Finanzplatz Frankfurt am Main tauscht sich mit Markus Schwingshackl von PRIVATE KEY NETWORK in Zürich aus und empfiehlt den Gedankenaustausch mit einem interessanten Netzwerker aus Zürich. Gerne haben wir den Ball aufgenommen. Business Jets, Yachten, Kunst, Immobilien, Edelmetalle und Wealth Management wirken auf den ersten Blick wie getrennte Welten. Tatsächlich treffen sie bei Unternehmerfamilien, Private Clients und UHNWIs häufig auf dieselben Fragen: Wem kann man vertrauen? Wer versteht komplexe Vermögenswerte? Und wo findet ein fachlich belastbarer Austausch jenseits klassischer Branchengrenzen statt? Tobias Heining kennt sowohl die Welt internationaler Großkanzleien als auch die besonderen Anforderungen rund um hochwertige mobile Vermögenswerte. Mit den High Value Assets Roundtables bringt er Experten, Anbieter und Multiplikatoren verschiedener Asset-Klassen zusammen. Im Gespräch mit Markus Hill erläutert er seinen ungewöhnlichen Karriereweg, die Arbeit von Martyn Fiddler und warum ein gutes Netzwerk nicht vom Sammeln, sondern vom Teilen lebt.
Hill: Vom Geschichtsstudium über die Welt der Großkanzleien bis hin zu Business Jets und Yachten – ein Lebenslauf, den man sich kaum ausdenken könnte. Wer ist der Mensch dahinter und was macht ihn aus?

Heining: Als ich 2001 meinen Masterabschluss in der Tasche hatte, begann ich bei einer PR-Agentur, die unter anderem große Rechtsanwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in Fragen der Öffentlichkeitsarbeit beriet. Das war damals noch ein relativ exotisches, aber spannendes und anspruchsvolles Tätigkeitsfeld. Von dort führte mich mein Weg auf die Kundenseite zu US-amerikanischen, britischen und deutschen Großkanzleien. Dort übernahm ich verschiedene Positionen bis hin zur Leitung großer Teams mit entsprechender Budgetverantwortung in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Marketing und Kommunikation.
Von der Geschäftsentwicklung und strategischen Positionierung ist der gedankliche Weg zu Innovation, neuen Geschäftsmodellen sowie effizienteren Abläufen und Administrationsbereichen nicht weit. Als Führungskraft möchte ich Märkte, Strukturen und Prozesse verstehen und Dinge vorantreiben, um ein Unternehmen zukunftsfähig zu gestalten. In Zeiten künstlicher Intelligenz ist das wahrscheinlich eine der zentralen Herausforderungen. Genau das motiviert mich: Ich sehe mich als Strategen, Netzwerker und Innovator.
Bei aller Freude an Veränderung sind mir ein menschliches Verständnis und die Wahrung meiner persönlichen Integrität wichtig geblieben. Das mag auf den ersten Blick nicht immer vollständig vereinbar erscheinen. Der Wechsel in die Business Aviation und das Yachting kam auch für mich überraschend. Er hat sich jedoch als besonders erfrischende und bereichernde Erfahrung erwiesen. Die DNA dieser Branchen ist im Kern kooperativ und von einem hohen Maß an Pragmatismus und Offenheit geprägt. Das verlangt viel geistige Mobilität – und genau das gefällt mir.

Hill: Business Aviation und Yachting klingen spannend, aber auch ein wenig nebulös. Was genau macht das Unternehmen, für das Du tätig bist?
Heining: Nebulös ist in diesem Zusammenhang ein schönes Wort. Wir helfen unseren Kunden dabei, sicher durch einige Untiefen der Business Aviation und des Yachtings zu navigieren. Martyn Fiddler ist seit mehr als 40 Jahren eine Boutique für maßgeschneiderte internationale Lösungen – insbesondere für Eigentümer und Betreiber komplexer mobiler Vermögenswerte wie Business Jets, Helikopter und Yachten.
Im Kern ist Martyn Fiddler ein Corporate Service Provider, also Anbieter und Administrator von Zweckgesellschaften. Darüber hinaus bieten wir spezialisierte Steuerberatung und Unterstützung bei sämtlichen zollbezogenen Themen, beispielsweise beim Import und Export der Assets. Zudem pflegen wir ein weltweites Ökosystem enger Kooperationspartner und Kontakte. So können wir unseren Kunden auch bei praktischen Fragen jenseits unseres eigenen Leistungsportfolios Orientierung geben und geeignete professionelle Ansprechpartner vermitteln.

Hill: Du hast Dir in unterschiedlichen Marktsegmenten den Ruf als Vordenker, Pionier und Netzwerker erworben – etwa im Rechtsmarkt durch die frühe Besetzung des Themas Legal Technology. Nun engagierst Du Dich im Bereich Business Jets und Yachten. Was treibt Dich zur Innovation, und wie entstand die Idee zu den High Value Assets Roundtables?
Heining: Ich glaube fest an die Kraft eines konstruktiven Austauschs und Erfahrungstransfers. Der Ausgangspunkt einer Netzwerkidee ist für mich deshalb immer ein Kommunikationsdefizit zwischen bestimmten Menschen oder Gruppen. Wenn dessen Überwindung gegenseitige Vorteile und Synergien verspricht, entsteht daraus eine echte Chance. So war es bei der Gründung der European Legal Technology Association, kurz ELTA, vor zehn Jahren – und so war es auch bei den High Value Assets Roundtables.
Der von mir 2014 initiierte Aufbau der ersten Legal-Tech-Abteilung einer deutschen Großkanzlei war für mich der Startschuss, über den deutschen Markt hinauszublicken. Doch wie so häufig in Europa wusste man in Deutschland nur wenig über die Entwicklungen in Frankreich, Spanien, Italien, den Niederlanden oder Mittel- und Osteuropa – und umgekehrt. In Großbritannien nahm man die Entwicklungen jenseits des Ärmelkanals ebenfalls nur eingeschränkt wahr. Mit der ELTA wollten wir die unterschiedlichen Innovatoren und Innovationszentren zusammenbringen und eine grenzüberschreitende Plattform für den Erfahrungsaustausch schaffen.
Als ich 2023 in die Business Aviation und das Yachting wechselte, stellte ich schnell fest: Obwohl sich die Zielgruppen stark überschneiden und die operativen sowie marktbezogenen Herausforderungen ähnlich sind, gab es keinen strukturierten Dialog zwischen den Vertretern verschiedener Asset-Klassen, Anbietern und Dienstleistern im Luxus-, Private-Clients- und UHNWI-Bereich. Auch in der DACH-Region fehlte eine entsprechende Plattform. Mit den High Value Assets Roundtables wollte ich diese Lücke schließen. Ich halte das für einen fruchtbaren Ansatz für alle Beteiligten.
Hill: Worum geht es konkret, und was macht das High Value Assets Netzwerk interessant?
Heining: Die Netzwerkplattform startete im vergangenen Jahr mit zwei Veranstaltungen im Mai und Oktober 2025 in Berlin. In diesem Jahr folgten bereits zwei weitere Events: im April in Deutschland und im Juni 2026 in Österreich. Unsere kommende Veranstaltung am 10. September in Zürich rundet die Roundtable-Aktivitäten in der DACH-Region für dieses Jahr ab.
Die Plattform soll den professionellen Austausch zwischen Vertretern verschiedener Asset-Klassen sowie Anbietern und Dienstleistern im Luxus-, Private-Clients- und UHNWI-Bereich ermöglichen und fördern. Wir alle leben von der Stärke, Breite und Tiefe unserer Netzwerke. Zugleich sind wir auf vertrauenswürdige Multiplikatoren mit Zugang zu den relevanten Zielgruppen angewiesen.
Bei den bisherigen High Value Assets Roundtables waren Gäste aus den Bereichen Business Aviation, Yachting, Immobilien, Automotive, Edelsteine und Edelmetalle, Wealth Management, Kunst und Kultur, Private Client Services, Finanzierung, Versicherung, Recht und Steuern sowie Sicherheitsarchitektur vertreten. Neben relevanten Zielgruppenthemen geht es immer wieder um die Besonderheiten und Marktspezifika der verschiedenen Asset-Klassen. Ebenso wichtig ist der Erfahrungsaustausch über vergleichbare operative Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze. So erweitern wir zugleich unseren Horizont und unsere Netzwerkreichweite.
Hill: Wer gehört zum Teilnehmerkreis, und wie kann man teilnehmen?
Heining: Bei den verschiedenen Veranstaltungen konnten wir bislang bis zu 70 Gäste zusammenbringen. Das ist für ein Netzwerkformat eine gute Größenordnung. Wird die Gruppe größer, wird es schnell unübersichtlich – und ich möchte aus dem Format keine Konferenz machen. Der letzte High Value Assets Roundtable bei Wien war allerdings deutlich umfangreicher. Das lag an der hervorragenden Kooperation mit der Austrian Business Aviation Association, der ABAA.
Der Teilnehmerkreis besteht üblicherweise aus erfahrenen Vertretern verschiedener Asset-Klassen, Anbietern und Dienstleistern aus den genannten Segmenten. Bei der Auswahl stehen zwei Ebenen im Vordergrund. Fachlich zählen tiefgreifende berufliche Erfahrung und Expertise im Luxus-, Private-Clients- und UHNWI-Bereich, ein belastbares Netzwerk hochwertiger Kontakte sowie die Bereitschaft, Wissen und Kontakte im Interesse aller Beteiligten zu teilen.
Auf der menschlichen Seite geht es um Freude an neuen Ideen, den Blick über den fachlichen Tellerrand und die Bereitschaft, die eigene Erfahrung durch einen freundschaftlichen Austausch mit Gleichgesinnten zu erweitern. Das verlangt Offenheit, Authentizität, eine gewisse Bescheidenheit und eine positive Grundhaltung. Nachhaltigen Erfolg kann man in einem Netzwerk nur erzielen, wenn man bereit ist, selbst zu investieren und gelegentlich in Vorleistung zu gehen. Wer ausschließlich nehmen, aber nichts geben möchte, passt nicht in dieses Netzwerk. Das gilt wahrscheinlich auch für Menschen, die sich für etwas ganz Besonderes und Besseres halten.
Die Teilnahme erfolgt grundsätzlich auf persönliche Einladung durch mich. Eingeladene bitte ich um kurze Rücksprache, wenn sie eine andere Person entsenden oder weitere mögliche Teilnehmer vorschlagen möchten. So lässt sich sicherstellen, dass der Erfahrungsaustausch und die Qualität des Netzwerks auf einem konstant hohen Niveau bleiben.
Hill: Welche Pläne gibt es für die Zukunft des Netzwerks?
Heining: Teilnehmer aus der gesamten DACH-Region sind schon heute bei allen Veranstaltungen ausdrücklich willkommen und auch vertreten. Angesichts der Internationalität unserer Märkte und Zielgruppen möchte ich insbesondere die grenzüberschreitende Vernetzung dieser Kreise weiter stärken. Dazu gehört auch, das Netzwerk international auszubauen – beispielsweise nach London oder Monaco. Das steht zumindest für das kommende Jahr auf der Agenda.
Mein besonderer Fokus bleibt jedoch darauf, neue und spannende Menschen für das Netzwerk zu gewinnen und die Verbindungen in die einzelnen Asset-Klassen und Dienstleistungsbereiche weiter zu vertiefen. Mit einem stetig wachsenden Netzwerk wird man sich wahrscheinlich auch Gedanken über eine weitere Professionalisierung der Strukturen und gegebenenfalls über eine veränderte Aufgabenverteilung mit möglichen Kooperationspartnern machen müssen.
Hill: Vielen Dank für das Gespräch. Wir sind gespannt auf das Panel mit Markus Schwingshackl und wünschen viel Erfolg für den Abend in Zürich!
Impression & Philosophie, „Flavor“ des Abends in Zürich (Zitat – Tobias Heining):
„As part of our ongoing efforts to encourage meaningful networking among participants, I would be delighted if you could share one question about your business that you would most like fellow attendees to ask you. Rather than a general question such as ‚What exactly does your company do?‘ 😉, please consider something more insightful and specific. For example, it could relate to your unique value proposition, the business challenges you help solve, the market segments you serve, or even what really motivates you to go the extra mile or ways in which others could support your business growth.”
Panel-Diskussion (15:00 Uhr, 10.9.2026): Virtual Values – High Value Assets in the Digital Space
Teilnehmer:
- Markus Schwingshakl ist Private Clients Anwalt und berät Unternehmer, Family Offices und Hochvermögende. Zudem ist er Mitbegründer des PKN Private Key Network, einem Netzwerk, das 2025 für Fachleute im Bereich Private Wealth/digitale Vermögenswerte und KI gegründet wurde und darauf abzielt, Industriestandards zu gestalten und die Zusammenarbeit unter Experten zu fördern.
- Robin Kretzschmar ist Gründer von 7Assets. Das Team strebt danach, die Vermögensverwaltung durch den Einsatz künstlicher Intelligenz zu vereinfachen und zu verbessern und eine Plattform zu schaffen, die Privatanlegern, Finanzberatern und Institutionen gleichermaßen dient und letztlich hilft, eine Optimierung der Vermögensströme zu erzielen.
- Hannes Gurzki ist anerkannter Experten für Luxusmarkenmanagement und -marketing mit Lehraufträgen an der International University of Monaco, ESSEC Business School und der Technischen Universität Braunschweig, der als Program Director an der ESMT Berlin auch mit weltweit führenden Unternehmen und Luxusmarken aus verschiedenen Sektoren an Wertschöpfungsstrategien arbeitet. Hannes hat bereits zum Thema „Luxusmarken im digitalen Raum“ im Harvard Business Review veröffentlicht.
- Marco Infuso, Head Digital Assets Sales Central Europe. Apex Group.
Moderator: Frank Liemandt ist Geschäftsführer des Deutschen Helikopter Verbandes und Organisator der European Rotors, der größten europäischen Helikoptermesse. Außerdem ist er Moderationsprofi und hat das Video-Interview-Format „Fly me to the top“ ins Leben gerufen.
LinkedIn-Profil von Tobias Heining:
Dialog & Information:
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FINANZPLATZ-FRANKFURT-MAIN.DE, DACHLI-Region & FONDSBOUTIQUEN.DE (2026) – Themen, Interessen, Dialog (Auswahl & „Snapshots“)
25.2.2026, Frankfurt – „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement“
(Markus Hill – Moderation: Christian Neuhaus – FINVIA, Sven Karkossa – Capitell Vermögens-Management AG, Noel Zeh – Wunderland Capital)
26.2.2026, Frankfurt – „Forum für Digitale Vermögenswerte (FDV)“
Redaktion – Themenspecial „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Wealthmanagement & Digital Assets“
(Interviews / Gastbeiträge, “Support” & MORE: info: markus-hill.com)
17.3.2026, Frankfurt – Private Markets Excellence Forum – „Private Markets, Family Offices & Stiftungen – Due Diligence & Ausblick 2026”
(Markus Hill – Fireside Chat: J. Paulo Dos Santos – Geschäftsführer, VIRATIO GmbH)
Interview mit Christian Hommens – SMART IMPACT INVESTING & PRIVATE MARKETS
Frühjahr 2026: Investorenstudie „Präferenzen institutioneller Investoren bei Immobilien & Alternative Investments“
(Markus Hill – Moderation, Podcast: Sebastian Thürmer, “artis & x” – Beispiel 2025)
16.4.2026 – „köln let’s talk“ – Bettina Timmler – Immobilien & Dialog
(Medienpartnerschaft)
12.5.2026, Frankfurt: „Value Investing & Rohstoffe & MORE“
(Markus Hill – Moderation & Kurzintro „Fondsboutiquen & USA-Formel“ – Alex J. Rauschenstein & Urs Marti, SIA FUNDS AG – FINANZPLATZ SCHWEIZ)
17.6.2026, Zürich: Insights – “Family Offices & Fondsboutiquen” – The Mountain Talks Summit – FUNDPLAT
(Vortrag – Markus Hill)
24.9.2026, Luzern: „Swiss Digital Finance Conference 2026“ – Markus Hill (PARTNER) spricht mit Jan Carlos Janke, Dozent im Themenfeld Digital Business & Innovation der Hochschule Luzern – Informatik
10.11.2026, Frankfurt: „Finanzplatz Frankfurt am Main meets Finanzplatz Liechtenstein“
(Markus Hill – Moderation – LAFV Liechtensteinischer Anlagefondsverband: Panel & Vorträge)
Input, Ideen & Anregungen zu den oben genannten Themen sind willkommen:
info@markus-hill.com / +49 (0) 163 4616 179
Photo: Pixabay & Finanzplatz Frankfurt




















