FINANZPLATZ FRANKFURT & FINANZPLATZ SCHWEIZ: Uetliberg, Frauen und Sicherheit – Technologie, Community, Stiftungen & Drinkschutzdeckel (INTERVIEW – Jacqueline Lehmann, CEO – P3ACH)

Der Finanzplatz Schweiz bringt eine Vielfalt von interessanten Personen in den Dialog. Auch dieses Jahr ergab sich bei dem THE FINANCE & FUTURE-Summit (Thomas Caduff)  am Uetliberg die Gelegenheit zum Kennenlernen von verschiedenen „Out-of-the-Box“-Themen, Frauen & Sicherheit. Wie kann ein persönliches Erlebnis den Blick auf dieses gesellschaftliche Problem grundlegend verändern? Bei Jacqueline Lehmann, CEO (P3ACH) war es die Belästigung durch einen Taxifahrer auf dem Weg zum Flughafen. Aus der eigenen Erfahrung entstand die Frage: Wie lässt sich Frauen im Alltag mehr Sicherheit geben – praktisch, digital und getragen von einer Gemeinschaft?

Im Gespräch mit Markus Hill & Mary Daute für FINANZPLATZ FRANKFURT erläutert Frau. Lehmann, CEO von  P3ACH warum Sicherheit nicht mit Angst kommuniziert werden sollte, welche Rolle die Community spielt und weshalb wirtschaftlicher Erfolg und soziale Wirkung zusammengehören.

Hill & Daute: Wir haben uns am 17. Juni 2026 beim „The Finance & Future“-Summit auf dem Uetliberg kennengelernt. Womit beschäftigen Sie sich derzeit intensiv?

Lehmann: Aktuell beschäftige ich mich sehr intensiv mit dem Thema Sicherheit im Alltag – insbesondere mit Frauensicherheit, Gewaltprävention und dem Schutz vor Übergriffen. Leider erleben wir, dass Frauen sich an vielen Orten zunehmend unsicher fühlen: auf dem Nachhauseweg, am Bahnhof, beim Ausgehen, beim Joggen oder ganz einfach im Alltag. Dabei sollte sich niemand in unserer Gesellschaft ständig Gedanken darüber machen müssen, ob der eigene Weg nach Hause sicher ist.

Hill & Daute: Das Thema Sicherheit von Frauen steht aktuell stark im Fokus bei Ihnen. Was war der Auslöser, sich intensiver damit auseinanderzusetzen?

Lehmann: Zum einen gab es ein persönliches Erlebnis: Ich wurde auf dem Weg zum Flughafen von einem Taxifahrer belästigt. Dieses Erlebnis hat mich dazu gebracht, mich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Sehr schnell wurde mir bewusst, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt. Belästigung, Übergriffe und Gewalt können Frauen an ganz unterschiedlichen Orten und in ganz unterschiedlichen Situationen begegnen. Daraus entstand der Wunsch, nicht nur über das Problem zu sprechen, sondern konkret etwas zu entwickeln, das Frauen mehr Sicherheit und ein stärkeres Gefühl von Selbstbestimmung gibt.

Hill & Daute: Welche besonderen Funktionen oder Ansätze bietet Ihr Unternehmen beziehungsweise Ihre App, um die Sicherheit von Frauen zu verbessern?

Mary Daute, Finanzplatz Frankfurt Am Main, Jacqueline Lehmann, CEO P3ACH – Uetliberg, Fundplat.com

Lehmann: Wir entwickeln derzeit eine App, die Frauen miteinander verbindet und einen sicheren Raum für Austausch, Unterstützung und Prävention schafft. Ein zentraler Gedanke ist, Frauen auf ihren Wegen begleiten zu können – beispielsweise auf dem Nachhauseweg oder beim Joggen. Wir möchten eine digitale Sicherheitsebene schaffen, die Frauen im Alltag unterstützt und ihnen ein Stück Sicherheit zurückgibt. Dabei setzen wir sehr stark auf Community. Gleichzeitig möchten wir sichere Fahrdienste integrieren und einen digitalen „Bodyguard“ entwickeln: eine intelligente Sicherheitsebene, die im Ernstfall unterstützen kann und zugleich von der Community mitgetragen wird. Unser Ziel ist es, Sicherheit nicht als etwas Bedrohliches oder Einschränkendes zu vermitteln, sondern als selbstverständlichen Bestandteil des modernen Alltags.

Hill & Daute: Welche anderen Maßnahmen werden derzeit ergriffen, um dieses Problem zu lösen? Wo kann Ihr Ansatz dazu beitragen, Frauen mehr Sicherheit zu geben?

Lehmann: Wir haben uns zunächst bewusst mit einer Lösung beschäftigt, die sofort eingesetzt werden kann – noch bevor unsere App vollständig verfügbar ist. Die App befindet sich aktuell in der Beta-Testphase. Bei der sofort einsetzbaren Lösung handelt es sich um unsere Drinkschutzdeckel, die insbesondere Frauen vor K.-o.-Tropfen schützen sollen. Sie bieten eine einfache Möglichkeit, das eigene Getränk beim Ausgehen besser zu schützen. Für uns ist das ein erster konkreter Schritt. Langfristig möchten wir mit P3ACH jedoch deutlich weiter gehen und verschiedene Sicherheitslösungen miteinander verbinden: physisch, digital und vor allem über eine starke Community.

Hill & Daute: Sie verbinden auch den Stiftungsgedanken mit Ihrer Kommunikation. Wie kam es zu dieser Idee?

Monika Kirse-Wenzel, Verein Geschäftsführerin

Lehmann: Der Gedanke war von Anfang an Teil von P3ACH. Wir wollten kein Unternehmen aufbauen, das ausschließlich kommerziell denkt, sondern eines, das zugleich eine echte gesellschaftliche Wirkung erzielt. Deshalb haben wir in diesem Jahr den P3ACH Verein gegründet, den Monika Kirse-Wenzel als Geschäftsführerin führt. So verbinden wir unser Sicherheitskonzept mit sozialem Engagement. Bei jedem verkauften Drinkschutzdeckel wird ein Teil des Erlöses an eine Brustkrebs-Stiftung in Deutschland gespendet. Damit möchten wir zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung kein Widerspruch sein müssen. Für uns bedeutet P3ACH deshalb nicht nur Sicherheit, sondern auch Solidarität – und die Idee, gemeinsam etwas zu bewegen.

Hill & Daute: Was sind Ihre nächsten Aktivitäten in der DACH-Region?

Lehmann: Unser nächster Schritt ist der erste große Auftritt beim Abschlusskonzert der Hamburger Goldkehlchen im Volksparkstadion in Hamburg. Dort werden unsere Drinkschutzdeckel erhältlich sein. Gleichzeitig treten wir gemeinsam mit der Brustkrebs-Stiftung auf, um ihre wertvolle Arbeit sichtbar zu machen und Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen. Das ist für uns ein wichtiger nächster Schritt, weil wir P3ACH nicht nur als Produkt präsentieren möchten, sondern als Bewegung, die Sicherheit, Community und gesellschaftliches Engagement miteinander verbindet.

Hill & Daute: Vielen Dank für das Gespräch.

INFORMATION:

P3ach

Fundplat

Dialog & Information:

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – KANAL

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – GRUPPE

FONDSBOUTIQUEN auf LINKEDIN – KANAL

FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI-Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Themen, Interessen, Dialog (Auswahl & „Snapshots“)

25.2.2026, Frankfurt – „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement“

(Markus Hill – Moderation: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

26.2.2026, Frankfurt – „Forum für Digitale Vermögenswerte (FDV)“

Redaktion – Themenspecial „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement & Digital Assets“

(Interviews / Gastbeiträge, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)

17.3.2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – „Private Markets, Family Offices & Stiftungen – Due Diligence & Ausblick 2026”

(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Geschäftsführer, VIRATIO GmbH)

Interview mit Christian Hommens  SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Frühjahr 2026Investorenstudie „Präferenzen institutioneller Investoren bei Immobilien & Alternative Investments“

(Markus Hill – Moderation, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Beispiel 2025)

16.4.2026 – „köln let’s talk“ – Bettina Timmler – Immobilien & Dialog

(Medienpartnerschaft)

12.5.2026, Frankfurt: „Value Investing & Rohstoffe & MORE“

(Markus Hill – Moderation & Kurzintro „Fondsboutiquen & USA-Formel“ – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANZPLATZ SCHWEIZ)

17.6.2026, Zürich: Insights – “Family Offices & Fondsboutiquen” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Vortrag – Markus Hill)

24.9.2026, Luzern: „Swiss Digital Finance Conference 2026“ – Markus Hill (PARTNER) spricht mit Jan Carlos Janke, Dozent im Themenfeld Digital Business & Innovation der Hochschule Luzern – Informatik

10.11.2026, Frankfurt: „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Finanzplatz Liechtenstein“

(Markus Hill – Moderation – LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband: Panel & Vorträge)

Input, Ideen & Anregungen zu den oben genannten Themen sind willkommen:

info@markus-hill.com / +49 (0) 163 4616 179

Photo: Pixabay & Finanzplatz Frankfurt

FRANKFURT AS A FINANCIAL CENTER & SWITZERLAND AS A FINANCIAL CENTER: Artificial Intelligence, Quantum Computing, Blockchain—Technology Convergence, Digital Sovereignty, and the Restructuring of  the Financial Architecture—September 24, 2026 (INTERVIEW—Jan Carlos Janke, Lucerne University of Applied Sciences and Arts)

Swiss Digital Finance Conference 2026, Digital Sovereignty Index, E-ID, and Digital Trust: Artificial intelligence, blockchain, digital identities, quantum computing, and new data infrastructures are often viewed as separate technological trends. In practice, however, these developments are increasingly beginning to converge.

This is precisely where the Swiss Digital Finance Conference 2026, hosted by Lucerne University of Applied Sciences and Arts on September 24, 2026, in Rotkreuz, comes in.

Under the theme “Technology Convergence – Redefining the Financial Architecture,” representatives from the financial sector, technology, academia, and the professional world will discuss what happens when individual innovations give rise to a new digital architecture.

But as technological interconnectivity increases, another question takes center stage:

To what extent do companies still retain sovereignty within these new digital structures?

This question leads directly to the next initiative from the Lucerne University of Applied Sciences and Arts: the Digital Sovereignty Index 2026, whose results will be presented on October 6, 2026, in Rotkreuz and discussed with representatives from business, technology, and academia.

Markus Hill discusses the connection between these topics with Jan Carlos Janke, a lecturer in the Digital Business & Innovation program at Lucerne University of Applied Sciences and Arts – Computer Science, project manager of the Swiss Digital Finance Conference, co-director of the Digital Sovereignty Index, and co-program director of the new CAS Digital Identity & Trust program.

Jan Carlos Janke, Hochschule Luzern

Hill: Mr. Janke, why do you think we need a Swiss Digital Finance Conference at all? There are already numerous banking, fintech, and technology conferences.Janke: That’s precisely why. Many events focus on individual aspects: AI, blockchain, digital assets, cybersecurity, fintech, or regulation. Our basic premise is different: The truly relevant changes are increasingly emerging at the intersections of these technologies. The financial industry isn’t simply experiencing another wave of digitization. We’re seeing a combination of artificial intelligence, highly automated processes, blockchain and distributed ledger infrastructures, digital identities, new forms of digital assets, and, looking ahead, quantum computing. The crucial question, therefore, is no longer just: Which technology will prevail? Rather: What happens when these technologies interact with one another and, through “ ,” enable new business models, processes, and market structures? This is precisely the perspective we aim to facilitate with the Swiss Digital Finance Conference.

Hill: Is that why the theme for 2026 is “Technology Convergence – Redefining the Financial Architecture”?

Janke: Exactly. We don’t want to discuss technology as an end in itself. AI, for example, can automate processes, analyze information, and prepare decisions. Blockchain and distributed ledger technologies can create new transaction and ownership structures. Digital identities and verifiable proofs, in turn, can clarify who or what is actually acting within digital processes and with what authorization. If, in the future, autonomous AI agents also trigger transactions or carry out business processes independently, these questions will become even more important. This quickly takes us from individual technologies to architecture: How do we design financial systems in which data, identities, assets, and automated actors can interact securely and trustworthily with one another?

Markus Hill, Finanzplatz Frankfurt am Main & Jan Carlos Janke, Hochschule Luzern

Hill: With Damir Bogdan, you’ve secured an expert in business transformation, AI, and quantum computing as a keynote speaker. What do you expect from his presentation?

Janke: His keynote, “Technology Convergence – AI, Quantum Computing, and the Race for Execution,” offers a perspective that’s important to us: Technological capabilities alone do not create a competitive advantage. What’s becoming increasingly crucial is the ability of organizations to meaningfully combine different technologies and translate them into scalable business models and processes. In my view, this also shifts the focus of management. It’s not enough to know which technologies might become relevant. Companies must be able to decide where to invest, which capabilities they want to control themselves, which ecosystems to leverage, and where dependencies are acceptable. And that brings us right to the topic of digital sovereignty.

Hill: Is that the connection to the Digital Sovereignty Index?

Janke: Yes—and that’s exactly why I don’t view the two events in isolation from one another. The Swiss Digital Finance Conference first asks: How is technological convergence changing the architecture of the financial system? A few days later, the Digital Sovereignty Index poses the follow-up question: How capable of acting and how self-determined are companies within this increasingly complex digital architecture? Together with our industry partner ti&m, the Lucerne University of Applied Sciences and Arts is using the Digital Sovereignty Index to examine how Swiss organizations assess digital sovereignty and what capabilities are necessary to achieve it. Among other things, this involves strategic and technological dependencies, data, infrastructure, governance, and the ability of organizations to shape their digital transformation in a self-determined manner. On October 6, 2026, we will present the results to the public for the first time and discuss them with experts from the fields of business, technology, and academia. Our goal is not to engage in an abstract debate about technological independence. Companies will continue to use international technology providers, cloud infrastructures, platforms, and specialized software in the future. The crucial question is rather: Where does an efficient division of labor give rise to a strategically problematic dependency—and does an organization still have sufficient options, expertise, and control to act autonomously?

Hill: What role do digital identities play in this context?

Janke: A very central one. We’re moving toward digital ecosystems where it’s no longer just people interacting with one another. Companies, government agencies, platforms, machines, and—increasingly—AI agents must all have roles, permissions, and credentials. Digital identity therefore means far more than just logging in or authenticating. With the Swiss e-ID, the swiyu Wallet, the federal government’s trust infrastructure, and verifiable credentials, an infrastructure is currently emerging that will make trustworthy digital interactions significantly easier and more automated. We are engaged with this development both in research and across various ecosystems, including within the context of DIDAS—theDigital Identity and Data Sovereignty Association—and the DIDAS Launchpad for the swiyu Ecosystem. The fundamental idea behind this is important: People and organizations should be able to use digital credentials reliably without having to exchange complete data sets with every interaction or rely on central platforms as the sole authority of trust. For me, this is a good example of how digital sovereignty does not mean isolating oneself technologically. On the contrary: sovereignty arises through choice, interoperability, and thoughtfully designed digital ecosystems.

Hill: You’re now incorporating these topics into continuing education programs at Lucerne University of Applied Sciences and Arts.

Janke: Yes. For me, this is exactly where the circle closes between research, practice, and continuing education. In the Digital Business & Innovation program at the Lucerne University of Applied Sciences and Arts, we explore how digital technologies are transforming business models, processes, and entire organizations—and how companies can actively shape this transformation. We deliberately focus on more than just individual technologies. We examine the interplay between technology, business models, innovation, organization, and digital ecosystems. A new component within this field is the CAS in Digital Identity & Trust, which I co-direct with Prof. Dr. Oliver Gilbert. Here, we examine digital identities, e-IDs, wallets, and verifiable credentials from more than just a technological perspective. Equally important are business models, governance, trust frameworks, interoperability, digital ecosystems, and digital sovereignty. After all, companies will need specialists and executives in the future who can bring these different perspectives together. Ultimately, this follows the same logic as the Swiss Digital Finance Conference: technology, business, and governance can be viewed less and less in isolation from one another.

Hill: Why is the financial sector particularly interesting in light of this development?

Janke: The financial industry is probably one of the sectors where this convergence is particularly evident. Banks already have complex identity, compliance, and transaction infrastructures in place. At the same time, new opportunities are emerging through AI, tokenization, digital assets, automated business processes, and digital credentials. Imagine, for example, a more highly automated financial process in which not only a customer’s identity is verified, but also their affiliation with a company, authority to act on behalf of the company, or regulatory documentation can be verified digitally and in a machine-readable format. If such documentation is available in an interoperable format, processes can be fundamentally reimagined. If we look ahead and combine this with AI agents, another dimension emerges. Then we must not only know who a person is, but also: On whose behalf is a digital agent acting? What powers does it have? And on what basis is it authorized to initiate a specific transaction? These are questions that touch on technology, governance, liability, regulation, cybersecurity, and trust all at once.

Hill: Frankfurt and Switzerland are two major financial and innovation hubs. Where do you see opportunities for greater collaboration?

Janke: Plenty. I worked in Frankfurt for several years myself and find the two ecosystems to be highly complementary. Frankfurt boasts an enormous concentration of banks, asset managers, regulatory bodies, infrastructure companies, and institutional investors. Switzerland, on the other hand, has a strong innovation ecosystem centered on fintech, blockchain, digital assets, digital identities, and new digital trust infrastructures. That’s why, especially when it comes to topics like tokenization, AI in the financial sector, digital identity, or digital sovereignty, it’s worthwhile to exchange ideas across national and ecosystem boundaries. Technological transformation doesn’t stop at national borders anyway. In my view, the Swiss Digital Finance Conference on September 24 offers an ideal platform for this.

Hill: What should participants take away from the Swiss Digital Finance Conference?

Janke: Ideally, not just a list of new technologies. I want them to recognize the connections. Which technologies are beginning to reinforce one another? What new business models are emerging from this? What infrastructure is needed for this? Where are new dependencies arising? And what capabilities does my organization need to build today so that it can still make autonomous decisions tomorrow? If, the next morning, someone in the company doesn’t ask: “Do we need AI, blockchain, or quantum computing now, too?” but instead: “How does the combination of these developments change our future architecture and our strategic options?” then we’ve achieved a great deal. And the discussion doesn’t end on September 24. On the contrary. I see the Swiss Digital Finance Conference on September 24 and the presentation of the Digital Sovereignty Index on October 6 as two stages of the same discussion. The first event focuses more on the technological future of financial architecture. The second provides a data-driven assessment of where we stand: How well are Swiss organizations prepared for precisely this future—and how sovereignly can they actually shape their digital transformation? In between lie topics such as e-ID, digital identities, verifiable credentials, swiyu, AI, the cloud, blockchain, and new digital ecosystems. It is precisely this connection between technology, business, and transformation that also defines the Digital Business & Innovation program at Lucerne University of Applied Sciences and Arts and the new CAS in Digital Identity & Trust. What ultimately ties all these topics together is a central management question: How do we leverage the opportunities of an increasingly interconnected digital world without losing control over our own ability to act? This is exactly what the financial sector, technology companies, academia, and policymakers should be discussing together right now.

About Jan Carlos Janke

Jan Carlos Janke is a lecturer in the Digital Business & Innovation program at Lucerne University of Applied Sciences and Arts – Computer Science.

He is the project manager of the Swiss Digital Finance Conference, co-director of the Digital Sovereignty Index 2026, and co-program director of the CAS Digital Identity & Trust program.

His work lies at the intersection of digital finance, technological innovation, digital identities, blockchain, digital assets, digital ecosystems, and digital sovereignty.

About Markus Hill (Swiss Digital Finance Conference 2026)

Markus Hill is an independent asset management consultant and has been active for many years as a specialist author, moderator, and interviewer at the intersection of asset management, the fund industry, and the financial sector.

Further Information

Swiss Digital Finance Conference 2026 – September 24, 2026

Swiss Digital Finance Conference

Digital Sovereignty Index – Presentation and Discussion on October 6, 2026

www.hslu.ch

HSLU Research Area: Digital Business & Innovation

www.hslu.ch.de-ch.informatik

Dialogue & Information:

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN on LINKEDIN – CHANNEL

FRANKFURT AM MAIN FINANCIAL CENTER on LINKEDIN – GROUP

FUND BOUTIQUES on LINKEDIN – CHANNEL

FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Topics, Interests, Dialogue (Selection & “Snapshots”)

February 25, 2026, Frankfurt – “Frankfurt am Main Financial Center Meets Wealth Management”

(Markus Hill – Moderators: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

February 26, 2026, Frankfurt – “Forum for Digital Assets (FDV)”

Editorial Team – Special Feature “Frankfurt am Main Financial Center Meets Wealth Management & Digital Assets”

(Interviews / Guest Contributions, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)

March 17, 2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – “Private Markets, Family Offices & Foundations – Due Diligence & Outlook 2026”

(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Managing Director, VIRATIO GmbH)

Interview with Christian Hommens – SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Spring 2026Investor Study “Preferences of Institutional Investors in Real Estate & Alternative Investments”

(Markus Hill – Moderator, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Example 2025)

April 16, 2026 – “köln let’s talk” – Bettina Timmler – Real Estate & Dialogue

(Media Partnership)

May 12, 2026, Frankfurt: “Value Investing & Commodities & MORE”

(Markus Hill – Moderator & brief introduction “Fund Boutiques & the U.S. Formula” – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANCIAL CENTER SWITZERLAND)

June 17, 2026, Zurich: Insights – “Family Offices & Fund Boutiques” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Presentation – Markus Hill)

September 24, 2026, Lucerne: “Swiss Digital Finance Conference 2026” – Markus Hill (PARTNER) speaks with Jan Carlos Janke, lecturer in Digital Business & Innovation at Lucerne University of Applied Sciences and Arts – Computer Science

November 10, 2026, Frankfurt: “Frankfurt am Main Financial Center Meets Liechtenstein Financial Center”

(Markus Hill – Moderator – LAFV Liechtenstein Investment Fund Association: Panel & Presentations)

Input, ideas, and suggestions on the topics mentioned above are welcome:

info@markus-hill.com / +49 (0) 163 4616 179

Photo: Pixabay

FINANZPLATZ FRANKFURT & FINANZPLATZ SCHWEIZ: Künstliche Intelligenz, Quantum Computing, Blockchain – Technologiekonvergenz, digitale Souveränität & Neuordnung der  Finanzarchitektur – 24.9.2026 (INTERVIEW – Jan Carlos Janke, Hochschule Luzern)

Swiss Digital Finance Conference 2026, Digital Sovereignty Index, E-ID und Digital Trust: Künstliche Intelligenz, Blockchain, digitale Identitäten, Quantencomputing und neue Dateninfrastrukturen werden häufig als voneinander getrennte Technologietrends betrachtet. In der Praxis beginnen diese Entwicklungen jedoch zunehmend miteinander zu verschmelzen.

Genau hier setzt die Swiss Digital Finance Conference 2026 der Hochschule Luzern am 24. September 2026 in Rotkreuz an.

Unter dem Leitthema «Technology Convergence – Redefining the Financial Architecture» diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Finanzwirtschaft, Technologie, Wissenschaft und Praxis, was passiert, wenn aus einzelnen Innovationen eine neue digitale Architektur entsteht.

Doch mit zunehmender technologischer Vernetzung rückt eine weitere Frage in den Mittelpunkt:

Wie souverän sind Unternehmen innerhalb dieser neuen digitalen Strukturen überhaupt noch?

Diese Frage führt direkt zur nächsten Initiative der Hochschule Luzern: dem Digital Sovereignty Index 2026, dessen Ergebnisse am 6. Oktober 2026 in Rotkreuz vorgestellt und mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Technologie und Wissenschaft diskutiert werden.

Über die Verbindung dieser Themen spricht Markus Hill mit Jan Carlos Janke, Dozent im Themenfeld Digital Business & Innovation der Hochschule Luzern – Informatik, Projektleiter der Swiss Digital Finance Conference, Co-Leiter des Digital Sovereignty Index sowie Co-Programmleiter des neuen CAS Digital Identity & Trust.

Jan Carlos Janke, Hochschule Luzern

Hill: Herr Janke, warum braucht es aus Ihrer Sicht überhaupt eine Swiss Digital Finance Conference? Es gibt doch bereits zahlreiche Banking-, FinTech- und Technologiekonferenzen.

Janke: Gerade deshalb. Viele Veranstaltungen betrachten einzelne Ausschnitte: AI, Blockchain, Digital Assets, Cyber Security, FinTech oder Regulierung. Unsere Grundannahme ist eine andere: Die eigentlich relevanten Veränderungen entstehen zunehmend an den Schnittstellen dieser Technologien. Die Finanzbranche befindet sich nicht einfach in einer weiteren Digitalisierungswelle. Wir sehen eine Kombination aus künstlicher Intelligenz, hochautomatisierten Prozessen, Blockchain- und Distributed-Ledger-Infrastrukturen, digitalen Identitäten, neuen Formen digitaler Assets und perspektivisch Quantum Computing. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr nur: Welche Technologie setzt sich durch? Sondern: Was geschieht, wenn diese Technologien miteinander interagieren und dadurch neue Geschäftsmodelle, Prozesse und Marktstrukturen ermöglichen? Genau diesen Blick möchten wir mit der Swiss Digital Finance Conference ermöglichen.

Hill: Deshalb lautet das Thema 2026 «Technology Convergence – Redefining the Financial Architecture»?

Janke: Genau. Wir möchten Technologie nicht als Selbstzweck diskutieren. AI kann beispielsweise Prozesse automatisieren, Informationen analysieren und Entscheidungen vorbereiten. Blockchain und Distributed-Ledger-Technologien können neue Transaktions- und Eigentumsstrukturen schaffen. Digitale Identitäten und verifizierbare Nachweise können wiederum klären, wer oder was innerhalb digitaler Prozesse tatsächlich handelt und mit welcher Berechtigung. Wenn künftig zusätzlich autonome AI Agents Transaktionen auslösen oder Geschäftsprozesse eigenständig durchführen, werden diese Fragen noch wichtiger. Damit kommen wir sehr schnell von der einzelnen Technologie zur Architektur: Wie gestalten wir Finanzsysteme, in denen Daten, Identitäten, Assets und automatisierte Akteure sicher und vertrauenswürdig miteinander interagieren können?

Markus Hill, Finanzplatz Frankfurt am Main & Jan Carlos Janke, Hochschule Luzern

Hill: Mit Damir Bogdan haben Sie einen Experten für Business Transformation, AI und Quantum Computing als Keynote Speaker gewonnen. Was erwarten Sie von seinem Beitrag?

Janke: Seine Keynote «Technology Convergence – AI, Quantum Computing and the Race for Execution» bringt eine für uns wichtige Perspektive ein: Technologische Möglichkeiten allein schaffen noch keinen Wettbewerbsvorteil. Entscheidend wird zunehmend die Fähigkeit von Organisationen, unterschiedliche Technologien sinnvoll miteinander zu verbinden und in skalierbare Geschäftsmodelle und Prozesse zu übersetzen. Aus meiner Sicht verschiebt sich damit auch die Managementfrage. Es reicht nicht, zu wissen, welche Technologien relevant werden könnten. Unternehmen müssen entscheiden können, wo sie investieren, welche Fähigkeiten sie selbst kontrollieren möchten, welche Ökosysteme sie nutzen und an welchen Stellen Abhängigkeiten vertretbar sind. Und damit sind wir bereits beim Thema digitale Souveränität.

Hill: Ist das die Verbindung zum Digital Sovereignty Index?

Janke: Ja – und genau deshalb sehe ich die beiden Veranstaltungen nicht isoliert voneinander. Die Swiss Digital Finance Conference fragt zunächst: Wie verändert technologische Konvergenz die Architektur des Finanzsystems? Der Digital Sovereignty Index stellt wenige Tage später die Anschlussfrage: Wie handlungsfähig und selbstbestimmt sind Unternehmen innerhalb dieser zunehmend komplexen digitalen Architektur? Gemeinsam mit unserem Praxispartner ti&m untersucht die Hochschule Luzern mit dem Digital Sovereignty Index, wie Schweizer Organisationen digitale Souveränität einschätzen und welche Fähigkeiten dafür notwendig sind. Dabei geht es unter anderem um strategische und technologische Abhängigkeiten, Daten, Infrastruktur, Governance und die Fähigkeit von Organisationen, ihre digitale Transformation selbstbestimmt zu gestalten. Am 6. Oktober 2026 werden wir die Ergebnisse erstmals öffentlich vorstellen und gemeinsam mit Fachpersonen aus Wirtschaft, Technologie und Wissenschaft diskutieren. Unser Ziel ist dabei keine abstrakte Debatte über technologische Unabhängigkeit. Unternehmen werden auch künftig internationale Technologieanbieter, Cloud-Infrastrukturen, Plattformen und spezialisierte Software nutzen. Die entscheidende Frage ist vielmehr: Wo entsteht aus effizienter Arbeitsteilung eine strategisch problematische Abhängigkeit – und besitzt eine Organisation noch ausreichend Wahlmöglichkeiten, Kompetenzen und Steuerungsfähigkeit, um selbstbestimmt handeln zu können?

Hill: Welche Rolle spielen digitale Identitäten dabei?

Janke: Eine sehr zentrale. Wir bewegen uns in Richtung digitaler Ökosysteme, in denen nicht mehr nur Menschen miteinander interagieren. Unternehmen, Behörden, Plattformen, Maschinen und zunehmend auch AI Agents müssen Rollen, Berechtigungen und Nachweise besitzen. Digitale Identität bedeutet deshalb weit mehr als Login oder Authentifizierung. Mit der Schweizer E-ID, der swiyu Wallet, der Vertrauensinfrastruktur des Bundes und Verifiable Credentials entsteht gerade eine Infrastruktur, auf deren Basis vertrauenswürdige digitale Interaktionen wesentlich einfacher und stärker automatisiert werden können. Diese Entwicklung beschäftigt uns sowohl in der Forschung als auch in verschiedenen Ökosystemen, unter anderem im Umfeld von DIDAS – Digital Identity and Data Sovereignty Association und dem DIDAS Launchpad for the swiyu Ecosystem. Die grundlegende Idee dahinter ist wichtig: Menschen und Organisationen sollen digitale Nachweise vertrauenswürdig nutzen können, ohne bei jeder Interaktion wieder vollständige Datenbestände austauschen oder zentrale Plattformen als alleinige Vertrauensinstanz benötigen zu müssen. Für mich ist das ein gutes Beispiel dafür, dass digitale Souveränität nicht bedeutet, sich technologisch abzuschotten. Im Gegenteil: Souveränität entsteht durch Wahlmöglichkeiten, Interoperabilität und bewusst gestaltete digitale Ökosysteme.

Hill: Sie übertragen diese Themen inzwischen auch in die Weiterbildung der Hochschule Luzern.

Janke: Ja. Genau hier schliesst sich für mich der Kreis zwischen Forschung, Praxis und Weiterbildung. Im Themenfeld Digital Business & Innovation der Hochschule Luzern beschäftigen wir uns mit der Frage, wie digitale Technologien Geschäftsmodelle, Prozesse und ganze Organisationen verändern – und wie Unternehmen diese Transformation aktiv gestalten können. Dabei geht es bewusst nicht nur um einzelne Technologien. Wir betrachten das Zusammenspiel von Technologie, Geschäftsmodellen, Innovation, Organisation und digitalen Ökosystemen. Ein neuer Baustein innerhalb dieses Themenfelds ist der CAS Digital Identity & Trust, den ich gemeinsam mit Prof. Dr. Oliver Gilbert leite. Hier betrachten wir digitale Identitäten, E-ID, Wallets und Verifiable Credentials nicht nur technologisch. Ebenso wichtig sind Geschäftsmodelle, Governance, Trust Frameworks, Interoperabilität, digitale Ökosysteme und digitale Souveränität. Denn Unternehmen benötigen künftig Fach- und Führungskräfte, die diese unterschiedlichen Perspektiven zusammenbringen können. Das ist letztlich dieselbe Logik wie bei der Swiss Digital Finance Conference: Technologie, Business und Governance lassen sich immer weniger getrennt voneinander betrachten.

Hill: Warum ist gerade der Finanzsektor für diese Entwicklung interessant?

Janke: Die Finanzindustrie ist wahrscheinlich einer der Bereiche, in denen diese Konvergenz besonders deutlich wird. Banken verfügen bereits über komplexe Identitäts-, Compliance- und Transaktionsinfrastrukturen. Gleichzeitig entstehen neue Möglichkeiten durch AI, Tokenisierung, digitale Assets, automatisierte Geschäftsprozesse und digitale Credentials. Stellen Sie sich beispielsweise einen stärker automatisierten Finanzprozess vor, in dem nicht nur die Identität eines Kunden geprüft wird, sondern auch Unternehmenszugehörigkeit, Vertretungsberechtigung oder regulatorisch relevante Nachweise digital und maschinenlesbar überprüft werden können. Wenn solche Nachweise interoperabel verfügbar sind, können Prozesse fundamental neu gedacht werden. Verbindet man dies perspektivisch mit AI Agents, entsteht eine weitere Dimension. Dann müssen wir nicht nur wissen, wer ein Mensch ist, sondern auch: Für wen handelt ein digitaler Agent? Welche Befugnisse besitzt er? Und auf welcher Grundlage darf er eine bestimmte Transaktion auslösen? Das sind gleichzeitig Fragen von Technologie, Governance, Haftung, Regulierung, Cyber Security und Vertrauen.

Hill: Frankfurt und die Schweiz sind zwei wichtige Finanz- und Innovationsstandorte. Wo sehen Sie Möglichkeiten für einen stärkeren Austausch?

Janke: Sehr viele. Ich habe selbst mehrere Jahre in Frankfurt gearbeitet und erlebe die beiden Ökosysteme als sehr komplementär. Frankfurt besitzt eine enorme Konzentration von Banken, Asset Managern, Regulierung, Infrastrukturunternehmen und institutionellen Investoren. Die Schweiz wiederum verfügt über ein starkes Innovationsökosystem rund um FinTech, Blockchain, Digital Assets, digitale Identitäten und neue digitale Vertrauensinfrastrukturen. Gerade bei Themen wie Tokenisierung, AI im Finanzsektor, Digital Identity oder digitaler Souveränität lohnt sich deshalb der Austausch über Länder- und Ökosystemgrenzen hinweg. Technologische Transformation hält sich ohnehin nicht an Landesgrenzen. Die Swiss Digital Finance Conference am 24. September bietet dafür aus meiner Sicht eine ideale Plattform.

Hill: Was sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende der Swiss Digital Finance Conference mitnehmen?

Janke: Im Idealfall nicht einfach eine Liste neuer Technologien. Ich möchte, dass sie Zusammenhänge erkennen. Welche Technologien beginnen sich gegenseitig zu verstärken? Welche neuen Geschäftsmodelle entstehen daraus? Welche Infrastruktur benötigt man dafür? Wo entstehen neue Abhängigkeiten? Und welche Fähigkeiten muss meine Organisation heute aufbauen, um morgen noch selbstbestimmt entscheiden zu können? Wenn jemand am nächsten Morgen im Unternehmen nicht fragt: «Brauchen wir jetzt auch AI, Blockchain oder Quantum?» sondern stattdessen: «Wie verändert die Kombination dieser Entwicklungen unsere zukünftige Architektur und unsere strategischen Handlungsmöglichkeiten?» dann haben wir viel erreicht. Und damit endet die Diskussion am 24. September nicht. Im Gegenteil. Ich sehe die Swiss Digital Finance Conference am 24. September und die Präsentation des Digital Sovereignty Index am 6. Oktober als zwei Stationen derselben Diskussion. Die erste Veranstaltung blickt stärker auf die technologische Zukunft der Finanzarchitektur. Die zweite schafft eine datenbasierte Standortbestimmung: Wie gut sind Schweizer Organisationen auf genau diese Zukunft vorbereitet – und wie souverän können sie ihre digitale Transformation tatsächlich gestalten? Dazwischen liegen Themen wie E-ID, digitale Identitäten, Verifiable Credentials, swiyu, AI, Cloud, Blockchain und neue digitale Ökosysteme. Genau diese Verbindung von Technologie, Business und Transformation prägt auch das Themenfeld Digital Business & Innovation der Hochschule Luzern und den neuen CAS Digital Identity & Trust. Was all diese Themen verbindet, ist letztlich eine zentrale Managementfrage: Wie nutzen wir die Möglichkeiten einer immer stärker vernetzten digitalen Welt, ohne dabei die Kontrolle über unsere eigene Handlungsfähigkeit zu verlieren? Genau darüber sollten Finanzwirtschaft, Technologieunternehmen, Wissenschaft und Politik jetzt gemeinsam diskutieren.

Über Jan Carlos Janke

Jan Carlos Janke ist Dozent im Themenfeld Digital Business & Innovation an der Hochschule Luzern – Informatik.

Er ist Projektleiter der Swiss Digital Finance Conference, Co-Leiter des Digital Sovereignty Index 2026 und Co-Programmleiter des CAS Digital Identity & Trust.

Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Digital Finance, technologischer Innovation, digitalen Identitäten, Blockchain, Digital Assets, digitalen Ökosystemen und digitaler Souveränität.

Über Markus Hill (PARTNER: Swiss Digital Finance Conference 2026)

Markus Hill ist unabhängiger Asset-Management-Consultant und seit vielen Jahren als Fachautor, Moderator und Interviewer an der Schnittstelle von Asset Management, Fondsindustrie und Finanzwirtschaft tätig.

Weiterführende Informationen

Swiss Digital Finance Conference 2026 – 24. September 2026

Swiss Digital Finance Conference

Digital Sovereignty Index – Präsentation und Diskussion am 6. Oktober 2026

www.hslu.ch

HSLU Themenfeld Digital Business & Innovation

www.hslu.ch.de-ch.informatik

Dialog & Information:

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – KANAL

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – GRUPPE

FONDSBOUTIQUEN auf LINKEDIN – KANAL

FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI-Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Themen, Interessen, Dialog (Auswahl & „Snapshots“)

25.2.2026, Frankfurt – „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement“

(Markus Hill – Moderation: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

26.2.2026, Frankfurt – „Forum für Digitale Vermögenswerte (FDV)“

Redaktion – Themenspecial „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement & Digital Assets“

(Interviews / Gastbeiträge, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)

17.3.2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – „Private Markets, Family Offices & Stiftungen – Due Diligence & Ausblick 2026”

(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Geschäftsführer, VIRATIO GmbH)

Interview mit Christian Hommens  SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Frühjahr 2026Investorenstudie „Präferenzen institutioneller Investoren bei Immobilien & Alternative Investments“

(Markus Hill – Moderation, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Beispiel 2025)

16.4.2026 – „köln let’s talk“ – Bettina Timmler – Immobilien & Dialog

(Medienpartnerschaft)

12.5.2026, Frankfurt: „Value Investing & Rohstoffe & MORE“

(Markus Hill – Moderation & Kurzintro „Fondsboutiquen & USA-Formel“ – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANZPLATZ SCHWEIZ)

17.6.2026, Zürich: Insights – “Family Offices & Fondsboutiquen” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Vortrag – Markus Hill)

24.9.2026, Luzern: „Swiss Digital Finance Conference 2026“ – Markus Hill (PARTNER) spricht mit Jan Carlos Janke, Dozent im Themenfeld Digital Business & Innovation der Hochschule Luzern – Informatik

10.11.2026, Frankfurt: „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Finanzplatz Liechtenstein“

(Markus Hill – Moderation – LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband: Panel & Vorträge)

Input, Ideen & Anregungen zu den oben genannten Themen sind willkommen:

info@markus-hill.com / +49 (0) 163 4616 179

Photo: Pixabay

FRANKFURT AS A FINANCIAL CENTER, GERMANY & INDIA: Frankfurt as a Bridge for Business, Innovation, and Community (Interview – Ajit Ranade, INDIA EUROPE BUSINESS DESK)

India, Germany, and Europe are growing increasingly closer economically, technologically, and culturally. Frankfurt am Main plays a special role in this context as an international financial center, transportation hub, and home to a large Indian community. The India-Europe Business Day will take place again this year. On June 13, 2026, there will be an opportunity to exchange ideas in the Main metropolis. In conversation with Markus Hill, Ajit Ranade of INDIA EUROPE BUSINESS DESK explains why he has been committed to fostering ties between India and Germany for years, which industries will be particularly interesting in the future, and why Frankfurt serves as a natural springboard to Germany for many Indian entrepreneurs, professionals, and students.

Hill: Why are you so deeply committed to cooperation between India and Germany?

Ranade: Personally, I am convinced that India and Germany are natural partners and friends. Both countries share many values, complement each other’s strengths, and have learned from one another over many years.

I have been living in Germany and Europe for more than a decade and have been active in various social, cultural, and civic initiatives during this time. I have also organized numerous events and have been involved in Frankfurt’s local politics in the past. Through these experiences, I have repeatedly observed that India and Germany share a strong, positive relationship characterized by mutual respect, trust, and interest in one another.

From an economic perspective, the opportunities are enormous, too. The number of Indian professionals and students in Germany is growing steadily. At the same time, both countries have much to offer each other in trade, investment, innovation, and exchanges between people, companies, and institutions.

It is precisely this conviction that drives my support for platforms such as the India Europe Business Day. Their purpose is to bring together companies, experts, policymakers, and community representatives to foster connections that can develop into long-term collaborations.”

I also have a special personal connection: I come from Pune, a city often referred to as the “German capital of India.” Pune has long maintained close ties with Germany. German language instruction began there more than a century ago, and today numerous German and European companies are represented in the region. During my professional career in Pune, particularly between 2005 and 2012, I was able to observe firsthand how German Global Capability Centers and German investments in India have grown.

These experiences have greatly shaped my appreciation for the Indo-German partnership. They continue to motivate me to this day to do my small part to further strengthen this relationship through economic, cultural, and social engagement.

Hill: In which fields do you see the greatest potential for cooperation between India and Germany in the coming years?

Ranade: Traditional sectors such as the automotive industry, automotive suppliers, pharmaceuticals, life sciences, mechanical engineering, engineering, and industrial equipment have formed the backbone of economic cooperation between India and Germany for many years. In these areas, there is already a strong foundation that has grown over decades. At the same time, I also see considerable potential for growth, deepening, and new forms of cooperation in these sectors.

In my view, the defense sector is a particularly interesting field. India and Germany have begun to cooperate more closely in this area in recent years. We are already seeing important agreements and strategic partnerships between companies and institutions in both countries. This sector could become significantly more important in the future.

Another field with great potential is textiles and leather. India is known worldwide for the quality, scale, and efficiency of its textile industry. Countries like Germany and Italy, in turn, possess highly advanced manufacturing technologies. Technical textiles, in particular, therefore offer great opportunities: here, Indian production expertise and European technological and innovative strength can come together in a very meaningful way.

The leather industry also offers opportunities for knowledge transfer, technological modernization, and improved market access on both sides.

Furthermore, I see tremendous opportunities in startups and innovation-driven companies. German and Indian startups can learn a great deal from one another. Germany stands for engineering excellence, research, precision, and industrial quality. India brings enormous strengths in scaling, digital innovation, and entrepreneurship. When these capabilities are combined, solutions can emerge that are internationally competitive and create benefits for both sides.

Other key future sectors include semiconductors, energy, sustainability, advanced manufacturing, and technological innovation. Overall, the future of Indo-German cooperation lies not only in further strengthening traditional industries but also in systematically expanding new sectors such as defense, technical textiles, sustainable technologies, startups, and innovation-oriented business models.

Ajit Ranade, India Europe Business Desk & Markus Hill, Finanzplatz Frankfurt am Main

Hill: What significance does Frankfurt hold as a bridge between India and Germany?

Ranade: Frankfurt is a very interesting city. Although Frankfurt is only the fifth-largest city in Germany, it plays an extraordinarily important role as the headquarters of the European Central Bank, as the location of many international banks, and as one of Europe’s most significant financial centers.

The city has been home to a large Indian community for decades. Frankfurt is also considered very open and welcoming, especially for expats. Many people feel safe, welcome, and well-integrated here. Unlike some more traditional German cities, Frankfurt has a very international character. People from many nations live and work here, numerous languages are spoken, and this cultural diversity makes the city lively, dynamic, and global.

Another key advantage is its connectivity. Frankfurt Airport is one of Europe’s most important passenger and cargo hubs. For many Indians, Frankfurt is their first point of arrival in Germany. A significant portion of travelers from India come to Germany via Frankfurt. Thanks to excellent flight connections, major Indian cities like Mumbai or Delhi can be reached in about eight to nine hours. This creates a special closeness to India that many people greatly appreciate.

Added to this is its central location within Germany and Europe. Whether traveling north, south, east, or west—many destinations are easily and quickly accessible from Frankfurt. This combination of internationality, economic significance, strong infrastructure, good accessibility, and an open atmosphere makes Frankfurt a special place to live, work, and build connections between India and Germany.

Hill: Thank you very much for the interview. We at FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN and INVESTING IN INDIA are happy to support your interesting initiative. A special thank you to Andreas Heuberger, who brought your initiative to our attention. We look forward to welcoming you again in Frankfurt for more stimulating discussions.

Information about the India-Europe Business Day 2026 (June 13, 2026):

www.conference.iebd.eu

Dialogue & Information:

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN on LINKEDIN – CHANNEL

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN on LINKEDIN – GROUP

FUND BOUTIQUES on LINKEDIN – CHANNEL

FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Topics, Interests, Dialogue (Selection & “Snapshots”)

February 25, 2026, Frankfurt – “Frankfurt am Main Financial Center Meets Wealth Management”

(Markus Hill – Moderators: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

February 26, 2026, Frankfurt – “Forum for Digital Assets (FDV)”

Editorial Team – Special Feature “Frankfurt am Main Financial Center Meets Wealth Management & Digital Assets”

(Interviews / Guest Contributions, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)

March 17, 2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – “Private Markets, Family Offices & Foundations – Due Diligence & Outlook 2026”

(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Managing Director, VIRATIO GmbH)

Interview with Christian Hommens – SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Spring 2026Investor Study “Preferences of Institutional Investors in Real Estate & Alternative Investments”

(Markus Hill – Moderator, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Example 2025)

April 16, 2026 – “köln let’s talk” – Bettina Timmler – Real Estate & Dialogue

(Media partnership)

May 12, 2026, Frankfurt: “Value Investing & Commodities & MORE”

(Markus Hill – Moderator & Short Introduction “Fund Boutiques & the U.S. Formula” – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANCIAL CENTER SWITZERLAND)

June 17, 2026, Zurich: Insights – “Family Offices & Fund Boutiques” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Presentation – Markus Hill)

November 10, 2026, Frankfurt: “Frankfurt am Main Financial Center Meets Liechtenstein Financial Center”

(Markus Hill – Moderator – LAFV Liechtenstein Investment Fund Association: Panel & Presentations)

Input, ideas, and suggestions on the above topics are welcome:

info@markus-hill.com / +49 (0) 163 4616 179

Photo: Pixabay

FINANZPLATZ FRANKFURT, DEUTSCHLAND & INDIEN: Frankfurt als Brücke für Wirtschaft, Innovation und Community (Interview – Ajit Ranade, INDIA EUROPE BUSINESS DESK)

Indien, Deutschland und Europa rücken wirtschaftlich, technologisch und kulturell zunehmend näher zusammen. Frankfurt am Main spielt dabei als internationaler Finanzplatz, Verkehrsdrehscheibe und Standort einer großen indischen Community eine besondere Rolle. Auch in diesem Jahr findet der India-Europe Business Day wieder statt. Am 13.6.2026 ergibt sich die Gelegenheit zum Gedankenaustausch in der Mainmetropole. Im Gespräch mit Markus Hill erläutert Ajit Ranade, INDIA EUROPE BUSINESS DESK, warum er sich seit Jahren für die Verbindung zwischen Indien und Deutschland engagiert, welche Branchen in Zukunft besonders interessant werden und weshalb Frankfurt für viele indische Unternehmer, Fachkräfte und Studierende ein natürliches Sprungbrett nach Deutschland ist.

Hill: Warum engagieren Sie sich sehr intensiv für die Kooperation von Indien und Deutschland?

Ranade: Persönlich bin ich davon überzeugt, dass Indien und Deutschland natürliche Partner und Freunde sind. Beide Länder teilen viele Werte, ergänzen sich in ihren Stärken und haben über viele Jahre hinweg voneinander gelernt.

Ich lebe seit mehr als einem Jahrzehnt in Deutschland und Europa und war in dieser Zeit in verschiedenen sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Initiativen aktiv. Zudem habe ich zahlreiche Veranstaltungen organisiert und mich in der Vergangenheit auch in der Frankfurter Stadtpolitik engagiert. Durch all diese sämtlichen Erfahrungen habe ich immer wieder wahrgenommen, dass Indien und Deutschland eine starke, positive Beziehung verbindet – geprägt von gegenseitigem Respekt, Vertrauen und Interesse aneinander.

Auch aus wirtschaftlicher Sicht sind die Chancen enorm. Die Zahl indischer Fachkräfte und Studierender in Deutschland wächst kontinuierlich. Gleichzeitig haben beide Länder einander viel zu bieten – bei Handel, Investitionen, Innovation und beim Austausch zwischen Menschen, Unternehmen und Institutionen.

Genau aus dieser Überzeugung heraus unterstütze ich Plattformen wie den India-Europe Business Day. Ziel ist es, Unternehmen, Fachleute, politische Entscheider und Vertreter der Community zusammenzubringen und Verbindungen zu schaffen, aus denen langfristige Kooperationen entstehen können.

Auch persönlich gibt es für mich eine besondere Verbindung: Ich komme aus Pune, einer Stadt, die oft als „deutsche Hauptstadt Indiens“ bezeichnet wird. Pune pflegt seit langer Zeit enge Beziehungen zu Deutschland. Der Deutschunterricht begann dort bereits vor mehr als hundert Jahren, und heute sind in der Region zahlreiche deutsche und europäische Unternehmen vertreten. Während meiner beruflichen Laufbahn in Pune, insbesondere zwischen 2005 und 2012, konnte ich aus nächster Nähe beobachten, wie deutsche Global Capability Centers und deutsche Investitionen in Indien gewachsen sind.

Diese Erfahrungen haben meine Wertschätzung für die indisch-deutsche Partnerschaft stark geprägt. Sie motivieren mich bis heute, meinen kleinen Beitrag dazu zu leisten, diese Beziehung durch wirtschaftliches, kulturelles und gesellschaftliches Engagement weiter zu stärken.

Ajit Ranade, India Europe Business Desk, Frankfurt & Markus Hill, Finanzplatz Frankfurt am Main

Hill: Auf welchen Feldern sehen Sie in den nächsten Jahren das größte Potenzial für die Zusammenarbeit von Indien und Deutschland?

Ranade: Die klassischen Sektoren wie Automobilindustrie, Automobilzulieferer, Pharma, Life Sciences, Maschinenbau, Engineering und industrielle Ausrüstung bilden seit vielen Jahren das Rückgrat der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Indien und Deutschland. In diesen Bereichen gibt es bereits ein starkes Fundament, das über Jahrzehnte gewachsen ist. Gleichzeitig sehe ich auch dort weiterhin erhebliches Potenzial für Wachstum, Vertiefung und neue Formen der Zusammenarbeit.

Ein besonders interessantes Feld ist aus meiner Sicht der Verteidigungssektor. Indien und Deutschland haben in den vergangenen Jahren begonnen, in diesem Bereich enger zusammenzuarbeiten. Wir sehen bereits wichtige Vereinbarungen und strategische Partnerschaften zwischen Unternehmen und Institutionen beider Länder. Dieser Bereich kann in Zukunft deutlich an Bedeutung gewinnen.

Ein weiteres Feld mit großem Potenzial sind Textilien und Leder. Indien ist weltweit für Qualität, Skalierung und Leistungsfähigkeit seiner Textilindustrie bekannt. Länder wie Deutschland und Italien verfügen wiederum über hochentwickelte Fertigungstechnologien. Gerade technische Textilien bieten daher große Chancen: Hier können indische Produktionskompetenz und europäische Technologie- und Innovationsstärke sehr sinnvoll zusammenkommen.

Auch die Lederindustrie bietet Möglichkeiten für Wissenstransfer, technologische Modernisierung und verbesserten Marktzugang auf beiden Seiten.

Darüber hinaus sehe ich sehr große Chancen bei Start-ups und innovationsgetriebenen Unternehmen. Deutsche und indische Start-ups können viel voneinander lernen. Deutschland steht für Ingenieurskunst, Forschung, Präzision und industrielle Qualität. Indien bringt enorme Stärken bei Skalierung, digitaler Innovation und Unternehmertum mit. Wenn diese Fähigkeiten zusammengeführt werden, können Lösungen entstehen, die international wettbewerbsfähig sind und für beide Seiten Nutzen stiften.

Weitere wichtige Zukunftsfelder sind Halbleiter, Energie, Nachhaltigkeit, Advanced Manufacturing und technologische Innovation. Insgesamt liegt die Zukunft der indisch-deutschen Zusammenarbeit nicht nur darin, traditionelle Industrien weiter zu stärken, sondern auch, neue Sektoren wie Verteidigung, technische Textilien, nachhaltige Technologien, Start-ups und innovationsorientierte Geschäftsmodelle systematisch auszubauen.

Hill: Welche Bedeutung hat Frankfurt als Brücke zwischen Indien und Deutschland?

Ranade: Frankfurt ist eine sehr interessante Stadt. Obwohl Frankfurt nur die fünftgrößte Stadt Deutschlands ist, spielt sie eine außerordentlich wichtige Rolle – als Sitz der Europäischen Zentralbank, als Standort vieler internationaler Banken und als einer der bedeutendsten Finanzplätze Europas.

Die Stadt ist seit Jahrzehnten Heimat einer großen indischen Community. Frankfurt gilt zudem als sehr offen und einladend, gerade für Expats. Viele Menschen fühlen sich hier sicher, willkommen und gut eingebunden. Im Unterschied zu manchen traditionelleren deutschen Städten ist Frankfurt sehr international geprägt. Menschen aus vielen Nationen leben und arbeiten hier, es werden zahlreiche Sprachen gesprochen, und diese kulturelle Vielfalt macht die Stadt lebendig, dynamisch und global.

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die Konnektivität. Der Frankfurter Flughafen gehört zu den wichtigsten Passagier- und Frachtflughäfen Europas. Für viele Inder ist Frankfurt der erste Ankunftsort in Deutschland. Ein erheblicher Teil der Reisenden aus Indien kommt über Frankfurt nach Deutschland. Durch die guten Flugverbindungen sind wichtige indische Metropolen wie Mumbai oder Delhi in etwa acht bis neun Stunden erreichbar. Das schafft eine besondere Nähe zu Indien, die viele Menschen sehr schätzen.

Hinzu kommt die zentrale Lage innerhalb Deutschlands und Europas. Ob man nach Norden, Süden, Osten oder Westen reist – viele Ziele sind von Frankfurt aus gut und schnell erreichbar. Diese Kombination aus Internationalität, wirtschaftlicher Bedeutung, starker Infrastruktur, guter Erreichbarkeit und einer offenen Atmosphäre macht Frankfurt zu einem besonderen Ort, um zu leben, zu arbeiten und Verbindungen zwischen Indien und Deutschland aufzubauen.

Hill: Vielen Dank für das Gespräch. Gerne unterstützen wir vom FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN und auch INVESTING IN INDIA Ihr interessantes Format. Einen Extra-Dank noch an Andreas Heuberger an dieser Stelle, er hatte uns auf Ihr Format aufmerksam gemacht. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und auf interessante Gespräche in Frankfurt.

Information zur Veranstaltung India-Europe Business Day 2026 (13.6.2026):

www. conference.iebd.eu

Dialog & Information:

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25.2.2026, Frankfurt – „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement“

(Markus Hill – Moderation: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

26.2.2026, Frankfurt – „Forum für Digitale Vermögenswerte (FDV)“

Redaktion – Themenspecial „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement & Digital Assets“

(Interviews / Gastbeiträge, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)

17.3.2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – „Private Markets, Family Offices & Stiftungen – Due Diligence & Ausblick 2026”

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Interview mit Christian Hommens  SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Frühjahr 2026Investorenstudie „Präferenzen institutioneller Investoren bei Immobilien & Alternative Investments“

(Markus Hill – Moderation, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Beispiel 2025)

16.4.2026 – „köln let’s talk“ – Bettina Timmler – Immobilien & Dialog

(Medienpartnerschaft)

12.5.2026, Frankfurt: „Value Investing & Rohstoffe & MORE“

(Markus Hill – Moderation & Kurzintro „Fondsboutiquen & USA-Formel“ – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANZPLATZ SCHWEIZ)

17.6.2026, Zürich: Insights – “Family Offices & Fondsboutiquen” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Vortrag – Markus Hill)

10.11.2026, Frankfurt: „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Finanzplatz Liechtenstein“

(Markus Hill – Moderation – LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband: Panel & Vorträge)

Input, Ideen & Anregungen zu den oben genannten Themen sind willkommen:

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FRANKFURT FINANCIAL CENTER & SWISS FINANCIAL CENTER: Digital Assets, Artificial Intelligence, Wealth Management, PKN – Private Key Network & Exchange of Ideas in Zurich (INTERVIEW – Markus Schwingshackl, Centro LAW)

“Our goal is to build a lasting network in the field of digital assets based on trust, expertise, and collaboration across national and professional boundaries.”

The intersections between traditional wealth management, digital assets, and international wealth structuring continue to gain significance. Entrepreneurs, family offices, and high-net-worth individuals, whose assets derive wholly or partly from the digital assets sector, are facing questions that go far beyond mere portfolio allocation: regulation, custody, asset protection, liquidity, succession, and the selection of a reliable financial center are coming more into focus. In an interview with FINANZPLATZ FRANKFURT, Markus Schwingshackl, an attorney and founder of Centro LAW in Zurich, explains why the Swiss financial center plays a special role in this context. It’s about combining innovative strength with legal certainty, addressing the needs of new generations of wealth, and the Private Key Network (PKN), which aims to bring together experts in private wealth, digital assets, and artificial intelligence on an international level. A dialogue on financial centers, trust, specialized knowledge, and new forms of collaboration in wealth management.

Hill: What does the Swiss financial center stand for in the field of digital assets?
Schwingshackl: In the field of digital assets, the Swiss financial center stands for specialized wealth management within an institutionally reliable framework. Over the years, a comprehensive range of services has developed, as it was recognized early on that digital assets are not merely a portfolio allocation for a growing number of entrepreneurs and investors, but often form the foundation of their wealth.
Trading, custody, lending, and staking are offered worldwide in a wide variety of forms, but the reliability of the regulatory framework varies just as much. This is precisely where Switzerland comes in, by combining innovation with legal certainty.
In addition to security, the performance and innovative strength of the infrastructure, transaction processing, and the generation of liquidity and returns also play a role in determining where wealth management strategies are implemented. Switzerland can draw on its leading expertise in international wealth management. This is complemented by a long-term perspective, particularly through the inclusion of wealth transfer to the next generation, which is becoming increasingly important as digital assets become a permanent component of wealth.
This creates a blend of traditional and modern wealth management that takes into account the specific volatility and liquidity aspects. Additionally, the Swiss financial center is characterized by the close and seamless collaboration among various service providers—a decisive factor in solving complex, client-specific problems even in niche areas.

Markus Hill & Markus Schwingshackl, Centro LAW

Hill: What are the specific challenges for asset owners regarding digital assets?
Schwingshackl: The central issue remains regulation. Despite the progress made in recent years, entrepreneurs in this sector continue to face significant risks. For asset owners, the location of custody and the ownership structure employed are key elements that must also be considered from a regulatory perspective to ensure the security of digital assets. Accordingly, asset protection is regularly high on the wealth planning agenda for both groups.
Furthermore, some of the challenges are similar to those faced by traditional asset owners. The current macroeconomic situation appears to be driving a search for stability to manage risks. International mobility has also gained in importance, and people are consciously preparing for potential developments such as trade conflicts, geopolitical tensions, rising inflation, or a recession. In the current environment, correlations between asset classes are also being reassessed and strategic orientations reviewed.
Ultimately, it can be summarized as follows: Whether traditional or digital—entrepreneurs and wealth holders want to preserve and protect their wealth. The speed of change requires agility and new approaches to wealth management from all stakeholders.

Hill: Speaking of new approaches to wealth management, you’ve founded a network in the digital assets sector. What’s that all about?
Schwingshackl: The Private Key Network is an association of experts in the field of private wealth with a focus on digital assets and artificial intelligence. Over the years, the paths of international specialists in this niche have crossed time and again. Together with my co-founders, we actively promote exchange and collaboration to develop new approaches in wealth management.
Already, several hundred million people worldwide own digital assets, either directly or indirectly. A growing proportion of these individuals are considered high-net-worth. It is precisely this group that needs reliable, cross-border wealth management solutions, such as those our members are developing.
Our goal is to build a sustainable network in the field of digital assets based on trust, expertise, and collaboration across national and disciplinary boundaries. We recently held our first meeting in London and are planning the next event in June in Zurich. We deliberately keep the group of participants small, as relevance, not size, is our priority. In this way, perspectives from different disciplines come together to address specific issues.
Following our successful launch in Europe, we aim to expand to other regions in the medium term, particularly the U.S. Anyone with in-depth expertise, a collaborative attitude, and a passion for innovation is welcome to contact us.

Hill: I look forward to seeing you soon at your second PKN event on June 1 in Zurich and to the presentation by Adam Hayes from the Lucerne University of Applied Sciences and Arts (HSLU). Thank you very much for the interview.

Dialogue & Information:

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FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Topics, Interests, Dialogue (Selection & “Snapshots”)

February 25, 2026, Frankfurt – “Frankfurt am Main Financial Center Meets Wealth Management”

(Markus Hill – Moderators: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

February 26, 2026, Frankfurt – “Forum for Digital Assets (FDV)”

Editorial Team – Special Feature “Frankfurt am Main Financial Center Meets Wealth Management & Digital Assets”

(Interviews / Guest Contributions, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)

March 17, 2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – “Private Markets, Family Offices & Foundations – Due Diligence & Outlook 2026”

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Spring 2026: Investor Study “Preferences of Institutional Investors in Real Estate & Alternative Investments”

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April 16, 2026 – “köln let’s talk” – Bettina Timmler – Real Estate & Dialogue

(Media partnership)

May 12, 2026, Frankfurt: “Value Investing & Commodities & MORE”

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June 17, 2026, Zurich: Insights – “Family Offices & Fund Boutiques” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Presentation – Markus Hill)

November 10, 2026, Frankfurt: “Frankfurt am Main Financial Center Meets Liechtenstein Financial Center”

(Markus Hill – Moderator – LAFV Liechtenstein Investment Fund Association: Panel & Presentations)

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SOURCE: IPE D.A.CH



FINANZPLATZ FRANKFURT & FINANZPLATZ DEUTSCHLAND: Think Tanks, Ökonomie, Fin-Connect_NRW ,Innovation, Transformation & Finanzplatz Deutschland (INTERVIEW – Dr. Ralph Henger, Institut der deutschen Wirtschaft (IW) & Projektleiter Fin-Connect-NRW – H.-Joachim Plessentin, FINANZPLATZ DEUTSCHLAND)

Plessentin: Lieber Herr Dr. Henger, Sie sind Ökonom am IW. Das IW nimmt eine besondere Rolle als Think Tank ein. Bitte stellen Sie unseren Lesern kurz das IW vor.

Dr. Henger: Das IW mit seinem Hauptsitz in Köln versteht sich als marktwirtschaftlich orientiertes Forschungsinstitut, das wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen analysiert und seine Ergebnisse in Politik, Medien und Öffentlichkeit einbringt.

Plessentin: Die Weltwirtschaft befindet sich im Umbruch. Es gibt geopolitische Spannungen, Protektionismus, neue Technologien sowie Megatrends wie Digitalisierung, Dekarbonisierung und Demografie. Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum, Innovation & Transformation stehen im Fokus. Welche Auswirkungen sehen Sie für die deutsche Wirtschaft & den Finanzplatz Deutschland?

Dr. Henger: Unser exportorientiertes Geschäftsmodell steht enorm unter Druck. In der Vergangenheit hat uns der Export durch einen wachsenden Welthandel immer wieder auf den Wachstumspfad zurückgebracht. Das ist jetzt anders. Entsprechend sind tiefgreifende Reformen bei Standortbedingungen, Finanzierung, Fachkräften & Regulierung erforderlich. Dabei sollten wir europäischer denken & den EU-Binnenmarkt sowie die Kapitalmarkt- & Bankenunion vollenden. Ich denke, die Chancen in einer besser integrierten EU werden allgemein massiv unterschätzt.

H.-Joachim Plessentin, Fin-Connect-NRW & Dr. Ralph Henger, Institut der deutschen Wirtschaft (IW)



Plessentin: Sie sind auch Projektleiter von Fin-Connect-NRW. Gerade in diesen Zeiten werden Ökosysteme, Netzwerke, Kompetenzzentren & Finanzplatz-Initiativen immer wichtiger, um z. B. mehr Investitionen zu initiieren. Bitte stellen Sie uns Fin-Connect-NRW und Ihr Wirkungsfeld näher vor.

Dr. Henger: Wir sind eine Standort- & Vernetzungsinitiative für den Finanzplatz Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, Akteure aus Finanz- & Realwirtschaft, Wissenschaft, & Politik zusammenzubringen & NRW als innovativen Finanzstandort zu stärken. Unser Hauptfokus liegt auf der Frage, wie die klimaneutrale & digitale Transformation erfolgreich finanziert & umgesetzt werden kann. Das Spektrum reicht von der Beratung des Mittelstands durch Webinare & praxisnahe Informationsangebote bis hin zu Gutachten & konkreten Politikempfehlungen für die Politik, um z.B. adäquate Standards bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung & dem ESG-Reporting für Unternehmen & Banken zu etablieren.

Plessentin: Abschließend eine klassische Frage: Wo sehen Sie uns in 5 Jahren?

Dr. Henger: Die letzten Jahre haben uns gezeigt, wie rasch sich Rahmenbedingungen & Debatten verändern können. Im Kern bleibt die Aufgabe jedoch dieselbe: Bei der Transformation müssen wir besser & schneller werden. Hierfür braucht es mehr Investitionen & eine stärkere Innovationsdynamik. Ich sehe den Staat in der Pflicht, Planungssicherheit & leistungsfähige Kapitalmärkte zu schaffen. In fünf Jahren werden wir weiter sein, aber nicht am Ziel.

Plessentin: Ich danke Ihnen für das Gespräch. Ein frohes neues Jahr!

„Nachhaltig, digital und wettbewerbsfähig – das sind die Erfolgsfaktoren, die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen (NRW) fit für die Zukunft machen. Fin.Connect.NRW unterstützt sie dabei, die passenden Finanzierungsmöglichkeiten zu finden und mit den richtigen Ansprechpartnern ins Gespräch zu kommen. Wir bieten Wissen, Kontakte und fachliche Unterstützung.“

Quelle: FINANZPLATZ DEUTSCHLAND-Gruppe (LinkeIn)

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Dialog & Information:

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10.11.2026, Frankfurt: „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Finanzplatz Liechtenstein“

(Markus Hill – Moderation – LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband: Panel & Vorträge)

Input, Ideen & Anregungen zu den oben genannten Themen sind willkommen:

info@markus-hill.com / +49 (0) 163 4616 179

Foto: Pixabay & Plessentin

FINANZPLATZ FRANKFURT & IDEEN: „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealth Management“ & „Forum für digitale Vermögenswerte“ – Veranstaltung (SNAPSHOT – Markus Hill)

Input, Ideen & Anregungen: Welche Themen könnten auf den beiden Panel-Diskussionen zusätzlich angesprochen werden?

Frankfurt stellt ein interessantes Ökosystem für Family Offices, Vermögensverwaltungen, Startups und Fondsboutiquen im liquiden und nicht-liquiden Bereich da (Alternative Investments). FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN unterstützt auch in diesem Jahr wieder das „Forum für digitale Vermögenswerte“ (FDV – Manuel Müller & Samir Zakaria) im Bereich Kommunikation und in der fachlichen Begleitung von zwei Panel-Formaten.

„Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealth Management“ (25.2.2026)

Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein Event am Vorabend des „Forum für digitale Vermögenswerte“. Im letzten Jahr hatten wir uns mit dem Thema „Family Offices, Asset Allocation & Financial Education“ beschäftigt. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ausdrücklich bei den damaligen Panelisten für den interessanten Gedankenaustausch in Frankfurt: Dr. Henning Schöer (FIDUBONUM), Peter Preller (HQ Trust) und Reiner Konrad (Focam AG).

Am 25.Februar wollen wir diesmal etwas stärker mit dem Themenbereich „Family Offices, Vermögensverwaltung, Next Gen sowie Startups & Venture Capital – Ökosystem Hessen & Europa“ beschäftigen. Warum ist dieses Thema so interessant und schlägt auch in andere Gebiete interessante Brücken? Viele Family Offices und Vermögensverwalter (konzerngebunden / unabhängig – „Boutiquen“) beschäftigen sich bei der Betreuung vermögender Kunden intensiv mit dem Thema NexGen (Next Generation, Nachfolge, Digital Affluents & MORE). Diese junge Generation spricht in der Regel eine völlig andere Sprache als die traditionelle Klientel im Wealth Management: „Gesetzt, senior, gealtert und nicht unbedingt digital-affin“ (Zitat eines Family Officers aus Frankfurt, der an dieser Stelle nicht namentlich genannt werden wollte). In den Fokus bei der Betreuung größerer Vermögen geraten hier zunehmend auch Kunden im Bereich Nachfolge „TRADITIONELL“ oder auch aus dem Segment „SELFMADE“.

Welche Themen könnten angesprochen werden an diesem Abend? Einige Dinge wurden oben schon eingangs erwähnt. Natürlich werden Christian Neuhaus (Finvia) und Sven Karkossa (Capitell AG) aus der Sicht des Wealth Management berichten. Interessant ist, dass natürlich auch im Bereich der Family Offices (SFO & MFO) mittlerweile ein Generationswechsel eintritt. Auch diese Häuser stellen sich neu auf, ebenso wie es mittlerweile viele unabhängige Vermögensverwalter gibt, die um den jungen Nachwuchs werben. Next Gen, Startups, Venture Capital & Ökosysteme – hier wird Noel Zeh (Wunderland Capital) als VC-Dachfondsmanager mit „Startup-Seeding“ einer hessischen Volksbank zusätzliche Impulse im Gespräch geben: Wie verkauft man ein Startup? Welche Erwartungen haben junge Unternehmer mit Technologie-Affinität an die Finanzindustrie? Was ist bei der Due Diligence von Venture Capital Fonds zu beachten? Warum sollte Deutschland sich der eigenen Stärken im Bereich Technologie & Investments bewusst werden? Wer sollte mit wem in welchem Ökosystem sprechen? Was verbindet Deutschland im Zusammenhang mit Seeding von Technologie mit Europa, im Gegensatz zu den USA? etc.

Die Diskussion möchte zum Nachdenken anregen, im Vorfeld entstehen oft die interessantesten Gedanken: Wo steht die Vermögensverwaltung? Welche Investments sind interessant in den nächsten Jahren? Was bringt die Nex Gen ein für den Standort Frankfurt, Hessen und Europa? Wer müsste eigentlich mit wem sprechen, nicht nur am Finanzplatz Frankfurt? Input, Ideen & Anregungen sind immer willkommen: info@markus-hill.com / +49 (0) 1634616 179

Manuel Müller (FDV) & Markus Hill (Finanzplatz Frankfurt)

Information zur Veranstaltung „Forum für digitale Vermögenswerte“ (FDV)

PS: Aus der langjährigen Zusammenarbeit mit einem Schweizer Asset Manager im Bereich „Value Investing & Rohstoffe“ wissen wir, dass das Thema PROZYLKLISCHES & ANTIZYLKLISCHES INVESTIEREN immer zu spannenden Gesprächen führt – wir freuen uns auf hier auf ein spannendes Panel am 26.2.2026. Auch dieses Thema wird nochmals vertieft erörtert. Vielleicht in dem Themen-Special „FINANZPLATZ FRANKFURT meets WEALTH MANAGEMENT & DIGITAL ASSETS“. Natürlich sind auch hier Input, Ideen & Anregungen immer willkommen.Es könnte ja sein, dass sich auch zwischen beiden Panel-Themen fachlich durchaus Bezüge herstellen lassen.

PPS: Das Thema Family Offices schlägt oft auch Brücken in andere Bereiche. Wir freuen uns auch auf den Fireside Chat am 17. März zum Thema „Private Markets, Family Offices, Stiftungen – Due Diligence & Herausforderungen für 2026“ bei der Veranstaltung von Christian Hommens (Smart Bridges GmbH). In dem Gespräch mit J. Paulo M.dos Santos (VIRATIO) wird es auch um den Einsatz von Alternative Investments bei Stiftungen gehen, ebenso wie um die Bedeutung von Asset Manager-Selection und Anlagerichtlinien (Case Study). Auf der Veranstaltung PRIVATEMARKETS_ONE war Lukas Bennmann, ein Kollege von Noel Zeh (Wunderland Capital), am 2.2.2026 Moderator bei einem Panel, bei dem FERI, KfW, Joachim Hert Stiftung und eine Sparkasse jeweils Panelisten waren. Auch hier entstand der Eindruck, das der Bereich Venture Capital sehr viel mit Knowhow, Geduld & auch Moderation von Erwartungen gegenüber der Investorenseite erfordert.

Information zur Veranstaltung „PRIVATE MARKETS EXCELLENCE FORUM“

Dialog & Information:

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – KANAL

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – GRUPPE

FONDSBOUTIQUEN auf LINKEDIN – KANAL

FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI-Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Themen, Interessen, Dialog (Auswahl & „Snapshots“)

25.2.2026, Frankfurt – „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement“

(Markus Hill – Moderation: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

26.2.2026, Frankfurt – „Forum für Digitale Vermögenswerte (FDV)“

Redaktion – Themenspecial „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement & Digital Assets“

(Interviews / Gastbeiträge, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)

17.3.2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – „Private Markets, Family Offices & Stiftungen – Due Diligence & Ausblick 2026”

(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Geschäftsführer, VIRATIO GmbH)

Interview mit Christian Hommens  SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Frühjahr 2026Investorenstudie „Präferenzen institutioneller Investoren bei Immobilien & Alternative Investments“

(Markus Hill – Moderation, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Beispiel 2025)

16.4.2026 – „köln let’s talk“ – Bettina Timmler – Immobilien & Dialog

(Medienpartnerschaft)

12.5.2026, Frankfurt: „Value Investing & Rohstoffe & MORE“

(Markus Hill – Moderation & Kurzintro „Fondsboutiquen & USA-Formel“ – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANZPLATZ SCHWEIZ)

17.6.2026, Zürich: Insights – “Family Offices & Fondsboutiquen” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Vortrag – Markus Hill)

10.11.2026, Frankfurt: „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Finanzplatz Liechtenstein“

(Markus Hill – Moderation – LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband: Panel & Vorträge)

Input, Ideen & Anregungen zu den oben genannten Themen sind willkommen:

info@markus-hill.com / +49 (0) 163 4616 179

FOTO: Marcus Kieser

FINANZPLATZ FRANKFURT & DIALOG: Impact Investing & Private Markets – Family Offices & Institutional Investors, Infrastructure, Private Equity, Private Debt, Digital Assets, Frankfurt Ecosystem & MORE – Event (INTERVIEW – Christian Hommens, Smart Bridges GmbH)

Impact investing is more than just a label. In private markets in particular, impact is increasingly becoming a strategic category – for family offices as well as institutional investors. Markus Hill speaks with Christians Hommens on behalf of FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE about the critical success factors in this investment segment and the importance of professional dialogue among experts. Impact measurement, impact infrastructure, private equity, sustainability & investing, private debt – these and other topics form the basis for the exchange of ideas in March at a specialist conference (SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS). The importance of the Frankfurt ecosystem for investment, decision-making, and regulation in these areas will be highlighted.

Hill: Impact investing is often considered a „nice to have.“ Where do you see real structural change today, especially in the private markets?

Hommens: Impact investing is clearly evolving from a secondary issue to a core strategic question. In the private markets, family offices and institutional investors are increasingly recognizing that long-term returns, resilience, and impact go hand in hand. Infrastructure, private equity, and private credit make it possible to deploy capital in a targeted manner – with measurable impact and simultaneous value creation potential. Impact thus becomes a quality feature, not a compromise.

Christian Hommens, Smart Bridges GmbH & Markus Hill Finanzplatz Frankfurt

Hill: Where do investors fail in practice – and why is it worthwhile to exchange ideas at Smart Bridges?

Hommens: It’s hard to say, but we see three points coming up again and again: lack of impact measurability, unclear governance structures, and limited access to compelling deal flow. This is exactly where our forum comes in. We bring investors, practitioners, and solution providers together—not theoretically, but in a practical, interactive way and on an equal footing.

Hill: What specific topics will be the focus of the two days?

Hommens: From impact measurement and social impact to impact infrastructure. And, of course, private equity and sustainable portfolio design will be examined in more detail – supplemented by topics such as private credit, infrastructure, regulatory requirements, and new structuring models. Always with an eye on the question: How can impact be meaningfully integrated into portfolios without losing sight of performance?

Hill: Why is Frankfurt/Hesse the right place—and why now?

Hommens: Frankfurt and Hesse combine capital, decision-making authority, and regulatory proximity. In an environment of increasing uncertainty, investors are looking for guidance and long-term solutions. The connection between impact investing and private markets is highly relevant in this context – and our region is the ideal place for this dialogue.

Hill: Thank you very much for the interview. I look forward to the fireside chat on February 17, 2026 („Family Offices & Foundations,“ Impact Investing) and to the discussions on site.

Information about the event: SMART IMPACT INVESTING EXCELLENCE FORUM

Information about the event: „PRIVATE MARKETS EXCELLENCE FORUM“

Dialog & Information:

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – KANAL

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – GRUPPE

FONDSBOUTIQUEN auf LINKEDIN – KANAL

FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Topics, interests, dialogue (selection & “snapshots”)

February 25, 2026, Frankfurt – “Frankfurt am Main Financial Center meets Wealth Management”

(Markus Hill – Moderator: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)

February 26, 2026, Frankfurt – “Forum for Digital Assets (FDV)”

Editorial team – Special topic “Frankfurt am Main as a financial center meets wealth management & digital assets”

(Interviews / guest contributions, ‘support’ & MORE: info: markus-hill.com)

March 17, 2026, Frankfurt Private Markets Excellence Forum – “Private markets, family offices & foundations – due diligence & outlook for 2026”

(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Managing Director, VIRATIO GmbH)

Interview with Christian Hommens – SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS

Spring 2026: Investor study “Preferences of institutional investors in real estate & alternative investments”

(Markus Hill – Moderator, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Example 2025)

April 16, 2026 – “köln let’s talk” – Bettina Timmler – Real Estate & Dialogue

(Media partnership)

May 12, 2026, Frankfurt: “Value Investing & Commodities & MORE”

(Markus Hill – Moderator & Short intro “Fund Boutiques & US Formula” – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANZPLATZ SCHWEIZ)

June 17, 2026, Zurich: Insights – “Family Offices & Fund Boutiques” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT

(Presentation – Markus Hill)

November 10, 2026, Frankfurt: “Frankfurt am Main Financial Center meets Liechtenstein Financial Center”

(Markus Hill – Moderator – LAFV Liechtenstein Investment Fund Association: Panel & Presentations)

Input, ideas, and suggestions on the above topics are welcome:

info@markus-hill.com / +49 (0) 163 4616 179

Foto: Pixabay

FINANZPLATZ FRANKFURT & FINANZPLATZ DEUTSCHLAND: Stiftungen, SOKOMS & VTFDS, Digitalisierung, Kommunikation, Family Offices, „Zombies“ & Gedankenaustausch (INTERVIEW – Tobias Karow, STIFTUNGSMARKTPLATZ.EU)

Stiftungen sind viel mehr als ein steuerbegünstigtes Konstrukt – sie sind ein Stück gesellschaftliche Infrastruktur. Doch während Milliardenbeträge intergenerationell verwaltet werden, steht der Stiftungssektor unter Druck: Sichtbarkeit, Legitimation, Professionalisierung. Tobias Karow – Gründer von stiftungsmarktplatz.eu, Veranstalter von #sokoms (18.11. – 19.11.2025, Leipzig), #vtfds und langjähriger Beobachter der Stiftungslandschaft – spricht mit Markus Hill von FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE im Interview über das, was viele nur hinter vorgehaltener Hand diskutieren: Brauchen wir Stiftungen überhaupt noch? Und: Warum reden wir über „Zombiestiftungen“?

Karow plädiert für mehr Mut und ein neues Selbstverständnis. Sein Credo: Stiftungen müssen ihr „Gelingen“ sichtbar machen. Kommunikation ist kein Nebenthema, sondern die Brücke zwischen Wirkung und Wahrnehmung. Digitalisierung, KI, Storytelling – das sind Werkzeuge, um Relevanz zu schaffen. Gleichzeitig fordert er: Stiftungsvermögen muss professioneller gemanagt werden. Hier können Family Offices als Vorbild dienen: bessere Asset Allocation, klarere Ziele, strategischere Auswahl von Asset Managern.

Hill:  Welche Themen stehen Ihrer Ansicht nach bei Stiftungen aktuell oben auf der Agenda?

Karow: Also was ich derzeit beobachte, und was mich auch anfasst, ist sicherlich, dass der Stiftungssektor, „mein Sektor“, sich mit harten Fragen seine Existenz betreffend auseinandersetzen muss. Brauchen wir Stiftungen eigentlich? Reden wir von einem Stiftungssektor oder einem Stiftungssumpf? Sprechen wir bei einer großen Zahl von Stiftungen von „Zombiestiftungen“? Abgesehen davon, dass Deutschland seine Erfolgsbranchen nur zu gerne zerbröselt sieht, siehe Banken-, Energie- und Automobilsektor, ist dies letztlich ein Angriff auf unser Gemeinwesen an sich, denn Stiftungen gehören zur DNA des deutschen Gemeinwesens wie die schlechte Laune zum deutschen Frühstückstisch. Was ich verstehe ich, dass aus der geringen Aktivität mancher und der geringen Sichtbarkeit vieler Stiftungen abgeleitet wird, wir alle würden dem Stiftungssektor das Steuerprivileg umsonst vergeben, würden dafür nichts zurückbekommen. Und auch die Diskussion um effektiveres Geben speziell aus der Erbengenration kann ich nachvollziehen, was ich jedoch nicht verstehe ist, dass der Stiftungssektor mit einigen Ausnahmen weitestgehend schweigt. Genau da müssen wir ansetzen, wir müssen das Gelingen der Stiftungen und auch der Vereine sichtbar machen.

Markus Hill, FINANZPLATZ FRANKFURT & Tobias Karow, STIFTUNGSMARKTPLATZ.EU

Hill: Stiftungen & Kommunikation, Sokoms im November in Leipzig – welcher Gedanke steckt hinter der  Veranstaltung?

Karow: Wir möchten das kommunikative Gelingen voranbringen, dass eben jenes tagtägliche Gelingen von Stiftungen und Vereinen zeigt. Der Sektor muss inspiriert und informiert werden, es braucht den lebendigen Austausch rund um Stiftungskommunikation, digitale Werkzeuge für die Stiftungspraxis und KI, es muss sich hier Vieles in Stiftungen und im Sektor verändern- Daher gehen wir mit #sokoms25 auch nach Leipzig, meine Geburtsstadt, die nicht zuletzt ob der Geschehnisse im Herbst 1989 als Stadt für Veränderung steht. Stiftungskommunikation muss aus dem Regal auf den Schreibtisch der Stiftungsverantwortlichen, wenn jede Stiftung mehr über sich erzählt, ihr Gelingen in tolle Geschichten verpackt, dann wird der Sektor im öffentlichen Diskurs sichtbar, damit relevanter und niemand stellte dann noch die Frage nach der Legitimation. Aber das ist ein Schwungrad, das wir auch mit unserem #sokoms25 Festival in Bewegung bringen möchten.

Hill: Welche Themen halten Sie an den beiden Tagen für besonders wichtig?

Karow: Einmal natürlich Basishandwerk, was braucht es, um eine Geschichte toll lebendig und auf der Höhe der Zeit zu erzählen und zu verbreiten. Einem Redakteur heute einen handschriftlichen Brief zu schicken, mit der Bitte daraus einen Artikel zu machen, mit dem Hinweis, man sei verreist und könne keine weiteren Fragen beantworten, das funktioniert sicherlich von heute an nie mehr. Dabei haben Stiftungen und Vereine diese tollen Geschichten, eben jene Geschichten des Gelingens, welcher Sektor kann da schon so in die Vollen gehen. Das Thema KI in der Stiftungspraxis wird uns befassen, was ist es, was kann es, was muss ich damit ich es sauber einsetze, das werden die Kernfragen sein. Aber auch digitale Charaktere werden wir thematisieren, mit Inken Paland werden wir hier die Möglichkeiten diskutieren, denn diese sind bereits heute mannigfaltig. Aber auch Themen wie digitales Personalmanagement und digitaler Datenhaushalt einer Stiftung treiben uns um, eben der digitale Werkzeugkasten, den sich jede Stiftung, ob groß oder klein, zu Nutze machen kann. Da gibt es heute so viel, was Prozesse vereinfachen und damit verbessern kann, und Stiftungen würden hier in unseren Augen überproportional profitieren, so sie diese einsetzten.

Hill: Wie sieht generell die Bedeutung der Digitalisierung in der Stiftungspraxis aus?

Karow: Naja, digitale Stiftungspraxis beginnt heute und malt die Stiftungszukunft bunt aus. Heute wird eine Stiftung digital, morgen bleibt sie dafür bunt im Sinne von handlungsfähig. Für uns sind die 20er Jahre jetzt Jahre der Veränderung für den Sektor, Stiftungen werden nach 25 Jahren gemütlichen Booms, erstmals von innen UND außen herausgefordert. Ich finde das gut, die Frage ist, was der Sektor draus macht. Auf Veränderung kannst Du als Wagenburg reagieren, oder mit offenem Visier. Zwischen diesen Polen wird es sich entscheiden, der anstehende Generationswechsel in vielen Stiftung, die in den Sektor in den kommenden 15 Jahren einströmende Erbmasse und die Verschiebung der Vermögensstruktur des deutschen Stiftungssektor durch Fusionsdruck bei kleinen und Kleinststiftungen lassen mich vermuten, wie es am Ende ausgeht. Entscheidend ist, dass Stiftungen am Ende dieser Phase mit ihrem relevanten Gelingen ein vitaler Teil unseres Gemeinwesens sind, dass man ihre Aura und ihr Gewicht in unserer Gesellschaft spürt – und dass sich Fragen nach ihrer Existenz damit erübrigt haben. Und natürlich werden wir über unsere Umfrage „StiftungenDigital“ berichten sowie den #sokoms25 Award für vorbildhafte Stiftungskommunikation vergeben, Kathrin Succow und Birgit Hubner sind hier schon in den Startlöchern.

Hill: Welche Themen stehen bei Ihnen in 2026 auf der Agenda?

Karow: Neben #sokoms26, das wir am 3ten und 4ten November erneut ausrichten werden, steht mit dem #vtfds26 das zweite Festival am 16ten und 17ten Juni ante portas. Stiftungsvermögen machen viele Stiftungsverantwortliche nicht so gerne, das macht häufig irgendjemand einfach mit, aber was Du vorne nicht verdienst, kann du hinten nicht ausgeben. Das Stiftungen mitgegebene Vermögen muss gemanagt werden, es muss als Pool der Möglichkeiten für die Ausgabenseite gesehen werden. Beim #vtfds26 werden wir ebenfalls in Leipzig drüber sprechen, warum Stiftungsvermögen in vielen Stiftungen „anders muss“, was es braucht damit das passiert. Der #vtfds26 (www.vtfds.de) entwickelt sich vom TV-Format zum Festival, das freut uns natürlich sehr, aber es ist auch die Zeit, Stiftungsvermögen breit, also mit vielen Stiftungen, zu diskutieren und darüber eine Grundlage für alle Stiftungen zu schaffen, auf der dann Stiftungsvermögen besser gemanagt werden kann. Deutsche Stiftungen hinken nicht nur in der digitalen Welt hinterher, sondern auch in der Ambitioniertheit das Stiftungsvermögen betreffend. Genau da müssen wir ran. Auch gehen wir unseren StiftungsApéros wieder in die Fläche, ermöglichen Stiftungsnetzwerkerei vor Ort, das macht uns einfach Freude, ganz nah am Puls der Zeit und der Herausforderungen im Stiftungssektor zu sein. Ende des ersten Quartals erscheint auch wieder unser Handbuch „Mein Stiftungsexperte“, dann bereits in der dritten Ausgabe, wir feilen gerade noch am redaktionellen Konzept, da wird es eine Nuance Neues geben. Volle Kapelle also.

Hill: An dieser Stelle einmal etwas weiter ausgeholt, aufgrund der persönlichen „Befangenheit“ nehme ich mir hier einmal die Freiheit. Der vtfds ist mir gut bekannt, ich hatte ja netterweise dort einmal zum Thema „Was können Stiftungen von Family Offices lernen“ die Ergebnisse einer kleinen Umfrage erläutert, beim StiftungsApéro in Frankfurt habe ich einmal die Geschichte des LinkedIn-Kanals (Webseite) „Finanzplatzplatz Frankfurt am Main“ darstellt – vielen Dank nochmals für diese Gelegenheiten zum Gedankenaustausch. Wie sehen Sie aktuell die Bedeutung von Family Offices für Stiftungen im Bereich der Vermögensanlage und wie wählen Sie eigentlich Themen für die StiftungsApéros aus?

Karow: Family Offices können für Stiftungen vorbildhaft sein, wenn sie eine Asset Allocation entwickeln oder die Asset Manager Selection betreiben. Stiftungen wiederum können für Familiy Office vorbildhaft sein mit ihrem Wofür. Family Offices dienen den Interessen einer Familie oder weniger Familien, Stiftungen dienen der Allgemeinheit, müssen qua Zweck das Gemeinwesen voranbringen. Wenn Vermögen kritischer gesehen werden, kann eine Wofür-Aufwertung von Familienvermögen eine notwendige Entwicklung sein, daher plädiere ich für eine sehr viel engere Verzahnung dieser beiden Sphären, deren Klammer ja ein Vermögensstock ist, den es intergenerationell zu bewirtschaften gilt.

Hill: Viele gute Gespräche in Leipzig. Ich freue mich auf unseren nächsten Gedankenaustausch in Frankfurt in 2025.

INFORMATIION „Stiftungen, Kommunikation & Vermögensmanagement“:

www.stiftungsmarktplatz.eu

www.sokoms.de

Dialog & Information:

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – KANAL

FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN auf LINKEDIN – GRUPPE

FONDSBOUTIQUEN auf LINKEDIN – KANAL

Foto: PIXABAY & FINANZPLATZ FRANKFURT