FINANZPLATZ FRANKFURT & DACH-REGION: „Seit Lancierung dieser Veranstaltung vor bald fünf Jahren war es mein Ziel auf den Tisch zu klopfen und zu sagen: Vergesst Value Investing nicht!“( INTERVIEW – Alex J. Rauchenstein, SIA FUNDS AG)

Value Investing, Rohstoffe, Family Offices, „Finanzplatz Frankfurt meets Finanzplatz Schweiz & Finanzplatz Österreich“ und Swiss Value Day – Markus Hill sprach für FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN mit Alex Rauchenstein, SIA Funds AG, über die Positionierung bei diesen Themenfeldern sowie über Natural Resources Day und Gedankenaustausch am Finanzplatz Liechtenstein.

Hill: Sie waren gerade auf der Finanzmesse in Zürich. Wie waren die Gespräche dort, was stand für Sie bei den Gesprächen im Vordergrund?
Rauchenstein: Ja, wir sind jeweils seit einigen Jahren an der FINANZ’25 am Boutiquen Stand, dies ermöglicht es uns sehr effizient viele unserer Kunden zu treffen, zu präsentieren und an Panels zu sprechen. In diesem Jahr wurden Urs Marti und ich zudem von Finpact angefragt, ob wir bereit wären mit Ihnen zwei Kurzvideos aufzunehmen – diese findet man auf unserer Webseite. Generell stellten wir wieder ein großes Interesse an aktiven Strategien wie den unseren fest.

Alex J. Rauchenstein, SIA FUNDS AG

Hill: Am 7. und 8. Mai sehen wir uns wieder in Frankfurt und Köln. Sie, Urs Marti und Martin Friedrich von Lansdowne Partners Austria (LPA) repräsentieren die Finanzplätze Schweiz und Österreich. Über welche Themen werden Sie sprechen?
Rauchenstein: Eigentlich nichts neues, steter Tropfen höhlt ja bekanntlich den Stein. Denn der Titel unserer Präsentation heißt seit 2020 „Diese Dekade gehört Value & Rohstoffaktien“. Wir freuen uns sehr, diese Präsentation in diesem Jahr mit Martin Friedrich von Lansdowne bestreiten zu können. Ich kenne Martin seit bald 20 Jahren und schätze den Gedankenaustausch mit ihm und seine Kompetenzen sehr. Er wird sein sehr erfolgreiches Endowment Fund Konzept vorstellen, in das ich auch privat investiert bin. Und dann werden Urs Marti und ich ein Update zum Thema Strategic Investing und Rohstoffe geben.

Hill: Welche Investorengruppe interessiert sich derzeit besonders stark für die Themen „Value & Rohstoffe“, gibt es besondere Gründe dafür?
Rauchenstein: Unsere langjährigen Kunden sind in erster Linie Familie Offices und unabhängige Vermögensverwalter. Derzeit stellen wir aber auch ein beginnendes Umdenken bei institutionellen Kunden fest. Denn diese sind Profi genug, dass sie verstellen welche hervorragenden Chancen sich für sehr aktive Manager bieten, wenn fast die ganze Welt sich passiv in ETF positioniert.

Markus Hill, FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN

Hill: Sie veranstalten auch in diesem Jahr wieder den Swiss Value Day. Welche Themen stehen dieses Jahr im Fokus?
Rauchenstein: Ja, am Freitag, dem 13. Juni, findet unser 4th Swiss Value Day in Zürich statt. Auch in diesem Jahr haben BWM und wir wieder zwei weiter sehr bekannte Value Manager als Gäste eingeladen. Seit Lancierung dieser Veranstaltung vor bald fünf Jahren war es mein Ziel auf den Tisch zu klopfen und zu sagen: Vergesst Value Investing nicht!  Denn wenn man genügend lange im Business ist, dann weiß man, dass es Zyklen für Value, Rohstoffe etc. gibt.

Hill: Welche anderen Themen stehen bei Ihnen dieses Jahr noch auf der Agenda?
Rauchenstein: Gegenwärtig bereiten wir noch ein Event in Vaduz vor. Vielleicht sehen wir uns dann auch wieder am Finanzplatz Liechtenstein. Der Natural Resources Day wird am 11. September wieder in Zürich stattfinden. Auch hier sind wir gerade bei der Konzeption der Veranstaltung.

Hill: Vielen Dank für das Gespräch.


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Foto: Pixabay

Quelle: IPE D.A.CH

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FINANZPLATZ FRANKFURT & FINANZPLATZ LIECHTENSTEIN: „Die Veranstaltung in Frankfurt hat für uns einen hohen Stellenwert, da Frankfurt der wichtigste Finanzplatz der EU ist“ (INTERVIEW – David Gamper, LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband)

Rating, Liechtenstein als Fondsstandort, Regulatorik, Finanzplatz Frankfurt, Family Office und Fondsboutiquen, Fondsselektion, Vermögensstrukturierung, Stiftungen, HNWIs – Markus Hill* sprach für IPE D.A.CH mit David Gamper, Geschäftsführer Liechtensteinischer Anlagefondsverband (LAFV), über die Themen, die den Verband aktuell beschäftigen. In dem Gespräch wurden ebenso weitere geplanten Aktivitäten in Deutschland für 2025 in Mannheim („FONDSKONGRESS“) angesprochen, in Zusammenarbeit mit Liechtenstein Finance. Auch in diesem Jahr wird der Dialog des Finanzplatz Liechtenstein mit dem Finanzplatz Deutschland bei Veranstaltungen des Verbands in München, Hamburg und Frankfurt intensiv fortgesetzt.

David Gamper, LAFV

Hill: Die Ratingagentur S&P Global Ratings hat am 25. November 2024 das liechtensteinische Rating mit der Bestnote Triple-A und stabilem Ausblick erneut bestätigt. Welche Bedeutung hat dieses Rating für den Finanzplatz Liechtenstein?
Gamper: Das AAA-Rating ist für Liechtenstein und insbesondere für den Finanzplatz von zentraler Bedeutung. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit suchen Anleger nach sicheren Investitionsstandorten. Die Bestnote, die weltweit nur elf Länder von S&P Global Ratings erhalten, unterstreicht Liechtensteins Position als sicherer Hafen für Kapitalanlagen. Besonders bemerkenswert ist, dass Liechtenstein das einzige europäische Land ohne Staatsschulden ist. Dank eines sehr umsichtigen Umgangs mit den Staatsfinanzen sowie beachtlicher Rücklagen wird dies auch in Zukunft so bleiben.
Ein weiterer Faktor, der Anleger überzeugt, ist die Währungsunion mit der Schweiz und der damit verbundene stabile Schweizer Franken als Landeswährung. Zudem bietet Liechtensteins Status als Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) Zugang zum EU-Binnenmarkt, ohne selbst Teil der Europäischen Union zu sein. Eine Situation, die Anleger ebenfalls schätzen. Diese Kombination aus Stabilität, Sicherheit und Marktzugang ist auch für die Fondsbranche ein klarer Vorteil.

Hill: Am 29 Oktober vergangenen Jahres fand zum zweiten Mal die Veranstaltung „Finanzplatz Frankfurt trifft Finanzplatz Liechtenstein“ statt. Was waren für Sie die wesentlichen Punkte der Veranstaltung?
Gamper: Besonders erfreulich war die gestiegene Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr, als wir schon angenehm überrascht wurden. Das zeigt das wachsende Interesse am Fondsdomizil Liechtenstein und seinen in vielen Bereichen einzigartigen Rahmenbedingungen. Die Veranstaltung bietet zudem eine hervorragende Gelegenheit für Networking.Die Teilnehmer konnten auch erleben, wie gut in Liechtenstein das Zusammenspiel zwischen Marktteilnehmern, der Finanzmarktaufsicht – vertreten durch Verena Schlömer – und dem Fondsverband funktioniert. Benjamin Bente von Vates Invest, dessen Unternehmen seit Herbst 2022 sehr erfolgreich einen liechtensteinischen Fonds managt, hat dies eindrucksvoll bestätigt und die Vorzüge des Fondsplatzes hervorgehoben. Für mich persönlich war es außerdem spannend, Einblicke in die Arbeitsweise des Family Office HQ Trust zu gewinnen, insbesondere wie dort Fonds ausgewählt werden.

Markus Hill, FINANZPLATZ FRANKFURT AM MAIN

Hill: Welche Themen stehen aktuell beim LAFV auf der Agenda?
Gamper: Leider beschäftigen uns derzeit sehr viele regulatorische Themen, da Liechtenstein als Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums verpflichtet ist, EU-Regulierungen umzusetzen. Aber da sitzen wir mit allen anderen Verbänden in Europa im selben Boot und ich will nicht jammern, das bringt uns ja schließlich auch den Vorteil des EU-Passporting. Allerdings sind es schon ordentliche Brocken, die laufend aus Brüssel kommen und die wir zu verdauen haben, allen voran die DORA (Digital Operational Resilience Act) Verordnung, AIFMD 2.0, das AML Package zur Geldwäschebekämpfung und die UCITS Eligible Assets Reform. Um es klar zu sagen: Ich bin nicht gegen Regulierung, aber sie muss sinnvoll und effizient sein. Der derzeitige Trend zu überbordender Bürokratie aus Brüssel stellt uns jedoch vor große Herausforderungen.
Parallel dazu arbeiten wir daran, den Fondsstandort Liechtenstein weiter bekannt zu machen. Unser Fokus liegt dabei nicht auf der Ansiedlung großer Fondsgesellschaften, sondern auf unserer Kernkompetenz: Private/White-Label-Fonds für kleinere und mittelgroße Asset Manager sowie Fondsboutiquen. Auch die Vermögensstrukturierung für Family Offices, Stiftungen und vermögende Privatpersonen gehört zu unseren Stärken, die wir weiter ausbauen möchten.

Hill: Da haben Sie jetzt das richtige Stichwort geliefert. Welche Veranstaltungen des Verbands sind noch in Planung? Wo kann man Sie und die Vertreter der liechtensteinischen Fondsbranche in nächster Zeit in Deutschland treffen?
Gamper: Wir sind zusammen mit Liechtenstein Finance auf dem FONDS professionell KONGRESS am 29. und 30. Januar 2025 in Mannheim vertreten. Unser erster Auftritt dort 2024 war ein voller Erfolg – wir waren begeistert, sowohl von der Veranstaltung selbst als auch vom Interesse an Liechtenstein, das wir vorgefunden haben. Etliche Aussteller hatten auch schon liechtensteinische Fonds in Ihrem Angebot, was uns besonders gefreut hat. Wer uns am FONDS professionell KONGRESS besuchen will, findet uns am Stand 162, Ebene 1, in der Nähe der Getränkebar.
Weitere Termine sind der 11. März 2025 in München im Roomers Hotel und der 1. April 2025 in Hamburg im Hotel Vier Jahreszeiten. Das genaue Programm dieser Events ist auf der LAFV-Website (www.lafv.li) verfügbar. Besonders hervorzuheben ist der Vortrag von Michael Feiten, der sich kritisch mit dem Einsatz von KI im Asset Management auseinandersetzen wird. Außerdem wird Reto Degen, Mitglied der Geschäftsleitung der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein und Leiter Bereich Asset Management und Märkte, also der Verantwortliche für Fonds und Vermögensverwalter, als Interviewpartner dabei sein.
Im Herbst 2025 planen wir eine weitere Veranstaltung in Frankfurt, der Termin wird noch bekannt gegeben. Neben Vertretern des Verbands werden bei all diesen Terminen auch Ansprechpartner unserer Mitgliedsgesellschaften anwesend sein, mit denen man konkrete Fondsprojekte besprechen kann.

Hill: Vielen Dank für das Gespräch.

Dialog & Information:

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