending market.
Almer: What I would add in discussions with institutional investors: Even in “ ” Europe, one must differentiate. In our view, large (private equity) sponsor-driven deals in the upper mid-market are increasingly showing the same trends as in the U.S. Selection and a focus on the right segment are crucial. At Daneo Partners, we have been active exclusively in the European, DACH-focused SME sector since 2018—in the financing segment between €10 million and €75 million, where large Anglo-Saxon platforms cannot scale efficiently and local banks are too small or too heavily regulated.

Hill: What role should private debt generally play in institutional investors’ asset allocation?

Mario Almer, DANEO Partners AG

Almer: In Europe, too, private debt has evolved from a niche strategy into an established asset class. In Germany in particular, private debt is now viewed by many institutional investors as a core component of a well-diversified portfolio. Senior secured direct loans combine low volatility with returns that can compete with equity-like returns. For pension funds and retirement plans, what public credit structurally cannot provide is also crucial: a direct contractual relationship with the borrower, active monitoring, and the ability to intervene early and exert influence when a situation changes. This offers a meaningful complement to existing public credit allocations. Allocation should be strategic—with a clear focus on the quality of the manager and the structures. We are also observing growing interest among European institutional investors in European managers, with the aim of shifting exposure from the U.S. market to local markets. This reinforces our conviction that we are well-positioned with our strategy.

Hill: As a Swiss fund boutique, you engage with institutional investors across the DACH region. What topics are currently at the forefront?
Almer: Discussions with institutional investors are currently heavily focused on risks rather than returns. Three topics clearly dominate. The critical coverage surrounding private debt in the U.S. is currently the dominant theme: Investors either have substantial U.S. exposure themselves or are reading the press, noticing the warning signs, and specifically asking how we differentiate ourselves from these developments—keywords: covenant-lite, high leverage, payment-in-kind.
Second, the macroeconomic and geopolitical environment: How resilient is the portfolio in the event of a further economic downturn? What happens in the event of a workout? How quickly can we react, and what protection do the structures offer?
Third, the issue of valuation and leverage: Many investors are concerned about exposure to heavily overvalued, highly leveraged companies—often in large sponsor-led deals (e.g., U.S. sponsored SaaS firms). The question of whether and how one invests in such deals, and how one views the issue, is being assessed with increasing scrutiny.Wegmann: For German investors in particular, there is another issue: In recent years, many have invested in Germany under the “private credit” label—specifically in real estate-backed financing such as mezzanine and whole loans—and have had painful experiences. This has partially eroded confidence in the asset class and raises legitimate questions regarding scope and structural quality. We are happy to explain our corporate credit strategy: medium-sized companies in the DACH region, senior-secured, without excessive leverage, and with direct access to management.

Hill: You are currently deepening your dialogue with investors in Germany. Are there differences in how private debt is viewed between the German and Swiss financial centers?
Almer: Yes, absolutely. In Germany, the strategic allocation of institutional investors to private credit is already significantly more advanced than in Switzerland. German pension funds and retirement plans integrated the asset class into their portfolios earlier and more broadly. According to the latest Investor Survey by the German Association for Alternative Investments (BAI), the average strategic allocation to private debt is already at 3.3%. In Switzerland, penetration is still lower—but the topic has clearly gained momentum in recent years. In terms of substance, the issues are largely the same: both markets prioritize security, transparency, and track record. It is also notable that pension funds—in both Germany and Switzerland—are showing increasing interest in directly supporting mid-sized companies in their domestic markets. In Switzerland, for example, the investment guidelines for pension funds were expanded as of January 1, 2022. Since then, these funds have been permitted to classify “unlisted Swiss investments” as a separate strategic asset class. Lending to debtors (private debt) and investments in the form of equity stakes (private equity) are both permitted.

Hill: Where do you currently see the greatest opportunities and challenges in the private debt market?

Markus Hill, FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN


Wegmann: We currently see particularly attractive opportunities in the European lower mid-market segment, a sector that is structurally underserved by debt capital. While banks are increasingly pulling back, large international platforms and managers often cannot scale efficiently in this segment. At the same time, a large portion of capital has flowed into large-volume, sponsor-driven transactions in recent years. This has led to intense competition, rising leverage levels, and an erosion of credit standards (and margins)—particularly in the U.S. market. Based on our observations, Europe is currently clearly favored by institutional investors: Fundraising for European private credit funds reached a record high in 2025, and the European mid-market is considered a “lender’s market” with better structures and stronger covenants. However, we are also observing increasing deployment pressure here: Large funds with significant “dry powder” are pushing into smaller segments, which is intensifying competition even in the “core” mid-market and making selectivity in underwriting all the more important. Against this backdrop, we see a clear opportunity in less competitive transactions with solid structures, attractive pricing, and greater influence on loan structuring.
Almer: We see the greatest challenge as the growing uncertainty—both geopolitically and within the asset class itself. Should tensions in the U.S.-dominated segment continue to escalate, distortions could arise that generally undermine investor confidence in private debt and make raising capital more difficult. However, we see ourselves as well-positioned—even in a more challenging environment: as a locally rooted DACH manager with proprietary deal flow, a focus on the lower-mid-market, and consistently well-secured structures.

Hill: Thank you very much for the interview.

Dialogue & Information:

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN on LINKEDIN – CHANNEL

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN on LINKEDIN – GROUP

FUND BOUTIQUES on LINKEDIN – CHANNEL

FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Topics, Interests, Dialogue (Selection & “Snapshots”)

February 25, 2026, Frankfurt – “Frankfurt am Main Financial Center Meets Wealth Management”

(Markus Hill – Moderators: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

February 26, 2026, Frankfurt – “Forum for Digital Assets (FDV)”

Editorial Team – Special Feature “Frankfurt am Main Financial Center Meets Wealth Management & Digital Assets”

(Interviews / Guest Contributions, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)

March 17, 2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – “Private Markets, Family Offices & Foundations – Due Diligence & Outlook 2026”

(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Managing Director, VIRATIO GmbH)

Interview with Christian Hommens SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Spring 2026: Investor Study “Preferences of Institutional Investors in Real Estate & Alternative Investments”

(Markus Hill – Moderator, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Example 2025)

April 16, 2026 – “köln let’s talk” – Bettina Timmler – Real Estate & Dialogue

(Media partnership)

May 12, 2026, Frankfurt: “Value Investing & Commodities & MORE”

(Markus Hill – Moderator & Short Introduction “Fund Boutiques & the U.S. Formula” – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANCIAL CENTER SWITZERLAND)

June 17, 2026, Zurich: Insights – “Family Offices & Fund Boutiques” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Presentation – Markus Hill)

November 10, 2026, Frankfurt: “Frankfurt am Main Financial Center Meets Liechtenstein Financial Center”

(Markus Hill – Moderator – LAFV Liechtenstein Investment Fund Association: Panel & Presentations)

Input, ideas, and suggestions on the above topics are welcome:

info@markus-hill.com / +49 (0) 163 4616 179

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SOURCE: IPE D.A.CH

Finanzplatz Frankfurt & Finanzplatz Schweiz: „US Direct Lending und europäisches Private Debt laufen zwar unter dem gleichen Begriff – sind aber strukturell zwei verschiedene Märkte“ (Interview –  Mario Almer & Florian Wegmann, DANEO Partners AG)

Private Debt ist in der institutionellen Kapitalanlage längst kein Randthema mehr. Gerade im aktuellen Marktumfeld wird jedoch genauer hingeschaut: Welche Segmente bieten noch attraktive risikoadjustierte Renditen? Wo entstehen Spätzyklus-Signale? Und wie unterscheiden sich US Direct Lending und europäische Corporate-Credit-Strategien in Struktur, Wettbewerb, Covenants und Nähe zum Kreditnehmer? Markus Hill sprach für FINANZPLATZ FRANKFURT mit Mario Almer und Florian Wegmann, DANEO Partners AG, über die zunehmende Differenzierung innerhalb der Anlageklasse, über Chancen im europäischen und DACH-fokussierten Mittelstand sowie über die Fragen, die institutionelle Investoren in Deutschland und der Schweiz derzeit besonders beschäftigen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Marketing-Schlagworte, sondern Kreditqualität, Selektion, Besicherung, Monitoring und die Frage, wo Private Debt im Portfolio langfristig sinnvoll eingesetzt werden kann.

Hill: Gegenwärtig wird in der Fachpresse häufig das Thema „US Direct Lending versus Private Debt in Europa“ kritisch diskutiert. Was gibt es hier zu beachten, was sind die wesentlichen Unterschiede bei dieser Betrachtung aus Ihrer Perspektive?
Wegmann: US Direct Lending und europäisches Private Debt laufen zwar unter dem gleichen Begriff – sind aber strukturell zwei verschiedene Märkte. Das wird von vielen Investoren aktuell erst richtig wahrgenommen. Der US-Markt ist tiefer, reifer und standardisierter. Genau das ist heute aber auch sein Problem: Der Wettbewerb ist massiv gestiegen, Spreads haben sich komprimiert, Covenants wurden aufgeweicht und Leverage-Niveaus sind gestiegen. Ein Großteil des Kapitals fließt in große, sponsor-getriebene Transaktionen (also von Private-Equity-Fonds gehaltene Firmen) mit aggressiven EBITDA-Adjustments und zunehmenden Payment-in-Kind-Strukturen – Mechanismen, die wirtschaftliche Schwäche beim Kreditnehmer verschleiern können. Bereinigt man die Ausfallraten um diese Instrumente, liegt die sogenannte ‘Shadow Default Rate’ im US-Markt mittlerweile bei rund 5–6% – deutlich höher als die offiziell kommunizierten Zahlen und ein klassisches Zeichen später Kreditzyklen.
Europa ist fragmentierter, weniger effizient – und genau deshalb aus unserer Sicht heute attraktiver. Banken dominieren noch immer einen Großteil der Unternehmensfinanzierung, ziehen sich aber regulierungsbedingt zunehmend zurück – Basel IV beschleunigt diesen Trend. In der Schweiz kommt ein weiterer struktureller Faktor hinzu: Mit dem Wegfall der Credit Suisse ist ein bedeutender Kreditgeber im mittleren Marktsegment verschwunden. Das spüren Unternehmen und Intermediäre im Markt direkt und schafft Raum für spezialisierte Private-Credit-Anbieter, insbesondere im Lower Mid Market Bereich. Europäische Transaktionen weisen typischerweise konservativere Leverage-Niveaus, stärkere Covenants und attraktivere risikoadjustierte Spreads auf – und für Euro-Investoren entfällt das Währungsabsicherungsproblem, das einen vermeintlichen US-Renditevorteil häufig neutralisiert. Genau hier finden wir Situationen, die wir direkt mit den Eigentümern und Unternehmern aushandeln und maßgeschneidert strukturieren können – meist erstrangig besichert, mit starken Covenants und attraktivem Pricing, abseits des Gedränges im US-dominierten Direct-Lending-Markt.
Almer: Was ich in Gesprächen mit institutionellen Investoren ergänzen würde: Auch in Europa muss man differenzieren. Große (Private-Equity-)Sponsor-getriebene Deals im Upper Mid Market zeigen nach unserer Einschätzung zunehmend dieselben Tendenzen wie in den USA. Entscheidend sind Selektion und der Fokus auf das richtige Segment. Wir bei Daneo Partners sind seit 2018 ausschließlich im europäischen, DACH-fokussierten Mittelstand aktiv – im Finanzierungssegment zwischen 10-75 Mio. Euro, wo große angelsächsische Plattformen nicht effizient skalieren können und lokale Banken zu klein oder zu reguliert sind.

Florian Wegmann, DANEO Partners AG

Hill: Welche Rolle sollte Private Debt bei der Allokation generell bei institutionellen Investoren einnehmen?
Almer: Private Debt hat sich auch in Europa von einer Nischenstrategie zu einer etablierten Anlageklasse entwickelt. Insbesondere in Deutschland wird Private Debt mittlerweile bei vielen institutionellen Investoren als Kernbaustein in einem gut diversifizierten Portfolio betrachtet. Senior besicherte Direktkredite kombinieren dabei geringe Volatilität mit Renditen, die mit eigenkapitalähnlichen Erträgen konkurrieren können. Für Pensionskassen und Vorsorgewerke ist zudem entscheidend, was Public Credit strukturell nicht leisten kann: direkte Vertragsbeziehung zum Kreditnehmer, aktives Monitoring und die Möglichkeit, frühzeitig zu intervenieren und Einfluss zu nehmen, wenn sich eine Situation verändert. Dies bietet eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Public-Credit-Allokationen. Die Allokation sollte strategisch erfolgen – mit klarem Fokus auf Qualität des Managers und der Strukturen. Wir beobachten zudem ein steigendes Interesse europäischer institutioneller Investoren an europäischen Managern, mit dem Ziel, Exposure aus dem US-Markt in die hiesigen Märkte umzuschichten. Das bestätigt uns in der Überzeugung, dass wir mit unserer Strategie richtig aufgestellt sind.

Hill: Als Schweizer Fondsboutique stehen Sie im Dialog mit institutionellen Investoren in der gesamten DACH-Region. Welche Themen stehen hier im Vordergrund?
Almer: Die Gespräche mit institutionellen Investoren drehen sich momentan stark um Risiken und weniger um Rendite. Drei Themen dominieren klar. Dominant ist aktuell die kritische Berichterstattung rund um Private Debt in den USA: Investoren haben selber substantiellen USA-Exposure oder lesen die Presse, nehmen die Warnsignale wahr und fragen gezielt nach, wie wir uns von diesen Entwicklungen abgrenzen – Stichworte Covenant-lite, hohe Leverage, Payment-in-Kind.
Zweitens das makroökonomische und geopolitische Umfeld: Wie resilient ist das Portfolio bei einer weiteren konjunkturellen Eintrübung? Was passiert bei einem Workout? Wie schnell kann man reagieren, und welchen Schutz bieten die Strukturen?
Drittens das Thema Bewertung und Leverage: Viele Investoren machen sich Sorgen um Exposure in stark überbezahlten, hochverschuldeten Unternehmen – oft in großen Sponsor-Deals (Thema US Sponsored SaaS Firmen). Die Frage, ob und wie man dort investiert ist, und wie man das Thema sieht, wird zunehmend kritisch beurteilt.

Mario Almer, DANEO Partners AG


Wegmann: Speziell bei deutschen Investoren kommt ein weiteres Thema hinzu: Viele haben in den vergangenen Jahren unter dem Label „Private Credit“ insbesondere in immobilienbesicherte Finanzierungen – Mezzanine, Whole Loans – in Deutschland investiert und dabei schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Das hat das Vertrauen in die Anlageklasse teilweise belastet und führt zu berechtigten Fragen rund um Abgrenzung und Strukturqualität. Wir erklären dann gerne unsere Corporate Credit Strategie: mittelständische Unternehmen in der DACH-Region, erstrangig besichert, ohne exzessiven Leverage und mit direktem Zugang zum Management.

Hill: Sie vertiefen aktuell den Dialog mit Investoren in Deutschland. Gibt es hier Unterschiede bei der Betrachtung von Private Debt, Finanzplatz Deutschland versus Finanzplatz Schweiz?
Almer: Ja, durchaus. In Deutschland ist die strategische Allokation institutioneller Investoren in Private Credit bereits deutlich weiter fortgeschritten, als in der Schweiz. Deutsche Pensionskassen und Versorgungswerke haben die Anlageklasse früher und breiter in ihre Portfolios integriert. Laut dem aktuellen Investor Survey des Bundesverbands Alternative Investments (BAI) liegt die durchschnittliche strategische Allokation in Private Debt bereits bei 3,3%. In der Schweiz ist die Durchdringung noch geringer – das Thema gewann aber die letzten Jahre klar an Dynamik. Inhaltlich unterscheiden sich die Fragen kaum: Beide Märkte interessieren sich für Sicherheit, Transparenz und Track Record. Auffällig ist zudem, dass Pensionskassen – sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz – zunehmend Interesse zeigen, mittelständische Unternehmen im heimischen Markt direkt zu unterstützen. So wurde in der Schweiz per 1. Januar 2022 die Anlagerichtlinien für Vorsorgeeinrichtungen erweitert. Seither dürfen diese „nichtkotierte schweizerische Anlagen“ als eigene strategische Anlageklasse führen. Zulässig ist die Kapitalvergabe gegenüber Schuldnern (Private Debt) und im Sinne von Beteiligungen (Private Equity).

Markus Hill, Finanzplatz Frankfurt am Main

Hill: Wo sehen Sie gegenwärtig die größten Chancen und Herausforderungen im Private Debt-Markt?
Wegmann: Wir sehen derzeit besonders attraktive Chancen im europäischen Lower Mid Market Bereich, einem strukturell mit Fremdkapital unterversorgten Segment. Während sich Banken zunehmend zurückziehen, können große internationale Plattformen und Manager in diesem Bereich häufig nicht effizient skalieren. Gleichzeitig ist in den vergangenen Jahren ein großer Teil des Kapitals in großvolumige, sponsorgetriebene Transaktionen geflossen. Dies hat zu intensivem Wettbewerb, steigenden Leverage-Niveaus und einer Erosion der Kreditstandards (und Margen) geführt – insbesondere im US-Markt. Europa wird aktuell nach unserer Beobachtung von institutionellen Investoren klar bevorzugt: Das Fundraising für europäische Private-Credit-Fonds erreichte 2025 einen Rekordwert und der europäische Mid-Market gilt als „Lender’s Market” mit besseren Strukturen und stärkeren Covenants. Allerdings beobachten wir auch hier einen zunehmenden Deployment-Druck: Große Fonds mit erheblichem „Dry Powder” drängen in kleinere Segmente, was den Wettbewerb auch im „Core“ Mid-Market erhöht und die Selektivität beim Underwriting umso wichtiger macht. Vor diesem Hintergrund sehen wir eine klare Opportunität in weniger kompetitiven Transaktionen mit solider Struktur, attraktivem Pricing und stärkerem Einfluss auf die Kreditgestaltung.
Almer: Als größte Herausforderung sehen wir die zunehmende Verunsicherung – geopolitisch, aber auch innerhalb der Anlageklasse selbst. Sollten sich die Spannungen im US-dominierten Segment weiter zuspitzen, könnten Verwerfungen entstehen, die das Vertrauen der Investoren in Private Debt generell belasten und die Kapitalbeschaffung erschweren. Wir sehen uns jedoch gut positioniert – auch in einem schwierigeren Umfeld: Als lokal verwurzelter DACH-Manager mit proprietärem Dealflow, Fokus auf den Lower-Mid-Market und konsequent stark besicherten Strukturen.

Hill: Vielen Dank für das Gespräch.

Dialog & Information:

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – KANAL

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – GRUPPE

FONDSBOUTIQUEN auf LINKEDIN – KANAL

FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI-Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Themen, Interessen, Dialog (Auswahl & „Snapshots“)

25.2.2026, Frankfurt – „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement“

(Markus Hill – Moderation: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

26.2.2026, Frankfurt – „Forum für Digitale Vermögenswerte (FDV)“

Redaktion – Themenspecial „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement & Digital Assets“

(Interviews / Gastbeiträge, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)

17.3.2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – „Private Markets, Family Offices & Stiftungen – Due Diligence & Ausblick 2026”

(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Geschäftsführer, VIRATIO GmbH)

Interview mit Christian Hommens  SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Frühjahr 2026Investorenstudie „Präferenzen institutioneller Investoren bei Immobilien & Alternative Investments“

(Markus Hill – Moderation, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Beispiel 2025)

16.4.2026 – „köln let’s talk“ – Bettina Timmler – Immobilien & Dialog

(Medienpartnerschaft)

12.5.2026, Frankfurt: „Value Investing & Rohstoffe & MORE“

(Markus Hill – Moderation & Kurzintro „Fondsboutiquen & USA-Formel“ – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANZPLATZ SCHWEIZ)

17.6.2026, Zürich: Insights – “Family Offices & Fondsboutiquen” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Vortrag – Markus Hill)

10.11.2026, Frankfurt: „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Finanzplatz Liechtenstein“

(Markus Hill – Moderation – LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband: Panel & Vorträge)

Input, Ideen & Anregungen zu den oben genannten Themen sind willkommen:

info@markus-hill.com / +49 (0) 163 4616 179

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QUELLE: IPE D.A.CH

FINANZPLATZ FRANKFURT & DACH-REGION: Fondsboutiquen & Value Investing, Rohstoffe, Endowment-Ansatz „Austria“, Swiss Value Day & Natural Resources Day (INTERVIEW – Alex J. Rauchenstein, SIA Asset Management)

„Gemeinsam werden wir aktuelle Entwicklungen an den Kapitalmärkten und die Perspektiven des Value Investing beleuchten“

Value Investing galt lange Zeit als anstrengende Disziplin in einem Marktumfeld, das stark von Wachstumstiteln, Liquidität und kurzfristigen Modethemen geprägt war. Inzwischen rücken Substanz, Bewertungsdisziplin und reale Vermögenswerte wieder stärker in den Fokus vieler Investoren. Beim Fondskongress in Mannheim zeigte sich nach Einschätzung von Alex Rauchenstein (SIA Asset Management) erneut ein wachsendes Interesse an Value-Strategien und Rohstoffaktien – insbesondere bei Family Offices, unabhängigen Vermögensverwaltern und Investoren, die frei von strukturellen Zwängen entscheiden können. Im Gespräch mit Markus Hill erläutert Rauchenstein für FINANZPLATZ FRANKFURT, warum der direkte Dialog mit Investoren für SIA zentral bleibt, welche Rolle Energie- und Rohstoffaktien im aktuellen geopolitischen Umfeld spielen und welche Themen beim Swiss Value Day am 11. Juni in Zürich sowie bei weiteren Veranstaltungen im Jahr 2026 im Mittelpunkt stehen.

Alex Rauchenstein, SIA Asset Management

Hill: Beim Fondskongress in Mannheim ergaben sich zahlreiche spannende Diskussionen rund um Value Investing und Rohstoffe. Welche Themen standen aus Ihrer Sicht im besonderen Fokus der Fondsselektoren vor Ort?
Rauchenstein: Der Fondskongress in Mannheim war erneut ein voller Erfolg. Seit vielen Jahren veranstalten wir gemeinsam mit der Frankfurt Asset Management (FAM) am ersten Kongresstag eine Mittagspräsentation. Dabei konnten wir feststellen, dass beide unsere Anlagethemen Value- und Rohstoffaktien wieder auf deutlich gestiegenes Interesse stoßen – insbesondere bei Investoren, die unabhängig und ohne strukturelle Einschränkungen Anlageentscheidungen für ihre Kunden treffen können. Ein wesentlicher Grund dafür ist die überzeugende Entwicklung unserer Strategien: Seit nunmehr fast sechs Jahren erzielen unsere beiden Fonds der SIA LTIF Classic und der SIA LTIF Natural Resources eine signifikante Outperformance gegenüber dem globalen Aktienmarkt und bieten dadurch eine attraktive Diversifikationsmöglichkeit. Auch im aktuellen geopolitischen Umfeld hat sich daran nichts geändert. Unsere konsequente Positionierung im Energiesektor, insbesondere in Ölunternehmen, hat sich weiterhin bewährt und konnte die jüngsten Korrekturen an den Aktienmärkten spürbar abfedern. Darüber hinaus profitiert unser Fonds SIA LTIF Natural Resources davon, dass Investoren verstärkt nach einer soliden Basisanlage im Rohstoffsektor suchen, die zugleich aktiv und konsequent nach Value-Kriterien gemanagt wird.

Markus Hill, FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN

Hill: Ein kurzes Stimmungsbild von Ihrer Seite: Sind Family Offices nach wie vor die idealen Investoren für Value Investing?
Rauchenstein: Ja, diese Einschätzung gilt weiterhin. Wie bereits erwähnt, stoßen unsere Ansätze insbesondere bei Investoren auf Interesse, die frei von strukturellen Zwängen eigenständig Anlageentscheidungen für ihre Kunden treffen können. Dies trifft in besonderem Maße auf Family Offices sowie unabhängige Vermögensverwalter zu. Anders formuliert: Je näher wir am tatsächlichen Investor sind, desto besser wird unser unternehmerisch geprägter Investmentansatz verstanden und konsequent mitgetragen.

Hill: Welche Themen stehen in diesem Jahr beim Swiss Value Day im Vordergrund?
Rauchenstein: Am 11. Juni findet in Zürich die fünfte Ausgabe des Swiss Value Day statt. Vor rund sechs Jahren entstand die Idee zu dieser Veranstaltung vor dem Hintergrund, dass Value Investing vielerorts bereits als überholt galt. Gemeinsam mit einem Mitbewerber haben wir uns damals bewusst dafür entschieden, diesem Trend entgegenzuwirken und eine Plattform zu schaffen, die die Relevanz von Value-Strategien wieder stärker in den Fokus rückt. Inzwischen konnten wir aufzeigen, dass es sich weiterhin – oder aus unserer Sicht heute mehr denn je – lohnt, konsequent an Value-Strategien festzuhalten. Auch in diesem Jahr setzen wir auf hochkarätige externe Referenten: Neben Mark Dittli von „The Market“ begrüßen wir Kim Shannon, Gründerin von Sionna Capital in Toronto, sowie den renommierten Wirtschaftshistoriker Edward Chancellor, der Anfang dieses Jahres sein neuestes Buch veröffentlicht hat. Gemeinsam werden wir aktuelle Entwicklungen an den Kapitalmärkten und die Perspektiven des Value Investing beleuchten.

Hill: Welche Themen stehen zusätzlich im Jahr 2026 bei Ihnen auf der Agenda?
Rauchenstein: Neben unseren inhaltlichen Schwerpunkten stehen auch in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen im Mittelpunkt, bei denen wir den direkten Austausch mit Investoren pflegen. Am 12. Mai steht unsere Veranstaltung im MainNizza in Frankfurt an. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen vor Ort, vorab vielen Dank für die Moderation. Wie vorher erwähnt, der Swiss Value Day steht dann im Juni vor der Tür, wir freuen uns auf den Gedankenaustausch in Zürich. Ein weiteres Highlight wird auch im Herbst wieder der Natural Resources Day sein, dieser findet ebenfalls in Zürich am 10. September statt. Zusätzlich finden noch verschiedene Veranstaltungen mit Stockwaves und der FFB in Deutschland statt. Wir sind übrigens am 12. November nochmals in Frankfurt (FFB), vielleicht sehen wir uns ja auch dort wieder. Diese Termine unterstreichen unseren Anspruch, im engen Dialog mit unseren Investoren zu bleiben und unsere Anlagestrategien kontinuierlich zu erläutern und weiterzuentwickeln.

Hill: Vielen Dank für das Gespräch.

Dialog & Information:

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FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI-Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Themen, Interessen, Dialog (Auswahl & „Snapshots“)

25.2.2026, Frankfurt – „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement“

(Markus Hill – Moderation: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

26.2.2026, Frankfurt – „Forum für Digitale Vermögenswerte (FDV)“

Redaktion – Themenspecial „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement & Digital Assets“

(Interviews / Gastbeiträge, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)

17.3.2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – „Private Markets, Family Offices & Stiftungen – Due Diligence & Ausblick 2026”

(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Geschäftsführer, VIRATIO GmbH)

Interview mit Christian Hommens  SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Frühjahr 2026Investorenstudie „Präferenzen institutioneller Investoren bei Immobilien & Alternative Investments“

(Markus Hill – Moderation, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Beispiel 2025)

16.4.2026 – „köln let’s talk“ – Bettina Timmler – Immobilien & Dialog

(Medienpartnerschaft)

12.5.2026, Frankfurt: „Value Investing & Rohstoffe & MORE“

(Markus Hill – Moderation & Kurzintro „Fondsboutiquen & USA-Formel“ – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANZPLATZ SCHWEIZ)

17.6.2026, Zürich: Insights – “Family Offices & Fondsboutiquen” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Vortrag – Markus Hill)

10.11.2026, Frankfurt: „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Finanzplatz Liechtenstein“

(Markus Hill – Moderation – LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband: Panel & Vorträge)

Input, Ideen & Anregungen zu den oben genannten Themen sind willkommen:

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QUELLE: IPE D.A.CH

FINANZPLATZ FRANKFURT & DIALOG: Impact Investing & Private Markets – Family Offices & Institutional Investors, Infrastructure, Private Equity, Private Debt, Digital Assets, Frankfurt Ecosystem & MORE – Event (INTERVIEW – Christian Hommens, Smart Bridges GmbH)

Impact investing is more than just a label. In private markets in particular, impact is increasingly becoming a strategic category – for family offices as well as institutional investors. Markus Hill speaks with Christians Hommens on behalf of FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE about the critical success factors in this investment segment and the importance of professional dialogue among experts. Impact measurement, impact infrastructure, private equity, sustainability & investing, private debt – these and other topics form the basis for the exchange of ideas in March at a specialist conference (SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS). The importance of the Frankfurt ecosystem for investment, decision-making, and regulation in these areas will be highlighted.

Hill: Impact investing is often considered a „nice to have.“ Where do you see real structural change today, especially in the private markets?

Hommens: Impact investing is clearly evolving from a secondary issue to a core strategic question. In the private markets, family offices and institutional investors are increasingly recognizing that long-term returns, resilience, and impact go hand in hand. Infrastructure, private equity, and private credit make it possible to deploy capital in a targeted manner – with measurable impact and simultaneous value creation potential. Impact thus becomes a quality feature, not a compromise.

Christian Hommens, Smart Bridges GmbH & Markus Hill Finanzplatz Frankfurt

Hill: Where do investors fail in practice – and why is it worthwhile to exchange ideas at Smart Bridges?

Hommens: It’s hard to say, but we see three points coming up again and again: lack of impact measurability, unclear governance structures, and limited access to compelling deal flow. This is exactly where our forum comes in. We bring investors, practitioners, and solution providers together—not theoretically, but in a practical, interactive way and on an equal footing.

Hill: What specific topics will be the focus of the two days?

Hommens: From impact measurement and social impact to impact infrastructure. And, of course, private equity and sustainable portfolio design will be examined in more detail – supplemented by topics such as private credit, infrastructure, regulatory requirements, and new structuring models. Always with an eye on the question: How can impact be meaningfully integrated into portfolios without losing sight of performance?

Hill: Why is Frankfurt/Hesse the right place—and why now?

Hommens: Frankfurt and Hesse combine capital, decision-making authority, and regulatory proximity. In an environment of increasing uncertainty, investors are looking for guidance and long-term solutions. The connection between impact investing and private markets is highly relevant in this context – and our region is the ideal place for this dialogue.

Hill: Thank you very much for the interview. I look forward to the fireside chat on February 17, 2026 („Family Offices & Foundations,“ Impact Investing) and to the discussions on site.

Information about the event: SMART IMPACT INVESTING EXCELLENCE FORUM

Information about the event: „PRIVATE MARKETS EXCELLENCE FORUM“

Dialog & Information:

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FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Topics, interests, dialogue (selection & “snapshots”)

February 25, 2026, Frankfurt – “Frankfurt am Main Financial Center meets Wealth Management”

(Markus Hill – Moderator: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

February 26, 2026, Frankfurt – “Forum for Digital Assets (FDV)”

Editorial team – Special topic “Frankfurt am Main as a financial center meets wealth management & digital assets”

(Interviews / guest contributions, ‘support’ & MORE: info: markus-hill.com)

March 17, 2026, Frankfurt Private Markets Excellence Forum – “Private markets, family offices & foundations – due diligence & outlook for 2026”

(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Managing Director, VIRATIO GmbH)

Interview with Christian Hommens – SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Spring 2026: Investor study “Preferences of institutional investors in real estate & alternative investments”

(Markus Hill – Moderator, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Example 2025)

April 16, 2026 – “köln let’s talk” – Bettina Timmler – Real Estate & Dialogue

(Media partnership)

May 12, 2026, Frankfurt: “Value Investing & Commodities & MORE”

(Markus Hill – Moderator & Short intro “Fund Boutiques & US Formula” – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANZPLATZ SCHWEIZ)

June 17, 2026, Zurich: Insights – “Family Offices & Fund Boutiques” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Presentation – Markus Hill)

November 10, 2026, Frankfurt: “Frankfurt am Main Financial Center meets Liechtenstein Financial Center”

(Markus Hill – Moderator – LAFV Liechtenstein Investment Fund Association: Panel & Presentations)

Input, ideas, and suggestions on the above topics are welcome:

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FINANZPLATZ FRANKFURT & DIALOG: Impact Investing & Private Markets – Family Offices & Institutionelle, Infrastruktur, Private Equity, Private Debt, Digital Assets, Ökosystem Frankfurt & MORE – Veranstaltung (INTERVIEW – Christian Hommens, Smart Bridges GmbH)

Impact Investing ist mehr als ein Etikett. Gerade in den Private Markets wird Wirkung zunehmend zur strategischen Kategorie – für Family Offices ebenso wie für institutionelle Investoren. Markus Hill spricht für FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE mit Christians Hommens über die kritischen Erfolgsfaktoren in diesem Investmentsegment und über die Bedeutung des fachlichen Dialogs zwischen Experten. Impact Messung, Impact Infrastructure, Private Equity, Sustainibility & Investing, Private Debt – diese und andere Themen bilden die Grundlage für den Gedankenaustausch im März im Rahmen einer Fachkonferenz (SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS). Unterstrichen wird die Bedeutung des Ökosystems Frankfurt für Themen wie Investment, Entscheidung und Regulierung in diesen Bereichen.

Hill: Impact Investing gilt oft als „nice to have“. Wo sehen Sie heute einen echten strukturellen Wandel – gerade in den Private Markets?

Christian Hommens, Smart Bridges GmbH & Markus Hill Finanzplatz Frankfurt

Hommens: Impact Investing entwickelt sich klar vom Zusatzthema zur strategischen Kernfrage. In den Private Markets erkennen Family Offices und institutionelle Investoren zunehmend, dass langfristige Rendite, Resilienz und Wirkung zusammengehören. Infrastruktur, Private Equity oder Private Credit ermöglichen es, Kapital gezielt einzusetzen – mit messbarem Impact und gleichzeitigem Wertschöpfungspotenzial. Wirkung wird damit zum Qualitätsmerkmal, nicht zum Kompromiss.

Hill: Wo scheitern Investoren in der Praxis – und warum lohnt sich der Austausch bei Smart Bridges?

Hommens: Schwer zu sagen, aber drei Punkte sehen wir immer wieder: fehlende Impact-Messbarkeit, unklare Governance-Strukturen und begrenzter Zugang zu überzeugendem Dealflow. Genau hier setzt unser Forum an. Wir bringen Investoren, Praktiker und Lösungsanbieter zusammen – nicht theoretisch, sondern praxisnah, interaktiv und auf Augenhöhe.

Hill: Welche Themen stehen konkret im Fokus der beiden Tage?

Hommens: Von Impact-Messung über soziale Wirkung bis hin zu Impact Infrastructure. Und natürlich werden Private Equity und Sustainable Portfolio Design genauer betrachtet – ergänzt durch Themen wie Private Credit, Infrastruktur, regulatorische Anforderungen und neue Strukturierungsmodelle. Immer mit Blick auf die Frage: Wie lässt sich Wirkung sinnvoll in Portfolios integrieren, ohne die Performance aus dem Blick zu verlieren?

Hill: Warum ist Frankfurt/Hessen der richtige Ort – und warum gerade jetzt?

Hommens: Frankfurt und Hessen vereinen Kapital, Entscheidungskompetenz und regulatorische Nähe. In einem Umfeld zunehmender Unsicherheit suchen Investoren nach Orientierung und langfristigen Lösungen. Die Verbindung von Impact Investing und Private Markets ist dafür hochrelevant – und unsere Region der ideale Ort für diesen Dialog.

Hill: Vielen Dank für das Gespräch. Ich freue mich auf den Fireside Chat am 17.2.2026 („Family Offices & Stiftungen“, Impact Investing) und auf die Gespräche vor Ort.

Information zur Veranstaltung „SMART IMPACT INVESTING EXCELLENCE FORUM“

Information zur Veranstaltung „PRIVATE MARKETS EXCELLENCE FORUM

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25.2.2026, Frankfurt – „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement“

(Markus Hill – Moderation: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

26.2.2026, Frankfurt – „Forum für Digitale Vermögenswerte (FDV)“

Redaktion – Themenspecial „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement & Digital Assets“

(Interviews / Gastbeiträge, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)

17.3.2026, Frankfurt Private Markets Excellence Forum – „Private Markets, Family Offices & Stiftungen – Due Diligence & Ausblick 2026”

(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Geschäftsführer, VIRATIO GmbH)

Interview mit Christian Hommens SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Frühjahr 2026: Investorenstudie „Präferenzen institutioneller Investoren bei Immobilien & Alternative Investments“

(Markus Hill – Moderation, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Beispiel 2025)

16.4.2026 – „köln let’s talk“ – Bettina Timmler – Immobilien & Dialog

(Medienpartnerschaft)

12.5.2026, Frankfurt: „Value Investing & Rohstoffe & MORE“

(Markus Hill – Moderation & Kurzintro „Fondsboutiquen & USA-Formel“ – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANZPLATZ SCHWEIZ)

17.6.2026, Zürich: Insights – “Family Offices & Fondsboutiquen” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Vortrag – Markus Hill)

10.11.2026, Frankfurt: „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Finanzplatz Liechtenstein“

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