FINANZPLATZ FRANKFURT & FAMILY OFFICES:„Für uns ist wichtig, dass ein Asset Manager Diversifikation in das Portfolio der Stiftung bringt und ein Thema oder einen Stil abdeckt, den es noch nicht hat“ (INTERVIEW – John O’Donnell, Gründer & Partner der VIRIATO GmbH)

„Zur Erkenntnis der Dinge braucht man nur zweierlei in Betracht zu ziehen, nämlich uns, die wir erkennen, und die Dinge selbst, die es zu erkennen gilt“ (René Descartes). Markus Hill sprach für FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE mit John O’Donnell, Gründer & Partner der VIRIATO GmbH, über die aktuellen Herausforderungen als Family Office für Stiftungen in den Bereichen Manager Selektion, Risikomanagement, Alternative Investments, Report und Controlling. Thema des Gespräches waren zudem die Bedeutung von Fondsboutiquen, „Asset Manager & Exit“, Business Judgement Rule sowie Rugby und Schriftstellertum.

John O’Donnell, Gründer & Partner der VIRIATO GmbH

Hill: Welche Bedeutung hat die Auswahl von Asset-Managern für Stiftungen bei Ihnen?
O’Donnell: Neben unserer Kernkompetenz im Reporting und Controlling ist die Auswahl von Asset Managern ein zentrales Thema, bei dem wir unsere Kunden ebenfalls beraten. Es gibt viele Asset Manager, die Produkte anbieten, die angeblich für Stiftungen entwickelt wurden. Liest man die Fondsbeschreibungen, sieht man, dass sie alle Schlagworte wie „regelmäßige Dividende, diversifizierte langfristige Investition“ usw. verwenden, die Stiftungen gerne hören möchten. Allerdings finden wir, dass viele dieser Produkte nach dem Prinzip „One-size-fits-all“ arbeiten und die Strategie „Buy & Hold“ verfolgen, was bedeutet, dass es in Phasen, in denen der Markt fällt, kaum Risikomanagement gibt. Zudem haben viele Stiftungen in Deutschland in ihren Anlagerichtlinien eine Heimatmarktpräferenz (Home bias), die von den Asset Managern ebenfalls bedient wird, obwohl dies definitiv nicht im besten Interesse einer Stiftung ist. Ein gut aufgestelltes Portfolio muss geografische und Investment-Style-Diversifikation aufweisen. Wir achten auf solche Details, wenn wir eine Stiftung bei der Auswahl eines Asset-Managers beraten. Letztendlich sind die Stabilität, Erfolg und Fähigkeit der Stiftung, ihre Projekte zu unterstützen, davon abhängig.

Markus Hill, FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN

Hill: Welche Kriterien sind für Sie besonders wichtig?
O’Donnell: Der Investmentprozess ist, meiner Meinung nach, der Schlüssel. Wir sprechen mit allen Managern, die wir unseren Kunden empfehlen. Zunächst beobachten wir die Performance des Fonds über einige Jahre, und während dieser Zeit führen wir regelmäßig Gespräche mit den Managern. Wir nehmen auch an Veranstaltungen teil, bei denen die Manager ihre Ansätze präsentieren. Wir möchten konsistente Botschaften hören, was zeigt, dass der Manager Vertrauen in seinen Ansatz hat. Für mich ist der Prozess etwas wichtiger als die Performance. Wenn ein klarer Prozess existiert, wird es sowohl für den Manager als auch für uns einfacher, diesen zu kommunizieren, nachzuverfolgen und zu bewerten. Es hat einen enormen Wert, zu wissen, was man von einem Fondsmanager erwarten kann. Zum Beispiel arbeiten wir mit einem Fondsmanager, der ein 50/50-Mandat hat. Er ist derzeit zu 80% in Anleihen investiert (was innerhalb des Mandats erlaubt ist). Aber er hat eine klare Sichtweise, die sich in seiner Positionierung zeigt. Das schätzen wir. Wir wissen, dass er den Aktienmarkt unterperformen wird, aber wir wissen auch, dass er eine diversifizierte Perspektive in den gesamten Portfolioaufbau einbringt. Er erzielt eine akzeptable Rendite, sodass der Kunde nicht unter seiner vorsichtigen Haltung leidet. Wenn er Chancen bei Aktien sieht, nimmt er Positionen ein.

Hill: Spielen Fondsboutiquen bei der Asset-Manager-Auswahl eine besondere Rolle bei Ihnen?
O’Donnell: Sie spielen keine große Rolle. Wir haben erfolgreich mit einem Start-up (Anleihenfonds für Sondersituationen) zusammengearbeitet. Wir kannten den Fondsmanager von seinem vorherigen Unternehmen und wussten, dass er besonders geschickt in seinem Investmentprozess war, weshalb wir ziemlich zuversichtlich waren, dass er mit seiner Boutique erfolgreich sein würde. Ansonsten haben wir eine gute Mischung aus großen, etablierten und bekannten Asset Managern und einigen kleineren. Für uns ist wichtig, ist, dass ein Asset Manager, Diversifikation in das Portfolio der Stiftung bringt und ein Thema oder einen Stil abdeckt, den es noch nicht hat. Dann ist es nicht wirklich wichtig, ob es eine Boutique ist oder nicht. Wir schauen uns die Manager genau an, es gibt sehr interessante Talente im In- und Ausland.

Hill: Wie genau sieht der Prozess bei der Manager Selection bei Ihnen aus?
O’Donnell: Wie bereits erwähnt, verfolgen wir die Manager über mehrere Jahre und führen regelmäßig Gespräche mit ihnen, bevor wir unseren Kunden empfehlen, in ihre Fonds zu investieren. Zusätzlich dazu filtern wir die Fonds selbst und verwenden ein Excel-Format, das wir entwickelt haben. Es ist keine Raketenwissenschaft und wahrscheinlich haben andere ähnliche Werkzeuge, aber wir möchten die Daten selbst sehen und uns nicht auf die Arbeit anderer verlassen. Wenn wir einen Fehler machen, wollen wir, dass es unser Fehler ist und nicht die Ausrede haben, zu sagen: „Es ist ihre Schuld, sie haben die falschen Daten verwendet“. Wir suchen nicht nach Fonds mit der besten Performance, sondern nach solchen, die die Volatilität innerhalb des Fonds in Zeiten, in denen der Markt fällt, steuern können. Das ist selten. Die Korrelation der meisten Aktien mit dem Benchmark steigt, wenn der Markt fällt, da alle gleichzeitig verkaufen. Daher ist es interessant, Manager zu finden, die diesen Rückgang aktiv kontrollieren.

Hill: Gibt es Kriterien im Stiftungsbereich, auf die Sie besonders achten müssen?
O’Donnell: Abseits der Investitionsseite freuen wir uns immer, Asset Manager zu treffen, die Kenntnisse über die rechtlichen und steuerlichen Aspekte haben, innerhalb derer Stiftungen arbeiten müssen. Wir halten es für sehr wichtig, dass die Kostenstruktur offen und transparent ist. Viele Fonds wirken auf den ersten Blick relativ günstig, und Stiftungen investieren aus diesem Grund in sie, ohne die versteckten Kosten zu sehen, die dann die Performance schmälern. Natürlich ist ESG ein sehr wichtiges Thema. Viele unserer Kunden sind Landesstiftungen, und es gibt politische Aspekte, die bestimmte Investitionen nicht zulassen oder die einfach nicht im Sinne der Stiftung sind, selbst wenn es ein gutes Argument für die Investition gibt.

Hill: Wie sehen Sie das Themenfeld „Asset Manager & Exit“ bei der Betreuung Ihrer Mandate?
O’Donnell: Das gehört zum Job. Wir haben einige Wechsel vorgenommen, aber in diesen Fällen mussten wir Manager austauschen, die die Stiftungen vor unserer Zusammenarbeit ausgewählt hatten. Es gab einige Verhaltensaspekte, die zur Entscheidung führten. Natürlich sprechen wir mehrmals mit den Asset-Managern, bevor wir uns entscheiden, eine Beziehung zu beenden. Wir geben klare Hinweise auf die Elemente, die Probleme verursachten, sodass es keine Überraschung ist, wenn es so weit ist.

Hill: Welche Rolle sollten Ihrer Meinung nach Alternative Investments bei Stiftungen spielen?
O’Donnell: Das ist ein großes Thema! Es gibt bei unseren Landesstiftungen einen gewissen Kulturkonflikt zu diesem Thema. Zunächst einmal ist es ein sehr wichtiges Thema. Gut gewählte alternative Investments bringen enorme Vorteile für die Portfolios von Stiftungen. Sie bieten Diversifikation, senken die Volatilität und bringen im Allgemeinen eine sehr gute Rendite. Der Bereich der alternativen Investments ist sehr breit gefächert. Wir haben die Anlagerichtlinien unserer Kunden erfolgreich angepasst, um ihnen zu ermöglichen, an alternativen Investments teilzunehmen, die im Sinne des Stiftungszwecks stehen, ohne unvertretbare Risiken einzugehen. Die Stiftungsreform vom Juli 2023 ermutigt Manager mit der Business Judgment Rule, vertretbare Risiken einzugehen, vorausgesetzt, dass sie sich umfassend über geplante Investitionen informiert haben. Dies bedeutet entweder hausinterne Expertise oder die Zusammenarbeit mit externen Experten.
Der Kulturkonflikt entsteht durch Stimmen innerhalb der Stiftungen (sei es der Aufsichtsrat oder andere Berater), die diese Art von Investitionen als „unnötiges Risiko“ betrachten. Wir verstehen das völlig. Für die meisten Stiftungen ist dies ein neues Gebiet, und es ist gesund und normal, dass Menschen skeptisch sind. Das sollte jedoch nicht die Grundlage für eine Entscheidung einer Stiftung sein, die eine Lebensdauer von Hunderten von Jahren haben wird. Hier stoßen wir oft auf finanzpsychologische Probleme. Die Stiftung ist eine juristische Person, aber das Management sind Menschen und haben dieselben Probleme wie jeder andere Anleger – Heimatmarktpräferenz, Risikoaversion, Recency Bias usw.

Hill: Was steckt genau hinter der Idee eines Family Offices für Stiftungen?
O’Donnell: Teilweise der Punkt, den ich gerade zu den Alternativen gemacht habe – Stiftungsmanager sind sehr gut ausgebildete Menschen, die auf dem Gebiet des Stiftungsmanagements spezialisiert sind und Abschlüsse haben (Naturwissenschaften, Kunst, Forstwirtschaft), aber keine Finanzexperten sind. Könnten sie das lernen? Ja, ohne Zweifel. Ist es ihre Aufgabe? Nein, sie müssen sich um das tägliche Management einer Stiftung kümmern, und nach dem, was ich sehe, nimmt diese Arbeit allein acht bis zehn Stunden am Tag in Anspruch. Darüber hinaus müsste der Manager, selbst wenn er sich entschließen würde, das Investmentmanagement allein zu übernehmen (abgesehen von fehlender Expertise), sich auch mit allen psychologischen Fallstricken auseinandersetzen, die mit der Verwaltung des eigenen Geldes einhergehen. Und es ist nicht ihr Geld, es ist das Geld einer Stiftung. Es gibt viele psychologische Studien, die davon abraten, das eigene Geld zu verwalten. Herr dos Santos und ich arbeiteten in einem Boutique-Asset-Manager und hatten einige Stiftungskunden. Wir sahen, wie sehr das Management darum kämpfte, die notwendigen Erträge zu erzielen und – ohne es zu merken – hohe Risiken einging, aufgrund schlechter Portfolioaufbaugewohnheiten, die sie sich angeeignet hatten. Wir beschlossen, unser eigenes Unternehmen zu gründen und einen Family-Office-Service für Stiftungen anzubieten. Wir haben keine internen Produkte, sodass wir vollkommen unabhängig sind und nicht mit Banken oder Asset-Managern verbunden sind. Es war ein glücklicher Zufall, dass wir uns getroffen haben. Paulos Hintergrund liegt in AIFs, und ich komme aus der Bankenwelt und habe mit Währungen, Anleihen, Aktien und deren Derivaten gearbeitet.

Hill: Was machen Sie, wenn Sie sich gerade einmal nicht mit dem Thema Stiftungen beschäftigen?
O’Donnell: Im Moment genieße ich den Start der Rugby-Saison wieder sehr. Ich verfolge ein Team in Irland namens Leinster. Ich lese gerne, unter anderem Sportbiografien, und zufälligerweise hat einer der besten Rugbyspieler Irlands, Johnny Sexton (er ist letztes Jahr nach der Weltmeisterschaft zurückgetreten), am 10. Oktober ein Buch herausgebracht. Es steht ganz oben auf meiner Liste der Bücher, die ich als nächstes lesen möchte. Ansonsten fahre ich gerne Mountain Bikes und wohne außerhalb von Frankfurt, was großartig ist, da ich nicht weit fahren muss, um schöne Trails zu fahren.

Hill: Vielen Dank für das Gespräch.

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FINANZPLATZ FRANKFURT & FINANZPLATZ SCHWEIZ: „Fondsboutiquen haben ohnehin einen treuen Fankreis – dies gilt bei liquiden- und nicht-liquiden Ansätzen“ (INTERVIEW – Markus Hill & Thomas Caduff, FUNDPLAT)

„Da ich immer wieder von Schweizer Fondsboutiquen gefragt werde, ob ein Markteintritt in Deutschland sinnvoll ist, habe ich mir gedacht: Wer könnte dazu besser Auskunft geben als Markus Hill von MH Services in Frankfurt? Er gilt als ausgewiesener Kenner der deutschen Fondslandschaft – mit einem exzellenten Netzwerk, grosser Marktübersicht und viel Erfahrung im Dialog mit Family Offices. Nicht umsonst wird er in der Branche gerne als «Mr. Family Office» bezeichnet.

Mit seinen reichweitenstarken Kanälen zu den Finanzmärkten in Deutschland, der Schweiz, in Liechtenstein und Österreich ist Markus auch auf LinkedIn bestens vernetzt – ein weiterer guter Grund, warum wir sehr glücklich sind, ihn 2026 bei unseren Events in Zürich und St. Moritz erneut dabeizuhaben. Ich freue mich ausserdem jetzt schon auf unseren Kaffee im November in Frankfurt – und auf das obligatorische gemeinsame Foto. Thomas J. Caduff, CEO, Fundplat GmbH

Caduff: Herr Hill, Sie kennen die Fondslandschaft im deutschsprachigen Raum wie kaum ein Zweiter – wenn in Zürich Katerstimmung herrscht: Wo sehen Sie aktuell noch Lichtblicke oder gar Grund zur Freude?

Markus Hill, MH Services & Thomas Caduff, CEO, Fundplat GmbH

Hill: Das Thema Fondsboutiquen ist ein «Dauerbrenner» auf Investorenseite, hier ist immer Lang­frist­denke angesagt. Fondsboutiquen haben ohnehin einen treuen Fankreis, dies gilt bei liquiden- und nicht-liquiden Ansätzen. Gegenwärtig beobachte ich stark die Diskussion im illiquiden Bereich (AIF etc.), hier positio­nieren sich zunehmend neue Adressen mit exzellenter Expertise aus dem DACH-Raum.

Caduff: Viele Schweizer Fondsboutiquen wollen nach Deutschland – ich bin skeptisch, denn selbst deutsche Anbieter tun sich in der Schweiz schwer. Ist mein Pessimismus unbegründet?

Hill: Nischenanbieter mit exzellenter Expertise und Track Record aus der Schweiz stossen auf Interesse. Markus Hill

Es kommt auf die ersten Schritte an. Viele Dinge werden gerade bei Fonds­boutiquen oft schon zu Beginn bei Markt­eintritt suboptimal «eingefädelt». Das führt oft dazu, dass das erste halbe Jahr des Eintritts auf dem falschen Gleis erfolgt. Nischen­anbieter mit exzellenter Expertise und Track Record aus der Schweiz stossen auf Interesse. Wenn dann noch Added Value im Sinne von Research, Erreich­barkeit und «Fonds­advisor-als-Sparring­partner-Approach» angeboten werden, hat man oft den Fuss in der Tür für ein erstes Gespräch. Gerade Family Offices, nicht nur in Deutschland, schätzen diese Added-Value-Kombination auf der Anbieterseite.

Caduff: Aktiv gemanagte ETFs sind in den USA ein Megatrend – viele Anbieter mit fast identischen Produkten jagen nun auch in Europa denselben Erfolg. Die Preise werden purzeln, der Wettbewerb zieht an. Ist das in Frankfurt ebenfalls das grosse Thema – oder bleibt’s bei Lippen­bekennt­nissen?

Hill: Nein. Marketing, Sichtbarkeit, Kosten, Regulierung – alles Bereiche, wo aktive ETFs durchaus für sich punkten können. Kanniba­lisierung, MeToo-Effekt, Verwässerung des ETF-Gedankens etc. – auch hier sind noch nicht alle Diskussionen beendet. Auf jeden Fall lohnt es sich, dieses Segment auf dem Radar zu haben.

Die Fragen stellte Thomas J. Caduff, CEO, Fundplat GmbH“

Link zum Original-Interview: 

https://fundplat.com/interview/fondsboutiquen-haben-ohnehin-einen-treuen-fankreis-dies-gilt-bei-liquiden-und-nicht-liquiden-ansaetzen/embed/#?secret=howGCrEB5s

Markus Hill ist seit Mitte 2005 unab­hän­giger Asset Mana­ge­ment Consultant. Beruf­licher Hinter­grund sind u.a. Firmen wie SEB Bank (Marke­ting/Produkt­mana­ge­ment, Invest­ment Banking) und Credit Suisse Asset Mana­gement (Vertrieb, Asset Mana­ge­ment). Zu seinen Tätig­keits­fel­dern gehören die Betreuung von Manda­ten im Marke­ting-, PR-Bereich und Fonds­­se­lek­tion. Als ehe­ma­liger Head of Sales Publi­kums­fonds bei einer Invest­ment­­bou­tique (Aktien und Renten) und in der externen Zusammen­­arbeit mit einem Dach­­fonds­­ma­nager stehen kleine- bis mittel­grosse Asset-Mana­gement-Firmen im Fokus seines Inte­resses. Zusätz­lich beschäf­tigt er sich jour­na­lis­tisch mit den Themen Fonds­bou­tiquen (fondsboutiquen.de) und Einsatz von Publi­kums­­fonds bei Insti­­tu­tio­­nellen sowie mit der Thema­tik Ziel­­fonds­­auswahl bei Multi-Mana­­ge­ment-Ansätzen. Zusätzlich liegt ihm der Finanz­­platz Frankfurt als Ort des Gedan­ken­­aus­tausches am Herzen (finanzplatz-frankfurt-main.de).

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Quelle: www.fundplat.com

FINANZPLATZ FRANKFURT: LinkedIn-Kanal und Jubiläum – 5 Jahre & DANKESCHÖN, Einstein & Gastbeitrag „Die ökonomische Relevanz intellektueller Neugier am Finanzplatz“, Gruppe FINANZPLATZ FRANKURT AM MAIN (Markus Hill & Team) 

„Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig“ (Albert Einstein).

1. „In einer Zeit tiefgreifender Transformationen gewinnen Fähigkeiten an Bedeutung, die über Fachwissen hinausgehen. Eine Schlüsselkompetenz ist die intellektuelle Neugier: die intrinsische Motivation, neue Informationen zu suchen, Wissen zu hinterfragen, Reflexion & Perspektiven zu erweitern. Doch trotz ihrer zentralen Rolle für Innovation, Anpassungsfähigkeit & lebenslanges Lernen ist sie unterbewertet.

Sie beschreibt den Wunsch, Ungewissheiten zu beseitigen & kognitiv herausgefordert zu werden. Sie korreliert mit Offenheit für Erfahrungen – einem der ‚Big Five‘ Persönlichkeitsmerkmale – & mit Lernfähigkeit, kreativem Denken & Problemlösungskompetenz. Diese Eigenschaften sind nicht nur individuell vorteilhaft, sondern besitzen hohe ökonomische Relevanz: Unternehmen, die auf Innovationsprozesse setzen, sind resilienter & anpassungsfähiger.“
(Zitat – Beitrag von H.-Joachim Plessentin in FINANZPLATZ DEUTSCHLAND-Gruppe – vollständiger Beitrag: siehe Kommentarfeld)

2. Der LinkedIn-Kanal „Finanzplatz Frankfurt am Main“ wurde im Oktober 2020 gestartet. Die Idee war, dass man noch mehr Freude an dem Themenkreis „Frankfurt, Kommerz, Kultur & MORE“ entwickeln könnte. Der Kanal ist von unserem Team freu kuratiert. (Transparenz: INDIREKTE Unterstützung durch diverse Partner der Asset Management-Industrie / Projektpartner etc. – „Kultur-Sponsoring“). Wir hoffen dass der Kanal zum Januar 2026 die 12.000-Follower-Grenze überschreitet & freuen uns darüber, dass die Unterstützer in den letzten Jahren aus ALLEN Gebieten kommen (Kommerz, Kultur, Politik, Hochschulen, Verbände etc.). Die Anregungen, Kontakte, Ideen & der Gedankenaustausch über die Plattform haben wir für uns immer als eine Bereicherung empfunden. 

Wir DANKEN (!) allen Unterstützern der Finanzplatz-Frankfurt-Community, die uns geholfen haben durch Teilen, Kommentieren und Liken von Beiträgen & für Einladungen zu interessanten Events, Hinweisen auf interessante Multiplikatoren in der RheinMainRegion. Input, Ideen und Anregungen zu dem oben genanntieten sind immer willkommen, gerade der Gedankenaustausch mit anderen Finanzplätzen der DACH-Region ist interessant:
info@markus-hill.com
(Unsere Webseite greift oft diese Themen ebenso auf).

2026 wird es auch wieder einen interessanten LIVE-Gedankenaustausch zu diesen Themen bei „Finanzplatz Frankfurt am Main meets X“, wir freuen uns schon auf die Gespräche in dem Dorf mit Hochhäusern. 
Markus Hill

3. Gruppe „Finanzplatz Frankfurt am Main:
https://lnkd.in/edCXVyCr

PS: Finanzplatz-Multiplikatoren & DACH-Region – wir werden „nach & nach“ Adressen im Kommentarfeld einfügen.

LINK ZUM POSTING AUF LINKEDIN – Zusatzinformation im Kommentarfeld:

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LINK ZUM ARTIKEL IN DER GRUPPE „FINANZPLATZ DEUTSCHLAND“ – „Die ökonomische Relevanz intellektueller Neugier am Finanzplatz“:

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Foto: Finanzplatz Frankfurt

FINANZPLATZ FRANKFURT & GEDANKENAUSTAUSCH: Family Offices, Beauty Contest, Private Markets, Financial Education und „Jahrestagung Family Office“ (INTERVIEW – Dr. Henning Schröer)

„Allerdings sind die Multi Family Offices längst nicht alle gleich gut“

Wo treffen sich Family Officers in Deutschland? Welche Themen prägen aktuell die Agenda – von Nachfolgekonflikten über Testamentsvollstreckung bis hin zu Private Markets? Markus Hill sprach für FINANZPLATZ FRANKFURT mit Dr. Henning Schröer, FIDUBONUM, über die Kunst der Moderation in Familien, die Herausforderungen bei der Auswahl von Multi Family Offices und die Frage, wie Produktanbieter mehr Gespür für die Realität und die Interessenlage von Family Offices entwickeln können. Zusätzlich angesprochen wurde auch das Thema Family Offices, Financial Education & Networking (8. Jahrestagung Family Office).

Dr. Henning Schröer, FIDUBONUM & Markus Hill

Hill: Welche Themen beschäftigen Sie derzeit intensiver?
Schröer: Ich habe im Moment mehrere Mandate, in denen ich mit Familien eine Inhaberstrategie erarbeite. Die Konstellationen sind jeweils sehr unterschiedlich: eine Familie ist sehr groß und es geht vorrangig darum, Gemeinsamkeiten zu schaffen und den Familienzusammenhalt zu stärken. Bei einer anderen Familie gibt es mehrere Dinge, die seit Jahren schon schwelen, aber nie richtig angesprochen wurden. Bei einer dritten Familie knistert es gewaltig, nicht zuletzt aufgrund vermeintlicher Ungerechtigkeiten beim Erbe. Obwohl die Fälle sehr unterschiedlich liegen, hilft es eigentlich immer, mit den Beteiligten über ihre Werte und die sich daraus ergebenden Ziele zu sprechen. Das lenkt zunächst von den kleinteiligen Konflikten ab. Trotzdem lassen sich vom Allgemeinen kommend dann doch sehr konkrete Lösungen entwickeln. Es ist spannend – und nicht selten sogar beglückend – zu sehen, wie viel man hier mit guter Moderation erreichen kann.

Hill: Die „8. Jahrestagung Family Office“ steht vor der Tür. Wie sieht in groben Zügen das Programm aus, Themenstränge und Besonderheiten? Worauf freuen Sie sich besonders?
Schröer: Wir haben wie immer bewusst viele Themen aus ganz unterschiedlichen Bereichen ausgewählt, denn die Jahrestagung soll ja vorrangig den Zertifizierten Family Officern eine thematisch breite Fortbildung ermöglichen. Anknüpfend an die vorherige Frage haben wir eine Mediatorin zu Gast, die zunächst abstrakt und dann im Gespräch mit mir anhand einiger Beispielsfälle vorstellt, wie es in zerstrittenen Familien weitergehen kann, wenn ich mit meinem Latein am Ende bin. Wir haben ein paar spezielle Anlagethemen wie Private Markets, Start-up-Investments und Drittsicherheiten. Sehr geschätzt von unseren Gästen sind auch immer Einblicke in andere Family Offices. Da haben wir in diesem Jahr Porsche, Syngroh (Hansgrohe) und Merck am Start. Und auch für große Familien wichtige Themen wie Testamentsvollstreckung und Sicherheitsrisikomanagement stehen auf der Agenda.
Worauf ich mich besonders freue? Die Veranstaltung wird bestimmt wieder toll. Aber ihren ganz besonderen Reiz zieht sie daraus, dass wahrscheinlich nirgendwo sonst in Deutschland so viele Family Officer aufeinandertreffen und sich austauschen. Da ist im Laufe der letzten Jahre ein richtiges Netzwerk entstanden, weil wir ganz viele „Stammgäste“ haben. Das ist nützlich, aber es ist auch einfach menschlich schön, bestimmte Leute jedes Jahr zur Jahrestagung wiederzutreffen.

Hill: Wir hatten zu Beginn des Jahres bei meinem Panel „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Family Offices, Asset Allocation & Financial Education“ eine interessante Diskussion über ein Projekt von Ihnen, dass sich mit der Auswahl eines Multi Family Offices beschäftigt. Wie hat sich das Projekt dann im weiteren Prozess entwickelt? Welche Schritte waren erforderlich und welche Erfahrungen ziehen Sie aus solchen Projekten?
Schröer: Ich erlebe es in letzter Zeit häufiger, dass Familien sich explizit gegen ein Single Family Office entscheiden, auch wenn ihre Vermögensgröße ein solches hergäbe, und lieber nach einem passenden Multi Family Office schauen. Das erspart ihnen viel Aufwand und Verantwortung. Allerdings sind die Multi Family Offices längst nicht alle gleich gut. Und auch die besten von ihnen sind in manchen Bereichen stärker als in anderen. Deshalb ist es für eine Familie, die ein Multi Family Office beauftragen will, ganz wichtig, vorab zu klären, welche Leistungen sie sich von ihm in welcher Qualität erhofft. Das sind dann ganz ähnliche Überlegungen, wie man sie bei der Gründung eines Single Family Office anstellen würde. Auch die Investmentphilosophie sollte idealerweise schon vor Beginn der Suche feststehen. Es sollte also z.B. geklärt sein, in welche Assetklassen investiert werden soll, an welche Alpha-Quellen man glaubt, wie das Risiko eingegrenzt werden kann, welcher Grad an Unabhängigkeit für die Familie gewahrt bleiben soll etc. Danach kann man mit einer sehr spitz auf die Bedürfnisse der Familie formulierten Ausschreibungsunterlage an verschiedene Multi Family Offices herantreten und mit ihnen über die für die Familie wirklich wichtigen Punkte reden. Auch dann fällt es oft noch nicht leicht, die jeweilige Qualität von außen zu beurteilen. Aber Erfahrung, der Vergleich der Multi Family Offices im Verfahren miteinander sowie der ein oder andere Erfahrungsbericht aus meinem Netzwerk führen letztlich doch zu einem ziemlich guten Bild. Allerdings muss dann auch noch die persönliche Chemie stimmen. Wenn die Familienverantwortlichen mit dem qualitativ besten Multi Family Office oder ihrem für sie zuständigen Repräsentanten fremdeln, wird das zweitbeste oft das bessere sein. Übrigens kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Wettbewerbssituation eines Ausschreibungsverfahrens auch positiven Einfluss auf die angebotenen Preise hat. Da können die für das Auswahlverfahren aufgewandten Gebühren schon nach wenigen Monaten wieder reinverdient werden.

Hill: Sie waren in Berlin auf einer Veranstaltung, die sich an Produktanbieter wandte und diesen die Besonderheiten von Family Offices vermittelt hat. Worüber genau haben Sie gesprochen?
Schröer: Ich habe schon in meiner Zeit als Family Officer der Familie Merz oft den Eindruck gehabt, dass Vermögensverwalter, Fondsmanager, Projektentwickler und andere Produktanbieter mit ein bisschen mehr Gespür für die spezifische Gemengelage eines Family Officers in ihren Vertriebsbemühungen deutlich erfolgreicher sein könnten. Aber dieses Gespür zu entwickeln, ist natürlich nicht ganz einfach. Dabei wollten wir mit unserer Veranstaltung in Berlin unterstützen. Die große Verschiedenheit von Family Offices wird oft betont. Sie ergibt sich nicht nur aus den unterschiedlichen Aufgabenkreisen und der individuellen Entscheidung über Make-or-Buy. Sie hängt auch von Größe und Reifegrad der Familie und der Evolutionsstufe des Family Offices ab. Eine Rolle spielt ferner, wie intensiv sich die Familie in das operative Geschäft des Family Office involviert und wie stark Entscheidungsprozesse institutionalisiert sind. Der Family Officer kann auch hinsichtlich der Vermögensanlage ganz unterschiedliche Rollen spielen. Setzt er nur Investmentideen um, die ihm sein Prinzipal oder eine detaillierte Anlagestrategie vorgeben, wird er für Opportunitäten nicht ansprechbar sein. Wenn die unternehmerische Freiheit des Family Officers gering ausgeprägt ist, wird er möglicherweise an tollen Anlageideen gar nicht interessiert sein. Dann kann er ein Gatekeeper sein, den es zu umgehen gilt. Ob das tunlich ist, will aber auch wohl überlegt sein. Diese und etliche weitere Punkte zu verstehen, ist wichtig, um zu wissen, mit welchen Produkten man sich an wen aus Family Office oder Familie wenden kann. Nicht jeder dieser Punkte lässt sich von außen eindeutig aufklären, aber wenn man weiß, auf welche Dinge man schauen muss, erschließt sich doch schnell recht viel aus dem Innenleben eines Family Offices. Die Seminarteilnehmer in Berlin waren so angetan davon, dass wir entschieden haben, das Seminar demnächst zu wiederholen und auch als firmeninternes Seminar anzubieten.

Hill: Vielen Dank für das Gespräch.

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Foto: Finanzplatz Frankfurt

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FINANZPLATZ FRANKFURT & GEDANKENAUSTAUSTAUSCH: Immobilien, ESG, Frauen, Expertenrat und Networking (INTERVIEW – Bettina Timmler, COMM.PASS)

Finanzplatz Frankfurt – urban, international, aber zugleich nahbar wie ein „Dorf mit Hochhäusern“. In diesem Spannungsfeld entstehen Formate, die über reines Konferenzdenken hinausgehen. frankfurt let’s talk, initiiert von Bettina Timmler, ist ein Beispiel für einen neuen Weg: Boutique statt Masse, Dialog statt Frontbeschallung, Diversität statt Gleichförmigkeit. Immoblien, ESG, Finanzierung, Digitalisierung und Circular Economy – Themen mit Zukunft – werden hier nicht nur angerissen, sondern aktiv bearbeitet. Das Gespräch von Markus Hill (FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN) mit Bettina Timmler zeigt, wie solche Events weit über den Tag hinauswirken und neue Kooperationen ermöglichen. Frankfurt wird so nicht nur Finanzplatz, sondern auch ein Platz für ungewöhnliche Ideen, bundesweit und auch in der DACH-Region.

Hill: Warum sind Ihnen die Konferenzen wie frankfurt let’s Talk so wichtig?

Timmler: Weil hier die drängendsten Themen unserer Branche – ESG, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Finanzierung – im Vordergrund stehen. Aber entscheidend ist: Wir reden nicht über die Themen, wir bearbeiten sie im Dialog. Von Beginn an, seit Mai 2022 war mein Ziel, gemeinsam mit Referentinnen und Teilnehmer: innen sehr interaktiv zu arbeiten. Der Fokus liegt auf Austausch und Beteiligung. Und das wird von allen Seiten begeistert angenommen.

Hill: Was unterscheidet Ihr Format von klassischen Konferenzen?

Timmler: Unsere USP ist klar: Wir sind Boutique-Format: überschaubar, interaktiv, persönlich. Statt großer Kongresse setzen wir auf direkten Dialog, Networking und Best Practices. Das schafft Vertrauen, Offenheit – und konkrete Leads. Schon der Vorabend öffnet den Raum fürs Netzwerken – er ist ein entscheidender Baustein für Vertrauen und Offenheit.

Markus Hill & Bettina Timmler, COMM.PASS

Hill: Sie betonen Interaktivität – wie genau wirkt das?

Timmler: Die Teilnehmer: innen werden aktiv einbezogen, es gibt keine Barriere zwischen Podium und Publikum. Das führt zu lebhaften Diskussionen und auch zu Kooperationen, die weit über die Konferenz hinauswirken.

Hill: Welche Rolle spielt die Diversität bei Ihren Konferenzen?

Timmler: Von Anfang an war klar: Wir brauchen gleichberechtigte Repräsentanz. Deshalb gilt: mindestens 50 % Expertinnen auf den Panels. Das gelingt uns fast immer. Dazu kommt, dass bei jeder der bisher 11 Konferenzen  mehr Frauen als Männer teilnehmen – nicht zuletzt durch meine langjährige Mitgliedschaft bei den Immofrauen(seit 2006)., bei Immosport, und Urban Land Institute. Das hat den großartigen Effekt, dass das berühmte „Miteinander ins Gespräch kommen“ unglaublich leichtfällt. Es entsteht eine Willkommenskultur, die viele Teilnehmende sofort spüren.

Hill: Welche Rolle spielen Expertinnen konkret?

Timmler: Sie bringen Perspektiven ein, die sonst fehlen würden. Ob in Finanzierung, ESG-Beratung, Immobilien oder Technologie – Frauen sind in unseren Panels sichtbarer und wirken als Türöffnerinnen für neue Kooperationen. Für mich ist das ein Kernbestandteil des Erfolges.

Hill: Sie sprechen von USPs – was macht Ihr Konzept noch einzigartig?

Timmler: Ein entscheidender Unterschied: mindestens 50 % unserer Speaker: innen sind Expertinnen. Wir achten konsequent darauf, dass Frauen nicht nur vertreten sind, sondern gleichberechtigt die Panels prägen. In unseren Netzwerken und Communities nehmen inzwischen sogar mehr Frauen als Männer teil. Das ist für unsere Branche alles andere als selbstverständlich – und genau das macht uns erfolgreich.

Hill: Können Sie ein konkretes Beispiel für erfolgreiche Leads nennen?

Timmler: Ja, sehr gern. Aus meiner ersten Konferenz in Hamburg im Januar 2023 entstand der Kontakt zur Kooperation zwischen TRIQBRIQ und Edeka: In Braunschweig wurde der erste Supermarkt Deutschlands errichtet, komplett aus modularen Holzbausteinen – kreislauffähig, rückbaubar, CO₂-sparend. Solche Projekte sind Leuchttürme und entstehen nur, wenn man offen diskutiert und Menschen miteinander verbindet. Ich habe seinerzeit Lewin Fricke eingeladen, TRIQBRIG bei einem Best Practice vorzustellen, da stand TRIQBRIQ ganz am Anfang.

Hill: Wer nimmt an Ihren Konferenzen teil?

Timmler: Wir sind offen für alle Asset-Klassen – von Bestandshaltern über Projektentwickler bis Investoren. Und auch alle Altersgruppen sind vertreten. Mir war es von Anfang an wichtig, auch junge Menschen einzubinden. Deshalb gibt es spezielle U-30-Tickets. Das macht die Gespräche dynamisch und bringt neue Perspektiven.

Hill: Wie sichern Sie Qualität und Aktualität der Inhalte?

Timmler: Nach jeder Konferenz hinterfrage ich mit dem Feedback der Teilnehmer: innen alles neu. Unser Anspruch ist, die Programme immer an den aktuellen Branchentrends auszurichten. Unterstützt werde ich dabei von einem großartigen engagierten  18-köpfigen Expertenrat – mittlerweile mit zehn Frauen besetzt.

Hill: Warum veranstalten Sie Events „auf eigene Weise“?

Timmler: Weil Standardformate zu wenig bewegen. Wir brauchen Räume, in denen Netzwerk, Vertrauen und Kooperation wachsen können. Boutique-Formate, die intensiver sind, ermöglichen genau das. Und: Wir wollen Wirkung erzielen – nicht nur Vorträge konsumieren. Boutique-Formate ermöglichen Tiefe, Interaktivität und Offenheit. Ich habe mit dem Format Timmler’ Talk gelernt, Veranstaltungen so zu gestalten, dass sie Mehrwert und Wirkung erzielen.

Hill: Wie entstehen neue Standorte wie Frankfurt oder Berlin?

Timmler: Ganz einfach: Unternehmen sprechen mich an und sagen, „Kommen Sie doch nach Berlin, kommen Sie nach München – wir wollen Ihr Format auch hier.“ Das freut mich sehr, weil es zeigt, dass die Community wächst. Mein Motto ist: immer neugierig, immer offen für Neues. Sich neu erfinden, ausprobieren – das ist für mich selbstverständlich. Schon in Schul- und Studienzeit hat mich das geprägt und mir beispielsweise das Stipendium bei BMW ermöglicht.

Hill: Nachhaltigkeit ist Ihr roter Faden. Was treibt Sie persönlich an?

Timmler: Das Thema Natur- und Umweltschutz begleitet mich seit meiner Kindheit. Ich erzähle gerne die Geschichte vom Rettungseinsatz fürs Weingartener Moor, den mein Vater damals unterstützt hat. Schon da habe ich gelernt: Man muss Verantwortung übernehmen. Und heute gilt das mehr denn je – wir erleben Überschwemmungen, Extremwetter, Rekordtemperaturen der Ozeane. Wir wissen nicht, welche Kipppunkte schon unumkehrbar überschritten sind.

Die neue EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) fordert eine Reduktion der Netto-Treibhausgasemissionen um 90 % bis 2040. Das betrifft Neubau, Bestand und Betrieb gleichermaßen. Das zeigt: Nachhaltigkeit ist nicht Kür, sondern Pflicht – und genau hier setzen unsere Konferenzen an.

Hill: Was steht als Nächstes an?

Timmler: Nach Frankfurt geht es weiter: wir wollen wir weitere Boutique-Formate umsetzen, noch stärker fokussiert auf die Themen Circular Economy, KI-gestützte ESG-Tools, nachhaltige Finanzierung. Gleichzeitig bleibe ich dabei: Frauen sichtbar zu machen und Kooperationen über unsere Netzwerke hinaus voranzutreiben. Den Dialog fördern und konkrete Kooperationen ermöglichen.

Hill: Vielen Dank für das Gespräch. Der FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN unterstützt mit Freude solche Gelegenheiten zum fachlichen Gedankenaustausch.

LINK / INFORMATION ZUR VERANSTALTUNG „frankfurt let’s talk“ (2.9.2025):

frankfurtletstalk

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Foto: Finanzplatz Frankfurt

FINANZPLATZ FRANKFURT: Haltung, Herkunft und die Kunst echter Begegnung (INTERVIEW – Rubén Zárate, Franziskustreff-Stiftung)

Rubén Zárate im Gespräch: Haltung, Herkunft und die Kunst echter Begegnung

Hill: Rubén, du hast auf LinkedIn viele Menschen mit deinen Beiträgen berührt. Aber fangen wir ganz vorne an: Wo beginnt eigentlich deine Geschichte?

 Zárate: Ich bin 58 Jahre alt – wobei ich es kaum merke. Ich fühle mich deutlich jünger, warum auch immer. Vielleicht, weil ich noch immer neugierig bin und in Bewegung bleibe.
Ich wurde in Lima, Peru geboren, aber meine Kindheit habe ich im Hochland verbracht, in einem kleinen Andendorf namens Pachacayo – auf 3.800 Metern Höhe. Das Leben dort war einfach, aber intensiv: klare Luft, weite Stille, Alpakas, Schafe, Armut – und starke Bindungen.

Rubén Zárate & Markus Hill

Mein Vater nahm 1975 an einem zweijährigen Managementkurs teil – deshalb kamen wir als Familie nach Deutschland und in die Schweiz. In dieser Zeit lebten wir in verschiedenen Städten: Saarbrücken, Düsseldorf, Zürich, Solothurn und Derendingen. Ich war acht Jahre alt. Danach kehrten wir nach Lima zurück, wo ich die Deutsche Schule besuchte. Mit 23 kam ich allein zum Studium nach Deutschland – und bin geblieben.

Ich habe mich seither – oder besser: mein ganzes Leben – zwischen Welten bewegt: geografisch, sprachlich, kulturell. Diese Zwischenräume prägen mich bis heute.

Als peruanischer Staatsbürger war mein Leben in Deutschland lange Zeit geprägt von Unsicherheit. Es war sehr schwer, eine Arbeitserlaubnis zu bekommen, Dokumente zu klären, Rechte einzufordern. Ein Leben mit Angst und Ohnmacht – weil andere über dein Leben entscheiden. Im Jahr 2007 habe ich schließlich die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen. Dafür musste ich meinen peruanischen Pass abgeben. Ein schmerzlicher, aber bewusster Schritt.

Hill: Wie waren die ersten Jahre in Deutschland?

Zárate: Herausfordernd. Ich war neugierig, aber auch verunsichert. Die Sprache war mir fremd, die Codes unausgesprochen. Ich musste viel beobachten, zuhören, mich einfinden. Aber ich habe auch früh gelernt, wie wertvoll es ist, sich in verschiedenen Welten bewegen zu können. Diese Fähigkeit, mich anzupassen, ohne mich zu verbiegen, hat mir in meinem ganzen Leben geholfen.

Hill: Du hast dann in Deutschland als junger Mann BWL studiert und viele Stationen durchlaufen. Was hat dich dabei geleitet?

Zárate: Ein innerer Drang, weiterzukommen. Nicht im Sinne von Karriere um jeden Preis, sondern im Sinne von: verstehen, mitgestalten – aber auch überleben. Ich war in der Zentrale einer deutschen Bank, später kurz in New York. Danach im Vertrieb bei der FAZ, in Call-Centern, in Beratungsunternehmen wie Willis Towers Watson – und irgendwann auch in der Modebranche mit einer eigenen Marke und selbst entworfenen Designs.Meine Kollektionen wurden sogar im KaDeWe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg, Galeries Lafayette sowie bei Loden-Frey und Ludwig Beck in München verkauft – und sogar in Duty-Free-Shops großer Flughäfen geführt. Ich habe nie an das eine perfekte Berufsbild geglaubt. Ich habe an Entwicklung geglaubt.

Hill: Gab es auch Phasen, in denen du gezweifelt hast?

Zárate: Aber hallo – sehr viele sogar. Vor allem in Übergangsphasen. Wenn man nicht weiß, was als Nächstes kommt, fühlt man sich oft klein. Aber ich habe gelernt, dass gerade in diesen Momenten das Wichtigste wächst: Vertrauen in sich selbst. Und eine andere Art von Erfolg – einer, der nicht in Titeln messbar ist, sondern in Haltung. Das Wunderbare war: Ich traf immer wieder Menschen, die an mich glaubten. So konnte ich mich immer wieder aufrichten.

Hill: Mode ist ein ganz anderes Feld. Was hat dich daran gereizt?

Zárate: Stil, Identität, Ausdruck. Kleidung ist mehr als Stoff – sie ist Haltung. Und gerade als jemand, der zwischen Welten lebt, finde ich Kleidung spannend. Ich arbeite aktuell – neben meinem Beruf im sozialen Bereich – an einer neuen Herrenkollektion aus Alpaka, die meine Wurzeln und mein heutiges Leben verbindet. Ich erzähle darin meine Geschichte. Es geht nicht nur um Mode, sondern um die Erzählbarkeit von Herkunft und Eleganz.

Katharinenkirche

Hill: Wie kam es zur Idee mit Alpaka?

Zárate: Das Alpaka ist ein Tier meiner Kindheit im Hochland Perus. Mein Vater war Geschäftsführer einer großen Firma mit rund 2.000 Mitarbeitenden, die Alpaka- und Schafwolle sowie Fleisch produzierte und exportierte. Für mich steht die Wolle des Alpakas für Wärme, Natürlichkeit und zugleich für Luxus. Ich wollte etwas schaffen, das nicht laut ist, aber Charakter hat – wie viele Menschen, die ich bewundere. Diese Kollektion ist kein Massenprodukt, sondern Ausdruck einer Haltung: Weniger, besser – und mit Seele.

Hill: Du arbeitest heute hauptberuflich in der Franziskustreff-Stiftung. Wie kam es dazu?

Zárate: Bruder Paulus, der Vorstand der Franziskustreff-Stiftung, hat mich mitten in der Coronakrise angesprochen. Ich wollte etwas Sinnvolles tun. Heute begleite ich als Wohltäter-Berater Menschen, die helfen möchten – institutionell oder privat – und solche, die Hilfe brauchen. Ich sehe mich als Brückenbauer zwischen zwei Realitäten: denen, die geben können, und denen, die empfangen müssen. Gemeinsam mit einem großartigen Team organisieren wir jeden Morgen ein Frühstück für rund 180 Gäste, bieten soziale Beratung an – und das seit über 32 Jahren. Ohne die Hilfe und das Vertrauen unserer Spenderinnen und Spender wäre all das nicht möglich.

Es ist eine stille, aber tiefgreifende Arbeit. Ich führe Gespräche mit Spender:innen, mit Unternehmen, mit Gästen – und oft auch mit mir selbst. Dabei geht es um mehr als materielle Hilfe. Es geht um Würde, Augenhöhe und Vertrauen.

Hill: Was nimmst du aus diesen Begegnungen mit?

Zárate: Dankbarkeit. Und Demut. Ich habe gelernt: Nicht jeder, der auf der Straße lebt, ist gebrochen. Und nicht jeder im Anzug oder Kostüm hat Klarheit. Ich versuche, diese Geschichten in meinen Alltag zu lassen – auch auf LinkedIn. Dort teile ich keine Erfolgsstorys, sondern stille Heldengeschichten. Die Welt braucht mehr davon.

Café Hauptwache

Hill: Und wenn du nicht arbeitest?

Zárate: Dann lebe ich zurückgezogen – mitten im Wald, in einem alten Bauernhof im Taunus. Ohne Luxus, aber mit Seele. Ich koche und backe gerne, treffe gute Freunde. Ich liebe das Landleben, den Rhythmus der Natur, das Holz, die Tiere. Dieser Ort gibt mir Ruhe und Erdung. Dort tanke ich auf. Dort höre ich zu – mir selbst und der Welt.

Hill: Du organisierst auch private Dinners. Was hat es damit auf sich?

Zárate: Das sind kleine Abende mit besonderen Menschen. Banker, Künstlerinnen, Menschen aus sozialen Projekten, Anwälte, Kreative. Ich lade sie ein – an einen Tisch, in eine ehrliche Atmosphäre. Es gibt gutes Essen, ehrliche Gespräche, keine Titel. Jeder zahlt selbst.

Meine Gäste wissen, wenn ich sie einlade, dass ich es schaffe, Menschen mit Herz und Substanz zusammenzubringen. Für mich ist das gelebte Verbindungskunst. Und oft beginnt Veränderung dort, wo Menschen sich einfach gegenüber sitzen – ohne Agenda.

Hill: Du hast eine gewisse Ruhe in deiner Art. Woher kommt die?

Zárate: Vielleicht aus dem Hochland. Oder aus vielen Gesprächen mit Menschen, die alles verloren haben und trotzdem lächeln. Oder aus dem Wissen, dass nicht ich im Zentrum stehen muss – sondern das, was zwischen uns entsteht. Ich glaube an Stille als Qualität.

Und vielleicht auch, weil ich mit 35 Jahren einen Gehirntumor hatte und operiert wurde. Wenn du das im eigenen Leib erlebst – wie schnell sich alles ändern kann, wie plötzlich du abhängig wirst und ausgeliefert bist – dann verändert das deinen Blick auf das Leben. Ich lebe seither bewusster, intensiver, nachdenklicher. Und vor allem: dankbarer. Vielleicht ist auch deshalb meine Nähe zu Gott gewachsen – nicht durch ständigen Kirchgang, sondern durch stille Gebete. Besonders bei meinen Spaziergängen im Wald. Dort bin ich verbunden – ohne viele Worte, aber mit offenem Herzen.

Aber du darfst nicht vergessen: Ich bin Latino. Und das Temperament – das habe ich definitiv von meiner Mutter geerbt. Wie meine Freunde und Kolleginnen bestätigen können, bleibt es bei mir nicht immer still. Ich kann sehr liebevoll, aber auch direkt und temperamentvoll sein. Das gehört zu mir. Und das will ich auch gar nicht verleugnen. Und ja – leise bin ich nicht immer, aber echt bin ich immer.

Hill: Was bedeutet dir Frankfurt?

Zárate: Viel. Ich bin auch ein Frankfurter. Meine Stadt. Hier habe ich mich oft neu erfinden müssen. Ich habe Aufstieg erlebt, Brücken gebaut, aber auch Einsamkeit erfahren. Frankfurt ist hart, aber ehrlich. Und es gibt Menschen, die wirklich zuhören. Das versuche ich weiterzugeben – ob in Gesprächen, beim Frühstück im Franziskustreff oder abends bei einem Glas Wein mit Freunden.

Hill: Du bist Mitglied im Expertenbeirat des „Fonds auf Augenhöhe“ der Software AG – Stiftung. Was bedeutet dir diese Rolle?

Zárate: Sie ist Ausdruck von Vertrauen. Wir unterstützen Projekte, die Geflüchteten auf Augenhöhe begegnen. Das ist für mich nicht nur Ehrenamt, sondern eine Haltung. Ich bin selbst als Kind in ein neues Land gekommen. Ich weiß, wie still man werden kann, wenn man nicht weiß, ob man dazugehört. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen Menschen nicht nur mitgedacht, sondern mitgemeint werden. Ich bin davon überzeugt: Herkunft verpflichtet. Und das lebe ich.

Hill: Du sprichst oft über Haltung. Was heißt das für dich konkret?

Zárate: Haltung ist, wenn man auch dann aufrecht bleibt, wenn keiner zusieht. Es ist die Summe aus Erfahrung, Werten und Mut. Es bedeutet, nicht alles mitzumachen, was geht – sondern das zu tun, was richtig ist. Ich glaube, dass das gerade im Finanzplatz Frankfurt eine wichtige Rolle spielt. Vielleicht mehr denn je.

Und Haltung zeigt sich auch im Kleinen: Wenn Menschen sagen, sie melden sich – und es nicht tun. Wenn Angebote gemacht werden – und am Ende nichts kommt. Gerade in einer Stadt wie Frankfurt, in der viele mit Expertise handeln und sich glänzend präsentieren, beobachte ich das immer wieder. Für mich ist das bezeichnend: Wer im Kleinen nicht verlässlich ist, wird es auch im Großen schwer haben. Ich sage das nicht vorwurfsvoll – sondern als Einladung, Haltung nicht nur zu denken, sondern zu leben. Alle sprechen heute von Werten. Doch sie müssen auch im Alltag gelebt werden – sonst bleiben sie leere Worte.

Hill: Was wünschst du dir für die Zukunft?

Zárate: Mehr Zwischenräume. Weniger Lautstärke, mehr Zuhören. Und dass Menschen wieder lernen, miteinander zu sein – ohne Agenda. Ich wünsche mir Räume für Resonanz, nicht nur für Reaktion.

Hill: Und für den Finanzplatz Frankfurt?

Zárate: Weniger Maske, mehr Haltung. Und einen Tisch, an dem nicht nur Zahlen, sondern auch Geschichten Platz haben. Ich wünsche mir, dass Menschlichkeit und Sensibilität nicht als Weichheit gelten – sondern als Kompetenz.

Hill: Rubén, vielen Dank für das interessante und offene Gespräch.

Zárate: Danke dir, Markus – wer sagt denn, dass man am Finanzplatz Frankfurt nicht auch über Haltung, Würde, Mode und vielleicht sogar Alpakas sprechen darf? Es war mir ein echtes Vergnügen.

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FINANZPLATZ FRANKFURT & RESEARCH: Studie „Alternative Investments, Immobilien & ESG“ – Video (Paneldiskussion – Sebastian Thürmer, artis ICM & Dr. Michael König, Primus Valor AG – Markus Hill)

FINANZPLATZ FRANKFURT & RESEARCH: Studie „Alternative Investments, Immobilien & ESG“

Markus Hill sprach für FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE & FONDSBOUTIQUEN.DE mit Sebastian Thürmer (artis Institutional Capital Management GmbH) und Dr. Michael König (Primus Valor AG) über die Ergebnisse der Studie „Präferenzen institutioneller Anleger bei Immobilien und Alternative Investments 2025“. Zum einen wurden die allgemeinen Inhalte und Ergebnisse der Studie zu Immobilien, Alternative Investments und ESG erläutert (Immobilien, Infrastruktur, Erneuerbare Energien etc.), zum anderen wurde intensiver über das Thema Investments in Wohnimmobilien in Deutschland und Asset Allocation diskutiert.

INSTITUTIONELLE INVESTOREN wurden auch in diesem Jahr bei dieser Befragung wieder zu folgenden Entwicklungen (Bereiche & Stichworte) befragt: Planung zum Ausbau der Immobilienquote, Nutzungsarten, Allokation, Regionen, Alternative Investments (AI)-Quoten, AI Segmente, Private Debt, Erneuerbare Energien, Infrastructure Equity, Private Equity, Attraktivität der Asset-Klassen, Bedeutung & Strategie „Nachhaltigkeit“, ESG – Leitfaden & Analyse, Impact Investing, energetische Sanierungsmaßnahmen bei Immobilien.

INFORMATION:

www.artis-icm.de (Sebastian Thürmer)

www.primusvalor.com (Dr. Michael König) 

Rückfragen zur Studie (Zusammenfassung, Zusatzinformationen, PDF etc.): info@markus-hill.com

Institutionelle Investoren erhalten die Studie kostenfrei. Bei Interesse an einer Teilnahme für die Studie in 2026 bitte einfach eine Nachricht an die oben angegebene Mail senden.

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FINANZPLATZ FRANKFURT & FACT-FINDING-MISSION: Family Offices, Vermögensstrukturierung, Fondsdomizile: Luxemburg, Schweiz, Liechtenstein oder Deutschland – Welches Fondsdomizil ist wirklich der „beste Freund“ des Family Offices? (Markus Hill)

Finanzplatz Frankfurt am Main & Gedankenaustausch: Family Offices, Vermögensstrukturierung, Fondsdomizile: Luxemburg, Schweiz, Liechtenstein oder Deutschland – Welches Fondsdomizil ist wirklich der „beste Freund“ des Family Offices?

1. Finanzplatz Luxemburg = alternativlos? Viele Family Offices folgen fast reflexartig dem Ruf Luxemburgs, wenn es um die Auflage eines Private Label Fonds geht. Doch ist der Luxemburger Prestigestatus immer gerechtfertigt? Hohe Kosten und komplexe Strukturen in Luxemburg stehen inzwischen in der Kritik .


2. Finanzplatz Deutschland dagegen mausert sich zum Geheimtipp: Deutlich niedrigere Verwaltungskosten und eine einfachere Besteuerung locken – aber traut sich die Branche, aus dem Schatten Luxemburgs herauszutreten? These: Manchmal ist der „Herdentrieb“ stärker als der Blick für alternative Lösungen.

3. Finanzplatz Schweiz vs. EU: Der Schweizer Finanzplatz genießt weltweites Ansehen, doch ein Fonds ohne EU-Passport bleibt eine Insel. Warum also setzen einige Family Offices weiterhin auf Schweizer Strukturen, während Finanzplatz Liechtenstein alle Türen zum EU-Markt öffnet und Schweizer Investoren sogar steuerliche Vorteile bietet ? Provokante Frage: Ist es Bequemlichkeit oder Unkenntnis, dass “Sonderlocken” wie Liechtenstein noch zu selten in Erwägung gezogen werden?

4. Entweder/Oder – oder sowohl als auch? Muss ein Family Office alles auf eine Karte setzen, oder ist die Zukunft hybrid? Einige große Vermögensverwalter nutzen parallel mehrere Domizile: z.B. einen Luxemburger Fonds für internationale Anleger und einen deutschen Spezial-AIF für heimische Zwecke. Diskussionsanstoss: Denken Family Offices noch zu sehr in Schubladen (“Entweder Luxemburg oder Deutschland”) anstatt kreativ zu kombinieren?

5. Andere Fondsdomizile (FINANZPLATZ ÖSTERREICH? – Malta, Gibraltar, Mauritius, Guernsey etc.), andere Lösungsansätze – welche Punkte oben müssten noch stärker bei einer neutralen Diskussion in den Vordergrund gestellt werden?

Finanzplatz Frankfurt am Main & Fondsboutiquen positionieren sich hier aus fachlicher Sicht gezielt und bewusst als neutral. Transparenz: Am 18.11.2025 wird bei der diesjährigen Veranstaltung „Finanzplatz Frankfurt trifft Finanzplatz Liechtenstein“ unter anderem auch als ein Punkt von vielen das Thema „Vermögensstrukturierung bei Family Offices“ angesprochen werden. Um fachorientiert und auch „unbefangen“ diskutieren zu können, ist es hilfreich das PRO und CONTRA der Fondsdomizile ansprechen zu können. Die Praxisimpulse dieser „Anfrage“ möchten wir vor der Veranstaltung in kurzer Form auch in einem Beitrag thematisieren. Praktische Impressionen von Markteilnehmern (Family Offices, KVGen, Regulatoren & „Multiplikatoren“ etc.) erscheinen an dieser Stelle oft weit wertvoller als Theorie-Recherchen im Netz. Input, Ideen und Anregungen zu dem Themenfeld sind willkommen:
markus.hill@finanzplatz-frankfurt-main.de

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Foto: ChatGPT

FINANZPLATZ FRANKFURT: Fondsboutiquen, Private Markets, Family Offices & „Off-Market-Design“ – ist das Branding oder kann das weg? (KOMMENTAR – Markus Hill)

Fondsboutiquen & USA-Formel – Unabhängigkeit, Spezialisierung und Authentizität sind die hervorstechenden Merkmale dieser Hidden Champions der Asset Management-Branche. Diese Häuser lieben, was sie tun. Mit Leidenschaft setzen sie ihre tiefe „Nischen-Kompetenz“ zum Vorteil des Inverstors ein, in ihren Anlageentscheidungen sind sie absolut frei. Der Erfolg des Spezialisten-Ansatzes ist unbestritten. Viele dieser Ansätze werden aber heute immer noch so vermarktet, als ob Mund-zu-Mund-Propaganda der alleinige Faktor für den Boutiquen-Erfolg sei. Warum werden klassische Marketing-Mix-Ansätze oft kritisch gesehen? Gibt es andere Pfade, die man beschreiten könnte?

PR, Branding und „Verbrannte-Erde-Faktor“
Viele der nicht-visiblen Häuser betreiben natürlich Business Development. Die Strukturen reichen von Eigentümern, die allein über persönliches Netzwerk erfolgreich vertreiben, bis hin zu Häusern, die eigene Vertriebseinheiten haben. Gerade bei kleineren Boutiquen steht das Thema Vertrieb im Fokus, Branding („Markenbildung“) und Klickzahlen-PR sind für diese Adressen oft weniger interessant. Kostenintensive Advertorials oder die fortwährende Publikation von Unternehmensnachrichten über Presseverteiler erscheinen hier oft wenig zielführend.

Markus Hill, FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN

Asset Management, PR-Branche und das Misfit-Problem
Stoßen PR-Agentur und Fondsboutique aufeinander, dann bekommt man aus dem Markt oft folgendes Feedback: Die PR-Agentur möchte Themen wie Visibilität, Brandung und Reichweite verkaufen. Die Boutique schätzt diese Themen sehr. Unterschwellig steht aber häufig folgende Erwartung im Raum: Optimal wäre, dass nach Erscheinen des Artikels eine Ansprache von Investoren („Leads“) erfolgt. Die PR-Agenturen können hier in der Mehrzahl der Fälle nicht liefern. Woran liegt das? PRler sprechen allzu gern mit PRlern, Produktanbietern und mit Journalisten. Doch die wenigsten Medien-Professionals verfügen über eine überzeugende Vernetzung mit dem Segment Investoren – übrigens ein oft gehörtes Argument von Boutiquen-Seite. Selbst klassische, reichweitenstarke Publikationen tun sich hier oft schwer, weil ein Großteil der Medieninhalte fachlich nur bedingt die Interessen von Produktspezialisten und Investoren trifft: Ein interessantes White Paper von einem schreibgewandten Vertriebler geschrieben – und an eigene Investoren und Prospects kommuniziert – kann hier oft weit weniger Streuverlust haben, als das besagte Advertorial einer auflagenstarken Publikation.

Herausforderung für die Asset Management-Branche
Branding ist nicht Mystik. Natürlich besteht der Königsweg für gegenwärtig wenig visible Boutiquen im Private Markets-Segment darin, mit ihren Kernkompetenzen wahrgenommen zu werden. Häuser mit klassischem Off-Market-Charakter sehen im Vertrieb, kombiniert (!) mit einem gewissen Bekanntheitsgrad, den optimalen Weg. Viele Pfade führen hier nach Rom. Einige der Häuser fahren zweigleisig, etwas Pressearbeit, etwas Marketing und der Kernfokus auf dem Vertrieb. Für die klassischen Dienstleister im Kommunikationsbereich findet sich hier ein spannendes Feld. Viele Häuser gehen aber hier zunehmend neue Wege, Stichworte: Social Media, LinkdedIn und eine dezente Direktansprache von Prospects.

Family Offices, Off-Market-Ansatz und Lernkurve
Vielleicht können kleinere Boutiquen etwas von Family Offices lernen. Viele dieser Häuser haben eine ähnliche Herausforderung: Eine spezielle Expertise in Zusammenhang mit dem Anspruch, dass man eigentlich nicht aggressiv verkaufen möchte. Daher haben viele Family Offices die Konferenz als Format für sich entdeckt. Ähnlich wie bei Boutiquen im Private Markets-Bereich wird hier über die Faktoren Expertise und Vertrauen gearbeitet, Schlagworte: Expertise, Pull-Faktor, PR, Social Media & Face-to-Face-Kontakt – es heißt ja nicht umsonst Marketing-Mix!

Markus Hill ist unabhängiger Asset Management Consultant in Frankfurt am Main. Kontakt: info@markus-hill.de; Website: www.markus-hill.de

Foto: Michael Jakobi

Quelle: IPE D.A.CH

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FINANZPLATZ FRANKFURT: „Erneuerbare Energien liegen laut unserer Studie mit beachtlichen 52% bei geplanten Investitionen immer noch im Fokus der Institutionellen“ (INTERVIEW – Sebastian Thürmer, artis Institutional Capital Management GmbH)

Sebastian Thürmer, artis Institutional Capital Management

Die artis-Studie „Präferenzen institutioneller Anleger bei Immobilien und Alternativen Investments“ liefert auch in diesem Jahr wieder aktuelle Zahlen und interessante Erkenntnisse. Markus Hill sprach für FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN mit Sebastian Thürmer, artis Institutional Capital Management GmbH, über die Ergebnisse der Umfrage. Schwerpunkte der Ausführungen dieses Interviews (Teil 2 v. 2) war der Megatrend „Infrastruktur“ mit dem Fokus auf die Segmente Erneuerbare Energien und Infrastruktur Equity. Bereiche wie Wind- und Solarenergie, Repowering, Speichersysteme und das Investment in Verkehrsinfrastruktur standen ebenso im Fokus der Studie wie der Ausblick auf andere, investitionsrelevante Entscheidungsfaktoren und aktuelle Trends bezüglich des Themenfeldes „Nachhaltigkeitsaspekte“.

Hill: Herr Thürmer, wenn man die artis-Studienergebnisse von 2023 und 2024 mit denen von 2025 vergleicht, scheinen die Planungen der Institutionellen für die Anlageklasse „Erneuerbare Energien“ tendenziell rückläufig zu sein. Viele Produktinitiatoren sprechen aber weiterhin von einem Megatrend. Wie schätzen Sie langfristig die Perspektiven dieser Assetklasse ein?
Thürmer: ‚Erneuerbare Energien‘ liegen laut unserer Studie mit beachtlichen 52% bei geplanten Investitionen immer noch im Fokus der Institutionellen. Nur Infrastructure Equity ist mit 64% noch mehr gefragt. Deshalb bleiben die Perspektiven auch nach wie vor positiv. Richtig ist aber auch, dass in den letzten Jahren mehr Wettbewerb bei den Alternativen zu beobachten ist. Beispielsweise Infrastructure Equity, also die komplette Energiepalette und seit einigen Jahren weitere Themen wie Verkehr und Digitalisierung. Es ist erstaunlich, dass sich Erneuerbare trotz der starken Konkurrenz auf diesem hohen Niveau halten.

Markus Hill, FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN

Hill: Also erwarten Sie keine Verschiebungen in naher Zukunft?
Thürmer: Märkte passen sich immer an. Erneuerbare mit klassischen Wind- oder Solarparks wird es auch in Zukunft geben, aber die neue Produktgeneration geht mehr auf die zukünftigen Anlegerbedürfnisse ein. Institutionelle Anleger investieren mittlerweile auch in Projektentwicklungen im Late-Stage-Bereich. Dafür spricht nicht nur eine höhere Rendite, sondern auch ein entsprechender Projekteinfluss, nicht nur in Bezug auf Nachhaltigkeit. Ebenso steigt das Interesse der Investoren an Hybridparks, der Kombination von Wind- und Solarparks. Professionelle Anleger investieren auch nicht erst seit gestern in Erneuerbare. Sie sind mit dem Thema „Altobjekte“ bestens vertraut. Hier ergeben sich Anlageopportunitäten im Repowering, also der Installation neuer Module in bereits aktiven, genehmigten und erschlossenen Anlagen. Das bedeutendste Thema für die nächsten Jahre sind aber Speichersysteme, die zur Überbrückung von Dunkelflauten gebraucht werden. Marktanalysten von Bloomberg/NEF erwarten bei den weltweiten Speicherkapazitäten bis 2030 ein Wachstum von mehr als 20% p.a. Batteriespeicher nehmen dabei die Hauptrolle ein. Solche Speicheranlagen können zwar auch von klassischen Infrastrukturfonds erworben werden, passen thematisch aber wesentlich besser zu Erneuerbaren. Gerade beim Thema Speicherung wird die Nachfrage in den nächsten Jahren stark ansteigen. Investoren bieten sich also auch zukünftig sehr gute Perspektiven bei den Erneuerbaren.

Hill: Infrastrukturinvestments gehören laut Ihrer Studie zu den bevorzugten Investitionsfeldern institutioneller Anleger. Nun schnürt der Staat ein gigantisches Schuldenpaket, um in die Bundeswehr, aber auch massiv in die Infrastruktur zu investieren. Kann es sein, dass sich der Staat dabei die Filetstücke heraussucht und Institutionelle das Nachsehen haben?
Thürmer: Der Staat muss in bestimmte Bereiche vorinvestieren, damit zusätzlich privates Kapital angelockt werden kann. Die öffentliche Hand muss sich aber auch in Teilbereichen engagieren, welche für private Investoren weniger interessant sind. Institutionelle nutzen meist Geschäftsfelder mit attraktivem Wachstumspotenzial, planbaren Cashflows, klaren Risikostrukturen, einer hohen Transparenz sowie einem aktiven Beitrag zur Senkung von CO2-Emissionen in Richtung „Net-Zero-Emissionen“.  Man kann das geplante Schuldenpaket auch positiv umschreiben und beispielsweise Investitionspaket nennen, das in den nächsten Jahren für zusätzliches Wirtschaftswachstum sorgt. Professionelle Marktteilnehmer dürfen sich nicht nur mit dem vorhandenen Produktangebot auseinandersetzen, sondern müssen die Märkte genau analysieren und in die Zukunft blicken, um interessante Nischenthemen zu entdecken, die zum jeweiligen Geschäftsmodell des Investors passen. Dann finden sich auch Möglichkeiten für Poolanlagen oder Co-Investments.

Hill: Können Sie uns hierzu ein Beispiel nennen?
Thürmer: 25% der Treibhausgasemissionen in der EU werden vom Verkehr verursacht. Der Verkehrssektor ist damit der drittgrößte CO2-Emittent und liegt bei der Dekarbonisierung im Vergleich zum Energiesektor beträchtlich zurück. In der Politik und in den Medien wurde in letzter Zeit viel über Infrastrukturmaßnahmen debattiert. Die Bahn dürfte zu den Profiteuren des neuen Infrastrukturpakets zählen. Es geht um den Ausbau sowie die Sanierung des Schienennetzes, was sowohl für den Personen- wie auch für den Güterverkehr von Nutzen ist. Gleichzeitig möchte die Bahn, aus politischen Gründen, kräftig in den Personenverkehr, also beispielsweise in neue Waggons, investieren. Wenn man sich aber die Verkehrsprognose des Bundes 2040 ansieht, welche vor einigen Wochen vom Bundesverkehrsministerium vorgestellt wurde, wird der Personenverkehr nur um 8% zulegen. Der Güterverkehr hingegen wächst im gleichen Zeitraum um ein Vielfaches. Das kann die Lücke für institutionelle Anleger sein. Wenn man bedenkt, dass ein Großteil der Schienenfahrzeuge, insbesondere Lokomotiven und Güterwagen, noch aus den 70er-Jahren stammen, kann man sich den Bedarf gut vorstellen. Plötzlich kommen nun solche Anlageprodukte für institutionelle Anlegergruppen auf den Markt. Die Renditen sind sehr attraktiv und die Fondslaufzeiten sind wesentlich kürzer als wir das von den Energiethemen her kennen. Außerdem reduziert der Gütertransport die Treibhausgasemissionen gegenüber dem Transport auf der Straße um durchschnittlich 80%, was den Nachhaltigkeitsgedanken institutioneller Investoren sehr entgegen kommt.

Hill: Bei welchen Kapitalanlageentscheidungen werden Nachhaltigkeitsaspekte besonders berücksichtigt?
Thürmer: In der Regel geschieht dies bei neuen Immobilien-, Private Debt-, Infrastructure Equity- und Erneuerbaren Energien-Investments, weniger bei Private Equity- oder liquiden Anlagen. 9% investieren über alle Assetklassen hinweg nur noch in nachhaltige Kapitalanlagen, dabei handelt es sich eher um kirchliche Einrichtungen oder Stiftungen. Über 60% der befragten Teilnehmer sind wählerischer und machen dies von der jeweiligen Assetklasse abhängig.

Hill: Unabhängig von Assetklassen, welche aktuellen oder zukünftigen Megatrends werden in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle einnehmen?
Thürmer: Aktuelle Themen wie der Klimawandel, Ressourcenknappheit, weltweiter Wettbewerb um wichtige Rohstoffe, neue Technologien, Digitalisierung, der demographische Wandel, bestehende und zukünftige geopolitische Krisen, weltweit steigende Staatsverschuldungen oder die Sicherung unserer Sozialsysteme werden den Druck auf Politik, Gesellschaft und Kapitalmärkte weiter erhöhen. Diese Trends bedürfen tragfähiger Lösungen und werden uns fortlaufend – mal mehr, mal weniger – weiter beschäftigen.

Hill: Herr Thürmer, vielen Dank für das Gespräch.

Sebastian Thürmer ist geschäftsführender Gesellschafter der artis Institutional Capital Management GmbH in Frankfurt am Main. artis ist ein unabhängiger Placement Agent und Consultant für institutionelle Anleger in der D-A-CH-Region mit der ausschließlichen Ausrichtung auf Immobilien und Alternativen Investments. Seine Schwerpunkte sind die Eigenkapitalgenerierung für Produktinitiatoren sowie die Allokationsberatung für institutionelle Investoren.

Die Studie „Präferenzen institutioneller Anleger bei Immobilien und Alternativen Investments 2025“ kann digital unter info(at)artis-icm.de angefordert werden. Institutionellen Investoren wird die Studie kostenfrei zur Verfügung gestellt.

FINANZPLATZ FRANKFURT & RESEARCH: Studie „Alternative Investments, Immobilien & ESG“

Markus Hill sprach für FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE & FONDSBOUTIQUEN.DE mit Sebastian Thürmer (artis Institutional Capital Management GmbH) und Dr. Michael König (Primus Valor AG) über die Ergebnisse der Studie „Präferenzen institutioneller Anleger bei Immobilien und Alternative Investments 2025“. Zum einen wurden die allgemeinen Inhalte und Ergebnisse der Studie zu Immobilien, Alternative Investments und ESG erläutert (Immobilien, Infrastruktur, Erneuerbare Energien etc.), zum anderen wurde intensiver über das Thema Investments in Wohnimmobilien in Deutschland und Asset Allocation diskutiert.

INSTITUTIONELLE INVESTOREN wurden auch in diesem Jahr bei dieser Befragung wieder zu folgenden Entwicklungen (Bereiche & Stichworte) befragt: Planung zum Ausbau der Immobilienquote, Nutzungsarten, Allokation, Regionen, Alternative Investments (AI)-Quoten, AI Segmente, Private Debt, Erneuerbare Energien, Infrastructure Equity, Private Equity, Attraktivität der Asset-Klassen, Bedeutung & Strategie „Nachhaltigkeit“, ESG – Leitfaden & Analyse, Impact Investing, energetische Sanierungsmaßnahmen bei Immobilien.

INFORMATION:

www.artis-icm.de (Sebastian Thürmer)

www.primusvalor.com (Dr. Michael König) 

Rückfragen zur Studie (Zusammenfassung, Zusatzinformationen, PDF etc.): info@markus-hill.com

Institutionelle Investoren erhalten die Studie kostenfrei. Bei Interesse an einer Teilnahme für die Studie in 2026 bitte einfach eine Nachricht an die oben angegebene Mail senden.

Foto: Michael Jakobi

QUELLE: IPE D.A.CH

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